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Kritik: Paddington (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Die Figur des kleinen Bären Paddington ist bereits fast 60 Jahre alt und erfreut sich vor allem in ihrem britischen Heimatland großer Beliebtheit. Der Autor Michael Bond entdeckte den Kuscheltier-Bären in London in einem Geschäft, das sich in der Nähe des Bahnhofs von Paddington befand. Daher wurde er auch zu seinem Namen inspiriert. Bond kaufte ihn und schenkte ihn seiner Frau. Im britischen Original sollte zunächst Hollywood-Star Colin Firth dem Bären seine Stimme leihen, jedoch entschieden sich die Macher kurz vor Produktionsbeginn doch noch gegen ihn, da sie seine Stimme als zu dunkel und männlich für einen kleinen Bären empfanden. So kam Ben Wishaw ("Das Parfüm") zu seinem Synchron-Einsatz. Regisseur und Schauspieler Paul King verlegt die etwas angestaubte Geschichte ins London der Gegenwart und macht aus "Paddington" einen sympathischen, großartig animierten Familienfilm mit Witz und Charme.

Bär Paddington erlebt hier seinen ersten Realfilm-Auftritt, nachdem er bereits Hauptdarsteller in einer Puppen- (1975 - 1984) und einige Jahre später in einer Zeichentrickserie (1997 - 2001) war. Viele Fans zeigten sich im Vorfeld der Produktion des neuen Films besorgt, dass der Bär - der animiert werden sollte - niemals glaubwürdig in eine reale Umgebung platziert werden könne. Jegliche Besorgnis ist jedoch völlig unbegründet: die Figur des Paddington ist perfekt und tadellos animiert und fügt sich einwandfrei in die reale Film-Umgebung und echten Kulissen ein. Darüber hinaus ist der Film mit einer genau richtigen Mischung aus Tragik und Komik garniert.

Während die ersten 15 Minuten vor allem für Kleinkinder aufgrund des verheerenden Erdbebens und der anschließenden Flucht nach England, weit weg von Tante und dem gewohnten Zuhause, durchaus harter Tobak sind, zeigt der Film ab der Ankunft Paddingtons ins London seine humorvolle und beschwingt-komödiantische Seite. Dies ist vor allem der Schusseligkeit des kleinen Bären geschuldet, der zwar höflich und mit Manieren ausgestattet ist, aber auch immer wieder in missliche Lagen gerät. Ein Höhepunkt ist der Versuch des Bären, sich im Badezimmer seiner neuen Familie zurechtzufinden. Wie Paddington das Badezimmer - natürlich versehentlich - Schritt für Schritt in seine Einzelteile zerlegt und am Ende das ganze Haus überschwemmt, ist großartiger Slapstick. Darüber hinaus ist Paddington eine kauzige, liebenswürdige Hauptfigur mit einem ausgeprägten Faible für Marmelade aus Bitterorangen, mit der sich vor allem Kinder gerne und leicht identifizieren werden.

Fazit: Charmant-liebenswürdige, für die ganze Familie geeignete Verfilmung des beliebten "Paddington"-Märchens.





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