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Kalender Girls (2003)

Calendar Girls

Freizügige Komödie über einen Kalender der besonderen Art: "Nackte Tatsachen"...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Eigentlich führen die Hausfrauen Annie (Julie Walters) und Chris (Helen Mirren) ein harmonisches Leben: In einer kleinen Ortschaft bei Yorkshire engagieren sie sich im örtlichen Frauenclub, entspannen bei Tai-Chi-Übungen oder stellen bei Kuchenwettbewerben ihre vermeintlichen Backkünste unter Beweis. Eines Tages jedoch trifft das Schicksal Annie mit voller Wucht: Ihr Ehemann John (John Alderton) erkrankt an Leukämie und stirbt nur wenige Wochen später. Alle sind geschockt, und so beschließt der Frauenclub, zum Gedenken an John die Einnahmen ihres Jahreskalenders dem Krankenhaus zu spenden. Doch reichen die knappen Gewinne nicht einmal für ein neues Sofa im Aufenthaltsraum. Annie und Chris haben die rettende Idee. Um die Verkaufszahlen zu steigern, versammeln sie zehn Freundinnen um sich und produzieren einen Kalender mit Motiven der etwas anderen Art: Hausfrauen bei der Verrichtung alltäglicher Arbeiten wie Stricken oder Kochen - doch jede einzelne der Damen ist dabei nackt. Ursprünglich als lokale Attraktion geplant, entwickelt sich der Kalender rasend schnell zum internationalen Kultobjekt und konfrontiert die gestandenen Frauen mit unerwartetem Ruhm. Doch hinter der Fassade des Erfolgs beginnt die Freundschaft zu bröckeln.

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Filmkritik

Der Autor der wahnwitzigen Erfolgsgeschichte von "Kalender Girls" war - wie so oft - das Leben selbst. Zwar wurden Namen und Orte für den Film verändert, doch das Gros der Geschichte basiert auf den Erlebnissen der echten Yorkshire-Ladies aus dem Jahr 2000. Ihre mutige Selbstinszenierung wurde zum Tagesgespräch in den britischen, kontinentalen und amerikanischen Medien. Die New York Times setzte die "Kalender Girls" auf Seite eins, und sogar Talklegende Jay Leno bat die englischen Grazien zum Gespräch. Die Medienresonanz blieb nicht ohne Folgen: Bis Anfang diesen Jahres verkaufte sich der Kalender knapp 300.000 Mal und spülte mehr als 600.000 Pfund in die Wohltätigkeitskassen. Mit der Verfilmung wurde Nigel Cole betraut, der schon mit seinem Spielfilmdebüt "Grasgeflüster" ein Faible für Frauen in der Menopause zum Ausdruck gebracht hatte. Mit Respekt und Feinfühligkeit gelang es ihm, die richtige Balance zwischen Tragik und Komik zu finden und trotz anfänglicher Längen eine Brit-Komödie mit Feel-Good-Effekt zu inszenieren. Alles nur geklaut? Doch hat Cole das Lob wirklich verdient, oder ist "Kalender Girls" nur das weibliche Pendant des für den Oscar nominierten Kassenhits "Full Monty - Ganz oder gar nicht"? Parallelen sind natürlich unvermeidlich, doch wo "Ganz oder gar nicht" schon zu Ende ist, beginnt sich die Geschichte der "Kalender Girls" erst richtig zu entfalten. Der Film beschreibt die drastischen Auswirkungen von unerwartetem Ruhm auf Familie, Freundschaft und das Alltagsleben und stellt die Frage nach den wirklich wichtigen Dingen. Dabei verleiht das Leukämie-Drama der herrlich trockenen Komödie Substanz und lässt sie rundum ehrlich wirken. Das perfekte Zusammenspiel von Helen Mirren und Julie Walters tut dabei sein übriges. Und wie bei typischen Brit-Komödien üblich, bekam auch "Kalender Girls" ein Happy-End verpasst. Anders verlief das wahre Leben: Da widersetzten sich ein paar der echten Ladies den Filmplänen - es kam zum Bruch.




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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Großbritannien
Jahr: 2003
Genre: Komödie
Länge: 108 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 01.01.2004
Regie: Nigel Cole
Darsteller: Helen Mirren als Chris, Julie Walters als Annie, John Alderton als John
Verleih: Buena Vista

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