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Hangover 3 (2014)

The Hangover Part III

US-Thriller-Komödien(-Sequel):Auf dem Weg in ein privates Sanatorium, in dem sich Alan vom plötzlichen Tod seines Vaters erholen soll, geraten er und seine Freunde Phil, Stu und Doug in ein neues, halsbrecherisches Abenteuer. Ein zwielichtiger Gangsterboss, dem Mr. Chow vor einiger Zeit eine große Goldmenge gestohlen hat, zwingt das "Wolfsrudel", den kleinen Chinesen aufzuspüren....Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.7 / 5

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Während Phil (Bradley Cooper) und Stu (Ed Helmes) die aberwitzigen Ereignisse in Bangkok hinter sich gelassen haben und mittlerweile ein ruhiges Leben führen, weigert sich ihr Kumpel Alan (Zach Galifianakis) nach wie vor, erwachsen zu werden. Immer wieder beschwört er mit irrsinnigen Ideen Probleme herauf und weigert sich sogar, seine Medikamente zu nehmen. Nachdem er unbeabsichtigt eine Massenkarambolage auf einem Highway verursacht hat, stellt ihn sein Vater Sid (Jeffrey Tambor) zur Rede. Er verlangt von seinem Sohn, dass er endlich Verantwortung für sein Leben übernimmt. Alan sieht das jedoch ganz anders. Im Verlauf der hitzigen Diskussion erleidet Sid einen Herzinfarkt und stirbt. Besorgt um Alans Zustand, beschließen Phil, Stu und Doug (Justin Bartha), ihren Freund in eine psychiatrische Klinik zu bringen, in der er erst einmal zur Ruhe kommen kann. Auf dem Weg dorthin werden die vier Freunde allerdings von schwer bewaffneten Verbrechern überfallen. Der Gangsterboss Marshall (John Goodman), dem Mr. Chow (Ken Jeong) Gold im Wert von 21 Millionen Dollar gestohlen hat, lässt Phil, Stu und Alan keine Wahl. Sie sollen den kleinen Chinesen ausfindig machen, der erst vor kurzem aus einem thailändischen Gefängnis geflohen ist. Gelingt ihnen das nicht, wird Marshall seine Geisel Doug töten.

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The Hangover 3 - TeaserplakatThe Hangover 3The Hangover 3The Hangover 3The Hangover 3 - ZACH GALIFIANAKIS als AlanThe Hangover 3 - STEVE CARELL als Burt Wonderstone


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Liest man das Presseheft zu "Hangover 3", könnte fast der Eindruck entstehen, dass Regisseur und Drehbuchautor Todd Phillips von Anfang an eine Komödien-Trilogie vorschwebte. Tatsächlich wurde die Idee einer abgeschlossenen Reihe allerdings erst im Anschluss an "Hangover 2" geboren, der bis auf die räumliche Verlagerung des Geschehens ins exotische Bangkok die Zutaten und den Ablauf des erfolgreichen Vorgängers weitestgehend kopierte. Im dritten Teil wenden sich Phillips und sein Co-Autor Craig Mazin nun ganz bewusst von der Ursprungsprämisse ab. Das "Wolfsrudel" muss sich dieses Mal nicht mit den Folgen einer durchzechten Nacht herumschlagen, sondern wird durch einen actionhaltigen, gleichwohl humorvoll angereicherten Thriller-Plot geschickt, der die drei Jungs am Ende dorthin zurückführen wird, wo alles begann.

Auffallend ist zunächst, dass die neue Odyssee ganz besonders eine Figur ins Zentrum rückt. Alan, der in den vorangegangenen Filmen eher als durchgedrehter und vollkommen weltfremder Sidekick fungierte, darf in Teil 3 eine persönliche Entwicklung durchlaufen. Obwohl er nichts von seinem anarchischen Wesen einbüßt, ist Alan auch der emotionale Anker des Films. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang vor allem die Szene, in der er auf das Baby des ersten Teils trifft. Aus dem Kleinen ist mittlerweile ein Junge geworden, für den Alan plötzlich fast so etwas wie Vatergefühle entwickelt. Auch der Moment, in dem er sich in die von Melissa McCarthy gespielte Pfandleihbesitzerin Cassie verliebt, verliert trotz überdeutlich sexueller Anspielungen und mehrfacher Slapstick-Einlagen nichts von seinem emotionalen Charme.

Neben Zack Galifianakis darf sich erneut Ken Jeong als katastrophenanziehender und vollkommen wahnsinniger Mr. Chow austoben. Anders als in "Hangover" und "Hangover 2" wird der Chinese dieses Mal sogar fast zum vollwertigen Mitglied des "Wolfsrudels". Seiner Unberechenbarkeit und Verschlagenheit tut das jedoch keinen Abbruch. Wie in den früheren Abenteuern auch ist er um keine absurde Idee verlegen und stürzt die drei Freunde im Verlauf der Geschehnisse willentlich ins Chaos.

Dass "Hangover 3" im Hinblick auf Gagdichte und Originalität insgesamt deutlich hinter dem ersten Film zurückbleibt, ist vor allem der neuen erzählerischen Ausrichtung geschuldet. Die nicht immer von Logikschwächen freie Geschichte ist zwar Tempo- und Actionreich aufgezogen, erreicht aber nie den herrlich absurden Modus von Teil 1. Darüber hinaus bleibt der eigentlich sehr wandlungsfähige John Goodman als bedrohlicher Gangsterboss leider viel zu blass, um nachhaltige Akzente setzen zu können. Seiner Figur hätten Phillips und Mazin durchaus mehr Aufmerksamkeit schenken können.

Schon bei Marshalls anfänglichem Überfall auf das "Wolfsrudel" wirken die eingestreuten Rückbezüge auf den ersten Teil der Reihe arg bemüht. Hier und an anderen Stellen ist immer wieder zu spüren, dass die Macher einen Kreislauf beschreiben wollen, der bei "Hangover" seinen bisher ungeahnten Anfang nahm und nun zwangsläufig mit der Geschichte des dritten Teils enden muss. Die mehrmals hervorgehobene Schicksalhaftigkeit ist letztlich aber mehr behauptet als wirklich erkennbar.

Allen Zuschauern sei dringend empfohlen, auch während des Abspanns sitzen zu bleiben. Denn hier erlaubt sich der Film noch einmal einen äußerst gelungenen Scherz, der so manchen Fan der Trilogie mit einem herzhaften Lachen im Kinosessel zurücklassen wird.

Fazit: Spannend und amüsant ist an "Hangover 3" vor allem die Entwicklung Alans. Ansonsten pendelt sich der Film auf ordentlichem Komödienniveau ein, ohne je den originellen Charme des ersten Teils zu erreichen.




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Land: USA
Jahr: 2014
Genre: Thriller, Komödie
Länge: 101 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 30.05.2013
Regie: Todd Phillips
Darsteller: Bradley Cooper als Phil, Ed Helms als Stu, Zach Galifianakis als Alan
Verleih: Warner Bros.

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