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Shadow of the Vampire (2000)

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Im Osten Europas will F.W. Murnau den grössten und realistischsten Film aller Zeiten drehen: Nosferatu. Um sein Ziel zu erreichen, hat Murnau einen echten Vampir, Max Schreck, in der Titelrolle besetzt. Die Crew ist ahnungslos; erfährt nur, dass Schreck seine Rolle sehr ernst nimmt und deshalb nie bei Tageslicht und immer nur in seinem Kostüm anzutreffen ist. Die ersten Aufnahmen sind phänomenal, doch schon bald beginnen die ersten Mitglieder des Teams, sich auffallend schwindelig und blutleer zu fühlen. Entgegen aller Abmachungen denkt Schreck nicht daran, seine Blutlust im Zaum zu halten...

Filmkritik

Mit einer originellen Prämisse erweitert der ambitionierte Regisseur E. Elias Merhige den um Gerüchte und Geheimnisse nicht gerade armen Stummfilmklassiker "Nosferatu", indem er mit der Hypothese spielt, dass der Graf Orlock-Darsteller Max Schreck tatsächlich ein finsterer Vampir war. Und der besessene Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau hätte im Namen der Kunst eiskalt seine Filmcrew geopfert. Merhige, der seine Liebe zum Expressionismus bereits 1991 mit der hervorragenden Phantasmagorie "Begotten" ausdrückte, nimmt es mit den historischen Details nicht sonderlich genau. Das mag auf manche schludrig wirken, zeugt aber von einer verspielten, typischen postmodernen Unschärfe: ganz salopp und hemmungslos suhlt sich Merhige in den Stereotypen der roaring twenties und wandelt ebenso zwanglos auf den Spuren des Snuff-Films, eingetunkt in eine kräftige Prise schwarzen Humors. Ernst zu nehmen ist das schräge Werk kaum und wenn man Merhige eine augenzwinkernde Mischung aus Hommage und Komödie unterstellt, schmeichelt man ihm noch. Die ausgesprochen erstklassige Besetzung - Willem Dafoe als Orlock, John Malkovich als Murnau nebst Udo Kier und Catherine McCormack - laviert oftmals zwischen Lächerlichkeit und Euphorie. Ob damit der Dracula-Mythos ehrenhaft erweitert wurde, ist angesichts dieses halb parodistischen, halb ernsten Experiments keine leichte Frage.




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Land: Großbritannien, USA
Jahr: 2000
Genre: Drama
Länge: 95 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 21.06.2001
Regie: Elias Merhige
Darsteller: Willem Dafoe, Ronan Vibert, John Aden Gillet
Verleih: 20th Century Fox

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