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Die Tribute von Panem: The Hunger Games (2012)
The Hunger Games
Als Jugend-Dystopien in Mode warenKritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 10 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Nach einem gescheiterten Aufstand wurde das Land Panem in zwölf verarmte Distrikte und eine reiche Hauptstadt geteilt. Einmal im Jahr muss jeder Distrikt ein Mädchen und einen Jungen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren in eine Arena zu schicken, in der sie sich bis zum Tod bekämpfen. Die Hunger Games werden live im Fernsehen übertragen. Als in Distrikt 12 das junge Mädchen Primrose Everdeen (Willow Shields) gezogen wird, nimmt deren große Schwester Katniss (Jennifer Lawrence) freiwillig ihren Platz ein. Zusammen mit Peeta Mellark (Josh Hutcherson), dem männlichen Teilnehmer aus ihrem Distrikt, durchläuft Katniss ein hartes Training. Schließlich müssen beide in der Arena gegen die anderen Tribute antreten, wobei nur eine Person lebend zurückkehren darf. Dabei kann Katniss auf ihre Fähigkeiten als exzellente Bogenschützin und Jägerin zurückgreifen.
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Filmkritik
Vor dem Start der fünften "Die Tribute von Panem"-Folge "Sunrise on the Reaping“ als weiteres Prequel kommen die früheren Teile noch einmal als Plattformstarts ins Kino. Es erscheint erstaunlich, dass Suzanne Collins‘ Dystopie die einzige Serie ist, die auf der Leinwand dauerhaft erfolgreich war. Der Kampf einer Gruppe von Teenagern in einem Überwachungsstaat gegeneinander und in Folge gegen das System erwies sich als weltweiter Hit, so dass man überflüssigerweise den dritten Band der einstigen Trilogie in zwei Teile aufteilte. Das Gleiche versuchte die ähnlich konzipierte "Die Bestimmung"-Serie, wobei man mit dem Konzept baden ging.
Weitere Adaptionen wie "Die fünfte Welle", "Ich bin Nummer Vier“, "Chroniken der Unterwelt“, "Ender‘s Game“ oder den vom Verleih schon vor dem Start vernachlässigte "The Darkest Minds – Die Überlebenden“ mit Amandla Stenberg aus "Panem“ wurden nach dem ersten Teil nicht mehr fortgeführt. Auch bei dem von der Kritik verrissenen "Hüter der Erinnerung - The Given" erwiesen sich die Einspielergebnisse als überschaubar. Lediglich die "The Maze Runner"-Trilogie fand auf den Leinwand zu einem Ende, obwohl Erfolg und Qualität der Werke nachließen.
Brot und Spiele in Zukunftswelten
Was macht die Popularität der Serie und besonders des ersten Films aus? Katniss Everdeen erweist sich als willensstarke Identifikationsfigur, die für ihre jüngere Schwester einsteht und sich nicht unterkriegen lässt. In den Romanen wird das Geschehen aus ihrer Sicht geschildert. Dabei sorgt ihr Gefühlshaushalt für zusätzliche Komplikationen, da sie sich bald zwischen ihrem Freund Gale (Liam Hensworth) und ihrem Tribut-Mitkombattant Peeta (Josh Hutcherson) widerfindet, der mediengerecht als ihr Liebhaber aufgebaut wird. Ihrer wachsende Zuneigung versucht Katniss Herr zu werden, indem sie Peeta zwischendurch zurückweist.
Für die satirischen Momente erweisen sich Stanley Tucci und Toby Jones als zynisch-überhebliche Kommentatoren zuständig, die Tötungsdelikte im Stil von "Das Todesspiel“ als Unterhaltung verkaufen. Dabei erweist es sich für die Spieler als bedeutend, sich werbewirksam zu vermarkten, was den Protangonisten in Folge dank brennender Outfits gelingt. Weitere optische Farbtupfer setzte Elisabeth Banks als schrille Moderatorin und Betreuerin Effie Trinket, die sich im Verlauf überraschenderweise auf die Seite der Aufständischen schlug.
Inhaltlich verbindet Collins die Menschenjagd-Thematik aus Klassikern von "The Most Dangerous Game“ bis zu "Battle Royale“ mit den römischen Gladiatorenkämpfen, was sie mit Kritik an der extremen Zweiklassengesellschaft kombiniert. Allerdings geht dabei der Tadel an Vermarktung von Morden letztlich in schnell geschnittenen Actioneinlagen unter. Co-Autor Gary Ross setzte sie effektvoll in Szene, weshalb sich die Frage stellt, warum er die folgenden Teile nicht mehr inszenierte.
Für Aufsehen sorgte die Frage, ob man die gegenseitige Tötung Jugendlicher als Teenager-Unterhaltung verkaufen dürfe. Damals wurde die Gewaltspirale in einem Film für ein junges Publikum um einiges angezogen. Weitere Jugend-Dystopien auf den Spuren von Suzanne Collins drehten sie allerdings noch um einiges weiter an. In der "Endgame“-Romantrilogie von "Ich bin Nummer Vier“-Co-Autor James Frey, zwischenzeitig ebenso für eine Adaption angedacht, metzeln sich junge Kämpfer samt unzähliger Zivilisten vor dem drohenden Weltuntergang fleißig nieder. Suzanne Collins‘ Raffinesse zwischen Actionunterhaltung, Romanze und Satire fehlte vielen dieser Epigonen, was den dauerhaften Erfolg der Reihe ebenso im Kino unterstreicht. Letztlich baute die Reihe den Starruhm von Jennifer Lawrence als wehrhafte Kämpferin aus, die für den Kassenerfolg ebenfalls mit verantwortlich war.
Fazit: Der erste Teil der erfolgreichen Dystopie-Reihe glänzt mit überzeugenden Jungakteur*innen, auftrumpfenden Schauwerten und satirischen Momenten, die letztlich von virtuosen Kampfszenen und Gewalteinlagen verdrängt werden.
Weitere Adaptionen wie "Die fünfte Welle", "Ich bin Nummer Vier“, "Chroniken der Unterwelt“, "Ender‘s Game“ oder den vom Verleih schon vor dem Start vernachlässigte "The Darkest Minds – Die Überlebenden“ mit Amandla Stenberg aus "Panem“ wurden nach dem ersten Teil nicht mehr fortgeführt. Auch bei dem von der Kritik verrissenen "Hüter der Erinnerung - The Given" erwiesen sich die Einspielergebnisse als überschaubar. Lediglich die "The Maze Runner"-Trilogie fand auf den Leinwand zu einem Ende, obwohl Erfolg und Qualität der Werke nachließen.
Brot und Spiele in Zukunftswelten
Was macht die Popularität der Serie und besonders des ersten Films aus? Katniss Everdeen erweist sich als willensstarke Identifikationsfigur, die für ihre jüngere Schwester einsteht und sich nicht unterkriegen lässt. In den Romanen wird das Geschehen aus ihrer Sicht geschildert. Dabei sorgt ihr Gefühlshaushalt für zusätzliche Komplikationen, da sie sich bald zwischen ihrem Freund Gale (Liam Hensworth) und ihrem Tribut-Mitkombattant Peeta (Josh Hutcherson) widerfindet, der mediengerecht als ihr Liebhaber aufgebaut wird. Ihrer wachsende Zuneigung versucht Katniss Herr zu werden, indem sie Peeta zwischendurch zurückweist.
Für die satirischen Momente erweisen sich Stanley Tucci und Toby Jones als zynisch-überhebliche Kommentatoren zuständig, die Tötungsdelikte im Stil von "Das Todesspiel“ als Unterhaltung verkaufen. Dabei erweist es sich für die Spieler als bedeutend, sich werbewirksam zu vermarkten, was den Protangonisten in Folge dank brennender Outfits gelingt. Weitere optische Farbtupfer setzte Elisabeth Banks als schrille Moderatorin und Betreuerin Effie Trinket, die sich im Verlauf überraschenderweise auf die Seite der Aufständischen schlug.
Inhaltlich verbindet Collins die Menschenjagd-Thematik aus Klassikern von "The Most Dangerous Game“ bis zu "Battle Royale“ mit den römischen Gladiatorenkämpfen, was sie mit Kritik an der extremen Zweiklassengesellschaft kombiniert. Allerdings geht dabei der Tadel an Vermarktung von Morden letztlich in schnell geschnittenen Actioneinlagen unter. Co-Autor Gary Ross setzte sie effektvoll in Szene, weshalb sich die Frage stellt, warum er die folgenden Teile nicht mehr inszenierte.
Für Aufsehen sorgte die Frage, ob man die gegenseitige Tötung Jugendlicher als Teenager-Unterhaltung verkaufen dürfe. Damals wurde die Gewaltspirale in einem Film für ein junges Publikum um einiges angezogen. Weitere Jugend-Dystopien auf den Spuren von Suzanne Collins drehten sie allerdings noch um einiges weiter an. In der "Endgame“-Romantrilogie von "Ich bin Nummer Vier“-Co-Autor James Frey, zwischenzeitig ebenso für eine Adaption angedacht, metzeln sich junge Kämpfer samt unzähliger Zivilisten vor dem drohenden Weltuntergang fleißig nieder. Suzanne Collins‘ Raffinesse zwischen Actionunterhaltung, Romanze und Satire fehlte vielen dieser Epigonen, was den dauerhaften Erfolg der Reihe ebenso im Kino unterstreicht. Letztlich baute die Reihe den Starruhm von Jennifer Lawrence als wehrhafte Kämpferin aus, die für den Kassenerfolg ebenfalls mit verantwortlich war.
Fazit: Der erste Teil der erfolgreichen Dystopie-Reihe glänzt mit überzeugenden Jungakteur*innen, auftrumpfenden Schauwerten und satirischen Momenten, die letztlich von virtuosen Kampfszenen und Gewalteinlagen verdrängt werden.
Gregor Ries
Besetzung & Crew von "Die Tribute von Panem: The Hunger Games"
Land: USAWeitere Titel: Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele; Die Tribute von Panem – The Hunger Games
Jahr: 2012
Genre: Fantasy
Originaltitel: The Hunger Games
Länge: 142 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 08.10.2026
Regie: Gary Ross
Darsteller: Willow Shields, Woody Harrelson, Josh Hutcherson, Donald Sutherland, Jennifer Lawrence
Kamera: Tom Stern
Verleih: Studiocanal
ZusatzinformationAlles anzeigen
Die Trilogie "Die Tribute von Panem" von Suzanne Collins zählt zu den größten Jugendbuchhits seit "Harry Potter" und Stephenie Meyers "Bis(s)…"-Romanen. Mit DIE TRIBUTE VON PANEM – [...mehr] TÖDLICHE SPIELE, nach dem preisgekrönten ersten Roman der Erfolgsreihe, inszeniert Regisseur Gary Ross (Pleasantville, Seabiscuit) ein mitreißendes Abenteuer, das auch Erwachsene unweigerlich in seinen Bann zieht. Der gefeierte Nachwuchsstar Jennifer Lawrence (Oscar®-Nominierung für Winter’s Bone) hat die Rolle der tapferen jungen Heldin Katniss übernommen, die sich einem Kampf auf Leben und Tod stellt, um ihre Schwester zu retten. An ihrer Seite sind die Newcomer Josh Hutcherson (The Kids Are All Right) als Tribut Peeta und Liam Hemsworth (Mit Dir an meiner Seite) als Katniss’ Jugendfreund Gale zu sehen. Für weitere Rollen konnten die charismatischen Hollywood-Veteranen Woody Harrelson (Natural Born Killers, No Country For Old Men) und Stanley Tucci (Der Teufel trägt Prada, In meinem Himmel) gewonnen werden. Für die Produktion, das wie die Buchvorlage als Trilogie angelegt ist, zeichnen sich Jon Kilik (Babel, Biutiful) und Nina Jacobsen (Gregs Tagebuch – Von Idioten umzingelt!) verantwortlich.Verknüpfungen zu "Die Tribute von Panem: The Hunger Games"Alle anzeigen

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