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Monster´s Ball (2001)

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Hank Grotowski arbeitet im Todestrakt eines Gefängnisses in Georgia - wie schon sein Vater Buck und seit kurzem auch sein Sohn Sonny. Die Grotowskis sind in der Wolle gefärbte Rassisten. Sowohl Bucks als auch Hanks Frau sind tot - beide haben Selbstmord begangen. Und obwohl Buck, der auf ein Beatmungsgerät angewiesen ist, siech darniederliegt, ist der Hass, den er versprüht, stark wie eh und je. Hanks Beziehung zu Sonny ist gleichfalls katastrophal. Als beide mit den Vorbereitungen für die Hinrichtung von Lawrence Musgrove, einem Schwarzen, beginnen und Sonny sich der Situation nicht gewachsen zeigt, macht Hank ihn vor den anderen Wärtern fertig. Am nächsten Morgen bricht erneut eine unsägliche Wut aus Hank heraus, und Sonny nimmt sich das Leben. Hank quittiert daraufhin den Dienst. Musgrove hinterlässt einen Sohn und seine Frau Leticia. Sie arbeitet in einem Schnellrestaurant, wo Hank oft auf einen Kaffee Halt macht. Eines Abends kommt Hank Leticia zu Hilfe, deren Sohn von einem Auto angefahren wurde und im Krankenhaus stirbt. Er fährt sie nach Hause, und sie bittet ihn herein. Nach einigen Drinks schüttet sie ihm ihr Herz aus und schließlich fallen sie leidenschaftlich übereinander her. Am nächsten Morgen fällt Hanks Blick auf ein Foto ihres Mannes, eben jenes Lawrence Musgrove, den er zur Exekution geführt hat. Hank muss sich übergeben, verschweigt Leticia aber den Grund dafür. Langsam entspinnt sich zwischen Hank und Leticia eine echte Beziehung, für beide könnte dies ein neuer Anfang werden, doch die Ereignisse der Vergangenheit sind noch nicht überwunden.

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Filmkritik

Das von Lions Gate Films produzierte Drama hat den hervorragenden Hauptdarstellern Halle Berry und Billy Bob Thornton in den Vereingten Staaten einige Auszeichnungen und viele Nominierungen gebracht. Und das völlig zu Recht, denn von ihren Leistungen lebt "Monster´s Ball" besonders. Der schweizerische Regisseur Marc Forster erzählt von einer Familie von Vollstreckungsbeamten im Todestrakt eines Strafgefängnisses im amerikanischen Süden. Der Großvater Peter Boyle ist ein egoistisches, herzloses, rassistisches Wrack, sein Sohn Billy Bob Thornton steht ihm in Härte in fast nichts nach. Der Enkel Heath Ledger zerbricht am Hass seines Vaters und nimmt sich das Leben. Das bringt Thornton zur Besinnung, er beginnt, sein Leben zu überdenken, und quittiert den Dienst, der immer der Stolz des männlichen Teils der Familie war, die ohne Frauen lebt. Durch einen dramatischen Zufall lernt Thornton Halle Berry kennen, deren Mann Sean Combs er zum Elektrischen Stuhl geführt hatte, was diese nicht weiß. Beide greifen in für sie verzweifelten Situationen nacheinander wie Ertrinkende nach einem Strohhalm und ergreifen so die Chance auf einen Neubeginn. Ein düsterer, prosaischer Film über Rassismus und die Rettung durch Umkehr und Besinnung, aber ohne religiöse Untertöne und mit einer hoffnungsvollen Wendung und einem optimistischen Ende. Dieses Drama lebt eindeutig von seinen Schauspielern, aber auch das Drehbuch spart nicht mit aufregenden Szenen wie der Exekution von Combs, dem Tod von Halles Sohn und der Konfrontation zwischen Boyle und Miss Berry. Zugleich driftet es aber nie in aufgesetzte Unglaubwürdigkeiten ab, sondern bleibt immer der Realität verhaftet und nimmt sich für das Erzählte Zeit. Forster schafft es, eine Grundspannung aufrecht zu erhalten und mit einigen Wendungen zu überraschen: Der Selbstmord von Ledger zum Beispiel ist ein echter Schock und beendet das zu erwartende Generationendrama ebenso schnell wie unvermittelt. Zudem dürfte die Sexszene zwischen Halle und Billy Bob in ihrer Intensität wohl nicht so schnell zu übertreffen sein. In den USA wurden sie deshalb nur gekürzt gezeigt.




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Land: USA
Jahr: 2001
Genre: Drama
Länge: 111 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 05.09.2002
Regie: Marc Forster
Darsteller: John McConnell, Francine Segal, Halle Berry
Verleih: Tobis Film

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