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Samuel L. Jackson (69)

Wissenswertes

Geboren: ✹ 21. Dezember 1948 in Washington, D.C., USA
Name: Samuel Leroy Jackson
Alias: Sam; King of Cool; Mr Cool
Größe: 189 cm
Augenfarbe: braun
Haarfarbe: schwarz

Wird häufig mit Laurence Fishburne verwechselt - beide haben bereits Autogramme mit dem Namen des anderen ausgestellt.

Zitat über "Pulp Fiction": "Die Leute mögen die Hezekiel-Sprüche. Ich muss das etwa drei mal die Woche aufsagen, nur um zu beweisen, dass ich's noch kann".

"Ich habe festgestellt, dass ich die Tendenz habe, die Art von Filmen zu wählen, die ich als Kind gesehen habe. Danach bin ich immer nach Hause gegangen und habe mit meinen Freunden so getan, als wären wir in diesen Filmen." Aus einem Interview mit dem Time-Magazin, 2006

Bildergalerie

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Biographie

Samuel Leroy Jackson wurde am 21. Dezember 1948 in Washington D.C. geboren. Er ist das einzige Kind von Elizabeth Jackson, die sich von einer einfachen Fabrikarbeiterin zur Versorgunsmanagerin einer Psychiatrie hocharbeitete. Jackson wuchs in Chattanooga (Tenessee) auf, im Kreis der Familie seiner Mutter. Seinen Vater, der in Kansas City (Missouri) lebte, traf er nur zwei mal in seinem Leben. Er starb an den Folgen seiner Alkoholabhängigkeit.
Als Kind besuchte Samuel die Riverside High School - dort wurden in den 50ern die Kinder nach Rassen getrennt unterrichtet. Später besuchte er das Morehouse College in Atlanta, wo er zunächst Architektur studierte, dann bei einer Theatergruppe mitwirkte und schließlich das "Just Us Theater" mitbegründete. Ab 1968, nach der Ermordung von Martin Luther King, begann Samuel, sich in der Bürgerrechtsbewegung zu engagieren: Er half bei der Organisation der Beerdigung mit und nahm mit anderen Studenten 1969 einige hochrangige Verwaltungsbeamte seiner Uni "in Gewahrsam", um Reformen durchzusetzen. Dafür wurde er wegen Freiheitsberaubung schuldig gesprochen und musste sein Studium zwei Jahre lang unterbrechen. Während dieser Zeit knüpfte er Kontakte zu den radikalen Black Panthers. Nachdem das F.B.I. seiner Mutter verkündete, er würde - sollte er der Bewegung weiterhin folgen - innerhalb von einem Jahr sterben, zog er nach Los Angeles um. 1972 absolvierte Samuel dann seinen Abschluss, in Theaterwissenschaften.
1969 verliebte Jackson sich in Latanya Richardson (*1949), die mit ihm Schauspiel und Theaterwissenschaften studierte. Die beiden heirateten 1980, zwei Jahre später kam die gemeinsame Tochter Zoe zur Welt.

Nach seinem Studium trat Jackson zunächst am Theater auf, unter anderem in Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder". Sein Filmdebüt gab er 1972, in dem politischen Drama "Together of Days".
1976 zog Jackson nach New York, wo er wiederum am Theater auftrat. Während dieser Zeit verfiel er der Alkohol- und Kokainabhängigkeit, was seinen Broadwaydurchbruch verhinderte. Gleichzeitig nahm ihn der bereits etablierte Morgan Freeman als Mentor unter seine Fittiche. 1981 lernte Jackson den jungen Regisseur Spike Lee kennen, der ihn später in "School Daze" (1988) und "Do the right thing" (1989) besetzte. 1988 landete Jackson seine erste (Mini-)Rolle in einem Blockbuster, "Der Prinz aus Zamunda" - er ist als Gangster zu sehen, der von Eddie Murphy außer Gefecht gesetzt wird.

1991 wies ihn seine Familie nach einer Überdosis Kokain in eine New Yorker Entzugsklinik ein, um seine jahrelange Drogensucht zu heilen. Danach ging es mit Jacksons Filmkarriere schlagartig aufwärts. Die erste Rolle, die er zwei Wochen nach der Entlassung spielte, war ausgerechent die eines crack addicts, in Spike Lees "Jungle Fever" (1991). Für seine Performance erhielt er beim Cannes Filmfestival die Auszeichnung für den besten Nebendarsteller - die eigens für ihn eingerichtet wurde. Es folgten kleinere Rollen in unterschiedlichen Filmen wie "Johnny Suede" (1991), "Die Stunde der Patrioten" (1992), "Jurassic Park" (1993) und "True Romance" (1993).
Zum Star stieg Jackson dann 1994 auf, mit 46 Jahren: Als Sprüche klopfender, philosophisch angehauchter Killer Jules in Quentin Tarantinos "Pulp Fiction", einem der wichtigsten Filme der 1990er. Der Part machte ihn nicht nur berühmt, sondern brachte ihm Oscar- und Golden Globe-Nominierungen für den besten Nebendarsteller ein.
1995 etablierte er sich neben Bruce Willis in "Stirb langsam - jetzt erst recht" als Actiondarsteller. Ein Jahr später übernahm er eine Hauptrolle in der John Grisham-Verfilmung "Die Jury". 1996 war er außerdem in einer Hauptrolle des Action-Flops "Tödliche Weihnachten" zu sehen.
1997 holte ihn Tarantino wieder für die Kamera, in einer Nebenrolle seines nicht ganz so erfolgreichen "Pulp"-Nachfolgers "Jackie Brown". Gleichzeitig landete Jackson unverhofft eine Traumrolle: Nachdem er in der britischen TV-Show TFI Friday verriet, gerne in George Lucas' "Star Wars"-Prequels dabei sein zu wollen, engagierte ihn der Regisseur kurzerhand, ohne ihn zum Vorsprechen einzuladen. Dass er den Jedi-Ritter "Mace Windu" darstellt, erfuhr Jackson dann bei der Kostümprobe für "Episode 1 - Die dunkle Bedrohung"... Die Rolle spielte er danach noch zweimal, in "Episode II - Angriff der Klonkrieger" (2002) und "Episode III - Die Rache der Sith" (2005)
1998 trat Jackson im Star-besetzten Mysterydrama "Sphere - Macht aus dem All" auf, das sich allerdings als Flop entpuppte. In Steven Soderberghs "Out of Side" (1998) hatte er einen größeren Cameoauftritt. Eine Hauptrolle spielte er im selben Jahr im erfolgreichen Thriller "Verhandlungssache". 1999 folgte der Horrorthriller "Deep Blue Sea", dem allerdings wenig Erfolg beschieden war - ebenso erging es dem Kriegsfilm "Rules - Sekunden der Entscheidung" (2000).
Im neuen Jahrtausend wagte sich Jackson außerdem unter Regie von John Singleton an die Wiederbelebung der "Shaft"-Reihe - als Neffe des Originals, in "Shaft - noch Fragen?" (2000). Der Film erwies sich nicht als der von Jackson erwartete Hit, so dass zuvor geplante mögliche Sequels nicht zustande kamen.
Im selben Jahr war er außerdem neben seinem "Loaded Weapon"-, "Pulp Fiction"- und "Stirb Langsam"-Co-Star Bruce Willis in M. Night Shyamalans Mysterydrama "Unbreakable - Unzerbrechlich" zu sehen - Jacksons erster Kritiker- u. Boxofficeerfolg nach der Jahrtausendwende. 2000 zementierte er außerdem tatsächlich seinen Starstatus - mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

2002 trat Jackson neben Ben Affleck im Neo Noir-Drama "Spurwechsel" auf. An den Kinokassen erfolgreich, wenn auch von Kritikern verhöhnt, war das Actionspektakel "Triple X" (2002). 2005 folgte das Sequel "xXx 2 – The Next Level". Pures Actionkino ohne viel Substanz ist außerdem "S.W.A.T. – Die Spezialeinheit" (2003). Etwas ambitionierter kommt das auf einer wahren Geschichte beruhende Sportlerdrama "Coach Carter" (2005) daher, obwohl die militärische Disziplinierung schwieriger Jugendlicher (von Jacksons Charakter) einige Kritik auf sich zog.
Im diesem Jahr übernahm Jackson auch allein aufgrund des coolen Filmtitels "Snakes on a Plane" die Hauptrolle im selbigen Actionthriller. Der Film blieb allerdings weit hinter den Erwartungen der Macher und Fans zurück. Gut gemeint, aber auch nicht wirklich überzeugend ist das Rassismusdrama "Das Gesicht der Wahrheit" (2006), in dem Jackson einen Polizisten darstellt.
Umstritten wurde "Black Snake Moan" (2006) aufgenommen, im dem Jackson als Bluessänger in den Südstaaten eine verstörte junge Frau (Chistina Ricci) von ihrer Nymphomanie heilen will. Neben Ricci trat er im selben Jahr auch in dem Irakkriegsdrama "Home of the Brave" auf, das in Deutschland direkt auf DVD erschien.
2007 tauchte Jackson in einer Nebenrolle als rätselhafter Hotelier im Horrorfilm "Zimmer 1408" auf - nach "The Green Mile" die zweiterfolgreichste Verfilmung eines Romans von Stephen King. Dem folgte das Effekt-Spektaktel "Jumper", mit seinem "Star Wars"-Co-Star Hayden Christensen, das vor allem bei Teens Anklang fand.

Privat spielt Jackson am liebsten Schach und Golf. Letzteres so begeistert, dass er in jeden Vertrag eine Klausel einbauen lässt, die es ihm erlaubt während der Dreharbeiten zweimal die Woche Golf zu spielen.


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