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Mädchen Mädchen
Mädchen Mädchen
© Constantin Film

Kritik: Mädchen Mädchen (2001)


Kein Genre ist unlustiger als die deutsche Komödie. Um den unnötigen Nachweis dafür bemüht sich ausgerechnet TV-Regisseur Dennis Gansel, dessen handwerklich erstklassiger Hochspannungsthriller "Das Phantom" auf eine beachtliche Preiskarriere zurückblicken kann. Für seinen hochkommerziellen Kino-Erstling, eine Hormonstau-Komödie, häufte der HFF-Absolvent jeden einzelnen abgestandenen "Porky's"-Kalauer der letzten zwei Jahrzehnte an.

Konsequent auf niedrigstem Niveau angesiedelt, nimmt "Mädchen, Mädchen" Anleihen bei populären >i>Gross-Out-Comedys amerikanischer Prägung, ohne auch nur eine Peinlichkeit auszusparen. Nicht alles, was potenziell witzig ist, eignet sich jedoch für einen Lacher. Unbekümmert denunziert Gansel seine jugendlichen Figuren als Kanonenfutter, ohne die Mädchen und ihre echten Probleme auch nur eine Sekunde ernstzunehmen - das schmerzt.

So perfide Gansel den Fäkalhumor und so heuchlerisch er Verständnis inszeniert, so technisch und formal hochwertig ist sein schöngeistiges Machwerk. Da muss man schon Abstand nehmen, um nicht der verlockenden Verpackung auf den Leim zu gehen und den erbärmlichen Plot-Kapriolen ohne größeren geistigen Schaden zu entkommen. Eine pessimistische Prognose: das Publikum, dass "Harte Jungs" letztes Jahr zum Hit verhalf, wird auch bei dieser derben Klamotte den Millionenerfolg verursachen.






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