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Philip Seymour Hoffman (1967-2014)

Wissenswertes

Geboren: ✹ 23. Juli 1967 in Fairport, New York, USA
Gestorben: ✟ 02. Februar 2014 in New York, USA Eugene O'Neill im Alter von 46 Jahren
Größe: 177 cm

"Nun, ich denke, jeder kämpft damit, sich selbst zu lieben. Ich denke, das ist so ziemlich die menschliche Verfassung - man wacht auf und versucht, den Tag so zu leben, dass man schlafen gehen kann und sich dabei okay mit sich selbst fühlt. Als ich jünger war, wollte ich unbedingt zeigen, was es heißt, solche Selbstzweifel, solche Angst zu haben. Es ist nicht so sehr Abscheu vor sich selbst, sondern Angst. Man hat einfach Angst, sich hinauszuwagen."
Aus einem Interview mit The Guardian, 2011.

Über sein Alkoholproblem nach dem College: "Es war ziemlich schlimm, du weißt, was ich meine. Und ich weiß, im tiefsten Inneren, dass ich das Trinken immer noch mit derselben Wildheit betrachte, wie damals. Es ist immer noch ziemlich greifbar. Ich trank alles. Ich ging zur Reha... Ich weiß nicht, ich war jung, ich trank zu viel, also hörte ich auf. Du weißt was ich meine, es ist nicht so kompliziert. Ich hatte kein Interesse daran, in Maßen zu trinken. Und das habe ich auch jetzt nicht. Nur weil so viel Zeit vergangen ist, heißt das nicht, dass es vielleicht nur eine Phase war. Es ist einfach das, was ich bin."
Aus einem Interview mit The Guardian, 2011.

Oscar 2013
The Master
The Master
Bester Nebendarsteller
2013

Oscar 2009
Glaubensfrage
Glaubensfrage
Bester Nebendarsteller
2008

Oscar 2008
Der Krieg des Charlie Wilson
Der Krieg des Charlie Wilson
Bester Nebendarsteller
2007


Bildergalerie

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Biographie

Hoffman kam in Fairport, Rochester, einem Vorort von New York, zur Welt. Seine Mutter Marilyn O'Connor ist eine Familienrichterin, sein Vater Gordon Stowell Hoffman arbeitete in einer Führungsposition für Xerox. Hoffman hat zwei Schwestern - Jill und Emily - sowie einen Bruder, Gordy, der das Drehbuch für "Love Liza" (2002) schrieb, in dem Hoffman die Hauptrolle spielte. Seine Eltern ließen sich 1976 scheiden, als er neun Jahre alt war.
Mit dem Schauspielen begann Hoffman als Schüler an der Fairport High School, nachdem er seine vorherige Lieblingsaktivität, Wrestling, nach einer Verletzung am Hals aufgeben musse. Mit 17 Jahren wurde er ausgewählt, die Theater School an der angesehenen New York State Summer School of the Arts in Saratoga Springs zu besuchen, wo er seine späteren Kollegen Bennett Miller und Dan Futterman traf. Nach dem Schulabschluss besuchte Hoffman ein Sommerprogramm des Square Theaters und studierte Schauspiel unter Alan Langdon. 1989 machte er seinen Bachelor Abschluss an der renommierten New Yorker Tisch School of the Arts. Dort gründete er zusammen mit Steven Schub und dem Regisseur Bennett Miller die Bullstoi Ensemble Theater Company.
Hoffman landete seinen ersten Fernsehauftritt in der "Law & Order"-Episode "The Violence of Summer" (1991). Sein Durchbruch gelang ihm 1992 mit vier Kinofilmen. Der erfolgreichste darunter war "Der Duft der Frauen", in dem er als verwöhnter George Willis Jr. neben Al Pacino und Chris O'Donnell auftrat. Unsterblich wurde er mit Auftritten in fünf von (bis dato) sechs Filmen von Paul Thomas Anderson: "Hard Eight" (1996), Boogie Nights (1997), Magnolia (1999), Punch-Drunk Love (2002) und The Master (2013).
2003 ergatterte Hoffman seine erste Hauptrolle, im Spieler-Biopic Owning Mahowny. Zwei Jahre später spielte er wiederum eine biographische Rolle, den exzentrischen Schriftsteller Truman Capote in Bennett Millers Debüt Capote. Für seine Darstellung erhielt Hoffman einen Golden Globe und den Oscar für den Besten Hauptdarsteller. Weitere Oscar-Nominierungen erhielt er 2008 für Der Krieg des Charlie Wilson (Bester Nebendarsteller), 2009 für Glaubensfrage (Bester Nebendarsteller) und 2013 für The Master (Bester Nebendarsteller).
Auch am Theater feierte Hoffman Erfolge: 2000 stand er in der zweiten Hauptrolle neben John C. Reilly für das Broadway-Revival von Sam Shepards "True West" auf der Bühne. 2003 folgte das Revival von Eugene O'Neills Klassiker "Long Day's Journey into the Night". Für beide erhielt er Tony Award-Nominierungen. 2012 trat er wiederum am Broadway auf, als Willy Loman in Arthur Millers "Death of a Salesman". Dafür er hielt er seine dritte Tony-Nominierung.
1999 lernte Hoffman bei der Arbeit zu dem Stück "In Arabia We'd All Be Kings", das er selbst inszenierte, seine Freundin Mimi O'Donnell, eine Kostümdesignerin, kennen. Sie haben drei gemeinsame Kinder: Cooper Alexander Hoffman (*2003), Tallulah Hoffman (*2006) und Willa Hoffman (*2008). Die beiden waren bis 2013 ein Paar. O'Donnell warf ihn angeblich wegen seinem Rückfall in die Heroinabhängigkeit - nachdem er über zwanzig Jahre clean war - raus, um die Kinder nicht zu gefährden. Nach einem kurzen Reha-Aufenthalt im Mai 2013 galt Hoffman als geheilt. Am 2. Februar 2014 wurde er dann tot im Badezimmer seiner gemieteten Wohnung in Manhattan aufgefunden. Er war nur mit Boxershorts bekleidet, in seinem Arm steckte eine Spritze. Die Polizei stellte Tütchen mit Heroin und Spritzen sicher.


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