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Mission Impossible: 3TM & Copyright 2005 by Paramount Pictures. All Rights Reserved

Kritik: Mission: Impossible 3 (2006)


"Mission: Impossible III": Tom Cruise leidet an der Familienfront Nichts ist unmöglich Eine Fortsetzung (2006) der Fortsetzung (2000) der Kinofassung (1996) des TV-Remakes (1988) der US-Fernsehserie "Kobra, übernehmen Sie" (1966) entzieht sich a priori einer ernsthaften Kritik. Verglichen mit anderen Franchise-Brüllern ist "M:I:III" allerdings fast ein Lichtblick – und eine gute Klasse besser als die von John Woo und Brian De Palma inszenierten Vorgänger. "TomKitten", Scientology und das große Plazenta-Fressen rauschen zurzeit hysterisch durch den gelben Blätterwald – doch als Superstar und Strippenzieher in der Traumfabrik ist und bleibt Tom Cruise (43) die Nummer eins. Wer "Mission: Impossible III" gesehen hat, weiß auch wieso: Denn nachdem verschiedene Regisseure (u. a. David Fincher und Joe Carnahan) vor Drehbeginn die Flucht ergriffen hatten, machte Cruise einen mutigen Schnitt und übertrug das Megaprojekt ausgerechnet dem Newcomer J.J. Abrams (39), der zuvor noch nie bei einem Kinofilm Regie geführt hatte. Dafür hatte Abrams als Drehbuchautor und Produzent die TV-Hits "Alias" und "Lost" erfunden – "M:I:III" war für den ehrgeizigen Macher somit das perfekte Sprungbrett auf den Hollywood-Olymp. Mission erfüllt: Als Belohnung wurde Abrams jetzt das "Star Trek"-Franchise übertragen. Bald dreht er einen neuen Kinofilm um Captain James T. Kirk und Mr. Spock. Effizientes Popcorn-Kino Auch die jüngste Folge von "Mission: Impossible" handelt wie immer von den Abenteuern des Agententeams um Ethan Hunt. Und natürlich ist Teil drei, mit on-location Drehs in Rom und Shanghai, der bisher teuerste und aufwändigste der Reihe – allerdings auch der persönlichste und interessanteste. Während John Woo im zweiten Teil Tom Cruise gefühllos-distanziert als Superhelden inszenierte, geht es bei Abrams unverblümt ans Eingemachte: Denn Hunt alias Tom Cruise, der mittlerweile hinter den Kulissen der Agententruppe IMF als Ausbilder fungiert, hat sich im dritten Teil vom Fronteinsatz verabschiedet und will mit Julia (Michelle Monaghan), einer hübschen Krankenhausärztin, eine Familie gründen. Dass daraus erst einmal nichts wird, liegt an dem Waffenhändler Owen Davian (Philip Seymour Hoffman): Davian will Julia benutzen, um sich an Hunt zu rächen. Oscar-Preisträger Hoffman ("Capote") spielt den Bösewicht so schnörkellos brutal und ohne Bond-typische Manierismen, dass man als Zuschauer schon zwei Minuten nach Beginn des Films – noch bevor die altbekannte Titelmelodie erklingt – schweißnasse Hände hat. So effizient kann Popcorn-Kino sein. "This time, it's personal", könnte diesmal also das Motto lauten – und das gilt auch für den Rest des Teams um Ethan Hunt, dargestellt von Ving Rhames, Jonathan Rhys Meyers ("Match Point") und dem spindeldürren Hongkong-Reimport Maggie Q. Die drei sind streckenweise mehr als simple Kampfgefährten, während Hunts Vorgesetzte (Laurence Fishburne & Billy Crudup) ziemlich lahme Abziehbilder bleiben. Um keine Zweifel aufkommen zu lassen: Auch "M:I:III" ist prall gefüllt mit haarsträubenden Action-Szenen, wundersamen Technik-Gimmicks, vorhersehbaren Wendungen und allerlei Unglaubwürdigkeiten. Im Mittelpunkt der Story stehen jedoch die Figuren, nicht ihre Funktionen. "M:I:III" stellt Ethan Hunt in den noch freien Platz zwischen James Bond und Jason Bourne und hat somit das Potenzial zum Mega-Blockbuster. Die kommerzielle Auswertung dieser Mission dürfte den Star und Produzenten Cruise um bis zu 100 Millionen Dollar reicher machen. Kein schlechtes Kindergeld. Film in OV gesehen am 19.4.06 in den Paramount Studios / Hollywood




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