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Jude Law und Joseph Fiennes in 'Duell - Enemy at the Gates'
Jude Law und Joseph Fiennes in 'Duell - Enemy at the Gates'
© Constantin Film

Kritik: Duell - Enemy At The Gates (2001)


Im Kampf um Stalingrad wird der russische Präzisionsschütze Vassili Zaitsev (Jude Law) von dem ehrgeizigen Politoffizier Danilov (Joseph Fiennes) zum Kriegshelden aufgebaut. Der - angeblich auch heute noch existente - Ruhm Zaitsevs führt allerdings bald zu einem Duell mit dem besten Scharfschützen der deutschen Armee, Major König (Ed Harris). Doch was der Film als Heldentat preist, ist das Erschießen von Menschen. Ankündigende Sätze wie "die furchtbarste Schlacht aller Zeiten" machen den reißerischen Ansatz dieses verharmlosenden Kriegsfilms klar. Der Regisseur Jean-Jacques Annaud und sein Autor Alain Godard haben bereits bei "Der Name der Rose" zusammengearbeitet. Oscar-Preisträger Annaud war schon immer für außergewöhnliche Projekte zu haben. So inszenierte er "Wings of Courage" als ersten langen Spielfilm im aufwendigen Imax 3D-Verfahren. Bei "Duell" faszinierte ihn "die Idee von der extremen Nahaufnahme zu der äußersten Totalen zu gehen, das Mikroskop gegen das Fernrohr zu tauschen, einen intimen Film zu drehen, der inmitten einer Schlacht von epischen Ausmaßen spielt." Mit Jude Law ("Die Weisheit der Krokodile"), Joseph Fiennes ("Shakespeare in Love"), Rachel Weisz ("Die Mumie"), Bob Hoskins ("Falsches Spiel um Roger Rabbit") und Ed Harris (der "Regisseur" der "Truman Show") ist das "Duell" hochkarätig besetzt. Trotzdem möchte man mit der ausgebombten Bevölkerung Stalingrads fliehen. So naiv wurde lange nicht mehr mit Krieg umgegangen. So spannungsfrei muss man ein "Duell" erst mal inszenieren können! Zwischen den Massenszenen am Anfang und am Ende tummelt sich eine unangenehm harmlose Geschichte. "Duell" wurde überwiegend in Berlin-Brandenburg gedreht, unter anderem wurde der komplette, völlig verwüstete Rote Platz von Stalingrad nachgebaut. Zu den bitteren Kuriositäten dieses vor allem aufwendigen "Epos" gehört sein Drehort: Nahe der polnischen Grenze lag eine verlassene Kaserne, in der bis 1993 russische Soldaten stationiert waren. Austretender Panzertreibstoff hat das Gebiet und das Grundwasser verseucht, da wurde Krieg auf vom Krieg durchtränktem Boden gespielt.




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