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Good Fellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia
Good Fellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia
© Warner Bros.

Kritik: Goodfellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia (1990)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Eindrucksvoll und stilvoll, brutal und schonungslos - Regisseur Martin Scorsese war 1989 in absoluter Hochform, als er das Sachbuch "Wiseguy" von Nicholas Pileggi aus dem Jahr 1986 verfilmte. Pileggi erzählte mit dem Aufstieg und Fall des Mafia-Gangsters Henry Hill eine wahre Geschichte, bei der die Namen der Personen verändert wurden, viele der im Film genannten Vorfälle sich aber so zugetragen hatten und hier im Film sogar noch abgemildert wurden.

Meisterhaft führt Scorsese, der mit Autor Pileggi zusammen dessen Buch adaptierte, durch die Jahrzehnte des Gangstertums, setzt wie so oft exzellent Songs ein, auch um die zeitliche Orientierung zu erleichtern. Das Hochgefühl anschwellender Macht zeigen der Filmemacher und sein Kameramann Michael Ballhaus mit einer dreiminütigen ungeschnittenen Einstellung, in der Ray Liotta und Lorraine Bracco durch den Hintereingang eines Nachtclubs an einen Tisch direkt an der Bühne geführt werden. Hier ist der echte Henry Hill in einem Gastauftritt auch kurz als Koch zu sehen. Die aufkommende Paranoia von Liotta durch den unkontrollierten Kokainkonsum symbolisieren viele kurze, abgehakte Einstellungen und Jump Cuts von Scorsese's langjähriger Cutterin Thelma Schoonmaker.

Gedreht wurde die Warner Brothers-Produktion in Queens, New York, New Jersey und Long Island für 25 Millionen Dollar. Alle Beteiligten bemühten sich um hohe Authentizität - so telephonierte Robert De Niro mehrmals täglich mit Hill, um Informationen über seine Figur Jimmy Conway alias Jimmy Burke zu erhalten, um ihn lebensnah darstellen zu können.

Diese Gangster haben nichts Aristokratisches wie die Corleones aus "Der Pate" an sich, sie sind brutal, psychotisch und unsympathisch, was sich in Gewalttaten entlädt, die Scorsese ungeschönt zeigt.





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