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Das kleine Gespenst
Das kleine Gespenst
© Universum Film © Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Das kleine Gespenst (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Das kleine Gespenst" ist neben "Krabat" und "Der Räuber Hotzenplotz" das populärste Werk von Otfried Preußler. In über 30 Sprachen übersetzt, zählt die Geschichte von 1966 zu den bekanntesten deutschsprachigen Kinder- und Jugendbüchern überhaupt. Inszeniert wurde "Das kleine Gespenst" vom schweizerisch-deutschen Filmemacher Alain Gsponer mit einer Vielzahl an bekannten deutschen Darstellern. Den passenden Drehort fand das Team im malerischen Harz-Städtchen Quedlinburg. Das architektonische Erbe der Stadt steht seit 1994 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Preußler – der im Oktober seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte – wäre über die Verfilmung erfreut gewesen: "Das kleine Gespenst" erweist sich als kindgerechtes, unterhaltsames Filmvergnügen für die ganze Familie, das mit flotten Gags und fantasievollen Details punktet. Das lässt über die nur durchwachsenen digitalen Effekte hinwegsehen.

Der Film hält sich eng an die literarische Vorlage Preußlers und Regisseur Gsponer schafft es ohne viel Mühe mit Witz, Ironie und vielen hübschen Details, die Geschichte vom kleinen Gespenst für die große Leinwand zu adaptieren. Als Stadt Eulenberg fungiert im Film die deutsche Fachwerkstadt Quedlinburg mit all ihren engen Gässchen und dem niedlichen Stadtkern, während das ebenfalls im Harz liegende, majestätische Schloss Wernigerode als perfekte Kulisse für die verwunschene Burg Eulenstein dient. Der Film überrascht zudem mit vielen prominent besetzten Rollen, bestückt mit einigen der bekanntesten deutschen Akteure. Uwe Ochsenknecht als Eulenberger Bürgermeister und Herbert Knaup als Uhrmachermeister Zifferle stechen hier besonders hervor und liefern ordentliche Leistungen.

"Das kleine Gespenst" ist eine Realverfilmung, lediglich das titelgebende kleine Gespenst wurde nachträglich digitalisiert in den Film eingefügt. Positiv sticht heraus, dass der Film nicht CGI-überladen ist, die Anzahl der eingesetzten Effekte hält sich in Grenzen. Dennoch: Am Computer gaben sich die Macher zwar sichtlich Mühe, an die Brillanz von Pixar- oder Dreamworks-Animationen reichen die CGI-Momente hier dennoch nicht ran. Dies stellt eine der wenigen Schwächen eines ansonsten heiteren, mit viel Liebe zum Detail umgesetzten Films dar.

Fazit: Die Verfilmung von Preußlers Kinderbuch-Klassiker "Das kleine Gespenst" ist familiengerechtes, kurzweiliges Kino mit tollen Schauspielern, viel Witz und einer überzeugenden Ausstattung. Einzig die CGI-Effekte enttäuschen.




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