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Sunshine (2007)

SciFi-Thriller von Danny Boyle: Als die Sonne droht endgültig zu erlöschen wird eine achtköpfige Crew von Astronauten und Wissenschaftlern in Richtung Sonne geschickt, um die Menschheit vor dem sicheren Tod zu bewahrenUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.7 / 5

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Sterne leben nicht ewig. Jede Sekunde stirbt im Universum ein Stern. Der uns nächste Stern, die Sonne, ist ein gigantischer Kernfusions-Reaktor, eine Million mal so groß wie die Erde. Pro Sekunde verbrennt dieser für uns lebenswichtige Reaktor 600 Millionen Tonnen Wasserstoff. Wissenschaftler schätzen, dass die Sonne noch genug Brennstoff hat, um weitere fünf Milliarden Jahre zu existieren. Doch was, wenn nicht?In seinem Sci-Fi-Abenteuer entwirft Danny Boyle genau dieses Weltuntergangsszenario:
In fünfzig Jahren stirbt die Sonne - und mit ihr stirbt die Menschheit.
Unsere letzte Hoffnung: ein Raumschiff, die Icarus II, mit einer Besatzung von acht Männern und Frauen. Sie transportieren eine stellare Atombombe, mit der sie unserem Stern neues Leben einhauchen wollen. Von ihren Vorgängern an Bord der Icarus I, die bei einem ersten Versuch scheiterten, hat man nie wieder etwas gehört... bis jetzt:
Als die Crew tief in den Weiten des Alls, ohne Funkverbindung zur Erde, das Notsignal der Icarus I empfängt, gerät ihre Mission durch einen fatalen Fehler in tödliche Gefahr. Über Nacht kämpft die Mannschaft plötzlich um Leben und Verstand, wohl wissend, dass die Zukunft des blauen Planeten in ihren Händen liegt …

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SunshineCrew der ICARUS IICillian Murphy (Capa)SunshineSunshine

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Großbritannien
Jahr: 2007
Genre: Thriller, Science Fiction
Länge: 107 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 19.04.2007
Regie: Danny Boyle
Darsteller: Michelle Yeoh, Mark Strong, Cillian Murphy
Verleih: 20th Century Fox

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Der Tod der Sonne
von Dr. Brian Cox, Experimentalphyiker und wissenschaftlicher Berater des Films

Unsere Sonne wird nicht ewig scheinen. Wenn unsere aktuellen [...mehr] Berechnungen stimmen, reicht ihre Energie noch weitere 5 Milliarden Jahre – dann ist es aus. Wäre es aber möglich, dass die Sonne schon viel früher stirbt – vielleicht sogar in den nächsten 100 Jahren? Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus eine sehr unwahrscheinliche Annahme. Aber es lässt sich auch nicht bestreiten, dass wir von vielen Vorgängen im Universum kaum etwas wissen. Die Astronomie hat in den vergangenen Jahren beobachtet, dass im Kosmos noch ein unsichtbares Etwas vorhanden sein muss, das nur an seiner Gravitationswirkung auf Sterne und Galaxien erkennbar ist. Wir nennen es dunkle Materie. Es gibt fünf Mal mehr davon im Universum als "normale" Materie – also der Stoff, aus dem du und ich und alle Sterne und Planeten gemacht sind, die wir mit unseren Teleskopen betrachten können. Was genau ist nun dieses mysteriöse Etwas? Es ist möglich – manche Forscher meinen sogar wahrscheinlich –, dass dunkle Materie aus einer exotischen neuen Materieart besteht, den so genannten supersymmetrischen Teilchen. Man hofft, die Existenz von supersymmetrischen Teilchen schon bald mit dem LHC, dem Großen Hadronenbeschleuniger der Europäischen Organisation für Kernforschung CERN, zu beweisen. Dieser mit 27 km Umfang wahrhaft gigantische Beschleunigungsapparat geht nach zehn Jahren Bauzeit dieses Jahr in Betrieb. Die theoretische Physik ist bereits seit vielen Jahren damit beschäftigt, die Eigenschaften supersymmetrischer Teilchen zu berechnen, sodass wir zumindest eine grobe Vorstellung davon haben, wie diese Teilchen sich verhalten. Eine Möglichkeit ist, dass sie die Tendenz haben, zu riesigen Kugeln, den so genannten "Q-Balls", zusammenzuklumpen. Gesetzt den Fall, das stimmt, sind die gewichtigen Exoten vielleicht schon eine billionstel Sekunde nach der Entstehung unseres Universums entstanden und geistern bis heute durchs All. Es gibt Spekulationen, dass ein Q-Ball, der ins Zentrum eines superschweren Objekts, etwa eines Neutronensterns, vordringt, dessen Kern wie ein Krebsgeschwür aushöhlen kann – bis der Stern nicht mehr genügend Masse besitzt, um stabil zu bleiben, und in einer gewaltigen Explosion auseinanderbricht. Solche Explosionen, auch Gammastrahlenblitze genannt, sind schon beobachtet worden, doch über ihre Ursache ist bisher nichts bekannt. Könnte ein gefährlicher Exot in den Kern der Sonne vordringen und sie zum Erlöschen bringen? Nun, wahrscheinlich ist die Sonne um ein Vielfaches zu diffus, um einen Q-Ball aufzuhalten – er würde einfach durch sie hindurchdriften. Aber vielleicht – und nur vielleicht – wäre doch eine geheimnisvolle, exotische Materieform aus den frühesten Anfängen unseres Universums in der Lage, sich im innersten Kern der Sonne einzunisten und ihre Funktion zu stören. Das ergäbe dann genau das Katastrophenszenario von SUNSHINE. Der Gedanke mag weit hergeholt erscheinen. Doch in der Physik gilt der Grundsatz, dass alles, was nicht ganz klar widerlegt werden kann, auch möglich ist. Fazit: Wir wissen es nicht so genau. Fakten über die Sonne:
- Umfang: 4,4 Millionen Kilometer
- Oberfläche: 11.900 mal so groß wie die der Erde
- Anziehungskraft: 28 g – das heißt, man wöge auf der Sonne 28 mal so viel wie auf der Erde
- Die Sonne rotiert einmal in 25,38 Erdentagen um ihre eigene Achse
- In der Sonne sind 99,8 Prozent der gesamten Materie unseres Sonnensystems gebunden. Der Planet Jupiter enthält fast den gesamten Rest.
- Sonnenflecken sind kühlere Regionen auf der Oberfläche der Sonne. Sie sind kälter, weil starke Magnetfelder das Aufsteigen der Hitze an die Oberfläche verhindern. Sonnenflecken können mehrere Tausend Kilometer Durchmesser erreichen und werden oft in Zusammenhang gebracht mit Sonnen-Explosionen ("Flares") und CME-Erscheinungen ("Corollar Mass Ejection"), die riesige Mengen an Materie in den Weltraum schleudern. Die Aktivität dieser Sonnenflecken folgt einem Elf-Jahres-Zyklus. Gibt es weniger Sonnenflecken, kühlt das Klima auf der Erde tendenziell etwas ab. Während des 17. Jahrhunderts schien der Zyklus der Sonnenflecken einige Jahrzehnte lang gänzlich gestoppt. Dieses Fehlen der Sonnenaktivität, genannt das Maunder Minimum, überschnitt sich mit der "kleinen Eiszeit", während der die Temperaturen in Europa so weit sanken, dass die Londoner Themse im Winter regelmäßig zufror. Mittlerweile existieren Beweise auch für die Existenz längerfristiger Zyklen von bis zu 100.000 Jahren. Diese großen Zyklen könnten mit den Eiszeiten der Erde zusammenhängen. Die Sonne scheint also weit weniger stabil zu sein als
sie aussieht.
- Der Sonnenwind besteht aus einem von ihr ausgestoßenen Partikelstrom (hauptsächlich Protonen und Elektronen). Diese Partikel strömen an der Erde mit einer Geschwindigkeit von 200 bis 800 km in der Sekunde vorbei. Jede Sekunde verliert die Sonne dabei eine Million Tonnen Materie mit ihrem Wind.

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