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Haywire - Hauptplakat
Haywire - Hauptplakat
© Concorde

Kritik: Haywire (2011)


Steven Soderbergh wollte, wie auf der Berlinale verriet, dass "Haywire" zu einem Zeitpunkt des Festivals gezeigt wird, an dem die Leute bereit sind, endlich etwas Entspannendes zu sehen - denn der Film solle vor allem Spass machen. Und das tut er.
Martial Arts-Star Gina Carano spielt in ihrer ersten Rolle die Agentin Mallory Kane, Ex-Marine und Frau fürs Grobe, die für die amerikanische Regierung nicht völlig koschere Jobs erledigt. Bei einem Auftrag in Dublin wird sie beinahe von einem Kollegen umgebracht. Mallory muss fliehen und gleichzeitig herausfinden, wer dahinter steckt. Soweit die Story – ein bisschen Bourne, ein bisschen The Bride; das Ganze schlau und im Rückblick erzählt.
Bemerkenswert ist, dass die Hauptrolle eine echte Fighterin mit entsprechend athletischem Körperbau spielt – geradezu eine Erholung nach völlig unwahrscheinlichen Actionheldinnen wie der stockdürren Angelina. Anders als dieser nimmt man Carano sofort ab, dass sie mal eben eine bewaffnete Spezialeinheit im Alleingang niederstreckt. Ewan McGregor genießt seine (rare) Schurkenrolle, während Fassbender als dubioser Paul eine Art Magneto-Variante auflegt und Michael Angarano als verblüffte Geisel entzückt. Leider werden Antonio Banderas und Michael Douglas in ihren Mini-Nebenrollen völlig verschwendet.
Mit "Haywire" liefert Soderbergh einen eleganten, unernsten und erfrischend ungeschwätzigen Actionthriller – in etwa vierzig Minuten fällt kein Wort - der von Tempo, Story und der Musik her gelegentlich an die entsprechenden Filme der 70er erinnert, nur mit noch weniger Explosionen und technischem Chichi. Stattdessen hetzt er Mallory und Verfolger (oder von ihr Verfolgte) zu Fuß durch die Straßen oder auch mal über die Dächer, was zusätzlich ein paar nette Aufnahmen aus Dublin und Barcelona beschert.
Empfehlenswert für alle, die von Action, welche sich aus Explosionsketten und Autoverfolgungsjagden zusammensetzen, ermüdet sind.





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