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Shaft (2000)

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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Als vor einer New Yorker Bar ein schwarzer Student erschlagen wird, ist der Täter von Detektiv John Shaft schnell dingfest gemacht. Dies, obwohl die einzige Zeugin der Tat aus Angst schweigt. Der blasierte Yuppie Walter Wade wird allerdings nach der Beweisaufnahme gegen Kaution freigelassen und setzt sich in die Schweiz ab. Seitdem steht er auf Shafts "Schwarzer Liste" auf Platz eins. Aber erst zwei Jahre später kommt wieder Bewegung in den Fall. Es beginnt damit, dass Shaft den Drogendealer Hernandez hinter Gitter bringen kann. Am selben Tag erfährt er, dass Wade in die USA zurückgekehrt ist. Noch auf dem Flughafen kann er ihm Handschellen anlegen. Völlig fassungslos ist er jedoch, als der Mörder erneut zunächst mit einer Kaution freikommt.
Was Shaft nicht weiß: Im Knast hat der Yuppie Hernandez kennengelernt, und die beiden haben einen diabolischen Deal abgeschlossen. Hernandez kümmert sich um die lästige Zeugin, die Wades Mord seinerzeit beobachtet hatte und der verschafft dem Dealer im Gegenzug Kontakte zu dem zahlungskräftigen New Yorker Kreisen zwecks Drogenabsatz. Doch auch der immer zynischer werdende Shaft hat mittlerweile eingesehen, dass es nur einen Weg gibt, Walter Wade endgültig aus dem Verkehr zu ziehen: Er muss die Zeugin der Tat ausfindig machen. Im Verlauf des gedehnten Finales verschwimmen dann die Grenzen zwischen Gut und Böse bis zur Unkenntlichkeit.

Filmkritik

Ausgerechnet am Beispiel des Remakes von "Shaft" zeigt sich, dass sich in den vergangenen 30 Jahren im amerikanischen Film weniger geändert hat, als man vielleicht annehmen könnte. Hollywood ist nach wie vor im wesentlichen eine Veranstaltung des weißen Amerika. Schlagkräfige afro-amerikanische Helden sind weitgehend unerwünscht. Vor 30 Jahren, mit dem Aufkommen der Blaxploitation-Filme, sah es einige Zeit durchaus so aus, als würde das wachsende Selbstbewusstsein des Schwarzen Amerika sich auch in der Filmmetropole niederschlagen.
Längst wieder sind farbige Stars wie Eddie Murphy oder Samuel L. Jackson und Regisseure wie Spike Lee oder John Singleton die geduldet Ausnahme. Letzterer ist denn auch für den aktualisierten "Shaft" 2000 verantwortlich und Jackson der hierfür perfekte und ultracoole Star, der sich freilich durch eine nur mäßig originelle Story quasseln und schießen muss.
"Shaft" 2000 ist konsequent und richtigerweise auf seinen Star Samuel L. Jackson zugeschnitten. Ihm zuzuschauen ist in der Tat die helle Freude und tröstet zumindest teilweise über das sonstige Mittelmaß des Films hinweg. Enttäuschend ist vor allem die Eindimensionalität des Drehbuchs, an dem immerhin Richard Price, einer der versiertesten Autoren Hollywoods, mitgearbeitet hat. Letztlich hat die Geschichte aber nicht mehr als einige erzählerische Pirouetten zu bieten, bevor es zur ausgiebigen finalen Ballerei mit absehbarem Ende kommt. Im übrigen lebt der Film mehr von seiner recht stimmig eingefangenen Großstadt-Straßenatmosphäre, als von Actioneinlagen. Unbedingt erwähnenswert ist ansonsten die Besetzung des Bösewichts. Den Mörder spielt Christian Bale, der gerade aus "American Psycho" noch in allerbester Erinnerung ist. Hier hat einer das Zeug zum ersten Superstar des neuen Jahrhunderts.




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Land: USA
Jahr: 2000
Genre: Action, Krimi
Länge: 99 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 26.10.2000
Regie: John Singleton
Darsteller: Samuel L. Jackson als John Shaft, Vanessa Williams als Carmen Vasquez, Jeffrey Wright als Peoples Hernandez
Verleih: United International Pictures

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