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Need for Speed (2014)

US-Action - Leinwandadaption der beliebten Videospiel-Reihe: Mechaniker Tobey Marshall wurde von seinem Kompagnon Dino Brewster verraten und landete unter falschen Vorwürfen im Gefängnis. Wieder auf freiem Fuß, beginnt sein Rachefeldzug. Doch Dino erfährt von Tobeys Plänen und setzt ein hohes Kopfgeld auf ihn aus. Eine schonungslose Jagd durch die USA nimmt ihren Lauf...Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
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Tobey (Aaron Paul) ist ein passionierter Auto-Mechaniker, der es liebt, an allem Fahrbarem herum zuschrauben. Dennoch hat er große Probleme, seine eigene kleine Werkstatt mit Aufträgen über Wasser zu halten. Um an schnelles Geld zu kommen, beschließt er, sich mit dem ehemaligen NASCAR-Fahrer Dino Brewster (Dominic Cooper) bei einem Auto-Deal zusammenzutun. Doch kurz nachdem er seine Werkstatt vor dem Ruin retten konnte, hängt ihm Dino eine Straftat an, für die Tobey keinerlei Schuld trägt. Tobey wird zu zwei Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Entlassung ist er nur noch auf Rache aus und beschließt, Dino im gefährlichsten Underground-Rennen der Welt zu besiegen: dem De Leon. Um zu dem Rennen am anderen Ende USA zu gelangen, muss Tobey gehörig aufs Gaspedal drücken, denn nicht nur die Polizei sondern auch einige Auftragskiller sind ihm dicht auf den Fersen

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Need for SpeedNeed for SpeedNeed for SpeedNeed for Speed - Tobeys Rachefeldzug führt ihn quer...USA.Need for Speed - Freund Benny (Scott Mescudi) steht...eite.Need for Speed - Tobey Marshall (Aaron Paul) liefert...USA.


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse2 / 5

"Need for Speed" beruht auf der gleichnamigen Videorennspiel-Reihe des Computerspiel-entwicklers Electronic Arts, die 1994 ihren Anfang nahm. Seitdem erscheint fast jährlich ein neuer Teil der Reihe, die sich bis heute fast 150 Millionen Mal verkauft hat. "Need for Speed" wurde von dem ehemaligen Stuntman Scott Waugh ("Act of Valor") inszeniert, dem für seine Kino-Adaption über 60 Millionen Dollar zur Verfügung standen. Und der Film bietet neben seinen optischen Schauwerten in Form der gelackten und funkelnden Boliden und aufgemotzten Rennautos vor allem das, was Fans der "Fast & Furios"-Reihe so schätzen: handgemachte Action und nervenaufreibende Verfolgungsjagden. Auf diesem Terrain vermag "Need for Speed" auch zu überzeugen, Story und Figurenentwicklung bleiben da aber fast schon zwangsläufig (im wahrsten Sinne des Wortes) auf der Strecke.

"Fast & Furios"-Fans sind ja bereits eine ganze Reihe an Filmen gewohnt, in denen die Story und Charaktere lediglich eine untergeordnete Rolle spielen und deutlich hinter den Action-Szenen und Stunts zurückstehen. Das ist bei "Need for Speed" nicht anders, Regisseur Waugh treibt seine schweißhaltige, öltriefende Bleifuß-Jagd einmal quer durch die USA mit geradezu wahnwitzigen Einlagen und überzogenen, irren Stunts noch auf die Spitze. Das hat nicht mehr viel mit Glaubwürdigkeit und Logik zu tun, wenn beispielsweise Tobey in seinem Auto minutenlang an einem nur spärlich befestigten, dünnen Seil hängt und von einem Helikopter durch die Lüfte transportiert wird. Hohen Unterhaltungswert haben Szenen wie diese aber allemal.

Auch machen sich die größtenteils handgemachtem Action-Szenen und halsbrecherischen Stunts hier sehr gut. Mehr noch als "Fast & Furios" verzichtet "Need for Speed" auf CGI-Effekte und Unterstützung aus dem Computer. Hier atmet "Need for Speed" 70er-Jahre-Roadmovie-Luft im Stile eines "Die Blechpiraten" (1974) oder "Fluchtpunkt San Francisco" (1971). Die gewählten Kameraperspektiven sorgen dafür, dass man sich als Zuschauer zudem oft mitten ins Geschehen hineinversetzt fühlt und den Rausch der Geschwindigkeit glaubwürdig nachempfinden kann. Waugh montierte seine Kameras auf, in und über den Autos, die in Hochgeschwindigkeit über die Straßen rauschen.

Nun aber genug des Lobes: "Need for Speed" ist auch ein Film mit hanebüchen-lächerlicher, an den Haaren herbeigezogener Story, die jedes erdenkbare Rennfilm-Klischee erfüllt. Der Film legt einen dermaßen großen Wert auf seine optischen Schauwerte und die Action, dass kaum Zeit und Raum für Plausibilität in der Geschichte oder Tiefe der Figuren bleibt. Die Charaktere bleiben trivial und schematisch, und das ausnahmslos, von der blassen Hauptfigur Tobey über die gelangweilt agierende Imogen Poots als Tobeys Sex-Gespielin Julia, bis hin zum alles andere als furchterregenden Bösewicht Dino. Am schwersten zu ertragen sind dann aber wohl tatsächlich die stereotypen, am Reißbrett entworfenen Sidekicks, die weder unterhaltsam noch notwendig erscheinen. Trauriger Tiefpunkt: Michael Keatons überzeichneter, schriller Autorenn-Guru, dessen öde und witzlose Sprüche an Überflüssigkeit kaum zu toppen sind.

Fazit: Viel PS, wenig Story - Lediglich die handgemachten, spektakulären Action-Szenen und die schweißtreibenden Verfolgungsjagden sind gelungen. Story und tiefgründige Figuren existieren in diesem klischeeüberfrachteten Film praktisch nicht.




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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2014
Genre: Action
FSK: 12
Kinostart: 20.03.2014
Regie: Scott Waugh
Darsteller: Aaron Paul als Tobey Marshall, Dominic Cooper als Dino Brewster, Imogen Poots als Julia Maddon
Verleih: Constantin Film

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Aaron Paul ist Tobey Marshall: Für den taffen Autowerkstattbesitzer und leidenschaftlichen Rennfahrer Tobey Marshall musste ein Typ der Kategorie "Steve McQueen des 21. Jahrhunderts her", so [...mehr] die Überzeugung des Regisseurs. Auf sein Geheiß hin wurde die Rolle schließlich mit ,Breaking Bad’-Darsteller Aaron Paul besetzt. Ursprünglich sollte der in die Rolle des Bösewichts und Marshalls Widersacher Dino Brewster schlüpfen. Aaron Paul selbst war gar nicht überrascht von diesem Gedanken: "Ich kann schon nachvollziehen, warum manche Leute nach ,Breaking Bad’ nicht automatisch an mich denken, wenn es um die Besetzung eines Helden geht", so Paul. Als ihm jedoch die Rolle des "guten", adrenalinsüchtigen Fahrertalents angeboten wurde, war sein ‚Ja‘ reine Formsache.

Dominic Cooper ist Dino Brewster: Wer wurde dann aber der Schurke hinter dem Steuer? Dino Brewster, ein ehemaliger NASCAR-Pilot ist der Erzrivale von Tobey, sowohl auf als auch neben der Strecke. Doch Brewster ist kein geradlinig mieser, schnurrbärtiger Prolet, der weder Manieren noch Grips hat: "Er ist eine aufgewühlte Seele, ein Mensch, der sich immer im Wettstreit mit anderen sieht und es an Talent als Rennfahrer fast mit Tobey aufnehmen könnte", so Dominic Cooper, der den Rennfahrer-Bösewicht der Moderne spielt.

Scott Mescudi ist Benny: Wie könnte man die Rolle eines Armee-Reservisten, Wochenendpiloten und witzigen Sprücheklopfers besser besetzen als mit einem, der auch privat Einiges in petto hat? Mit Scott Mescudi ist die Rolle von Benny treffend besetzt. Denn Mescudi alias Kid Cudi ist vielseitig interessiert und talentiert, textlich und musikalisch versiert und auch vor der Kamera ein guter Mann. Zur Besetzung meint Waugh: "Ich hatte das Glück, vor den Vorsprechterminen gar nicht zu wissen, wer er ist", gesteht Waugh. "Ich habe ihn besetzt, weil er Scott Mescudi ist, ein witziger Typ mit ganz viel Ausstrahlung."

Imogen Poots ist Julia Maddon: Dass auch Autos und Adrenalin längst nicht mehr als reine Männerdomäne angesehen werden können, davon zeugt die britische Angestellte eines führenden Autohändlers Julia Maddon, gespielt von Imogen Poots. Die Schwierigkeit im Hinblick auf die Besetzung dieser Rolle bestand darin, dass Julia einen Großteil des Films zusammen mit Tobey in einem Mustang sitzt, was eine stimmige Chemie zwischen den beiden voraussetzte. Aaron Paul lässt keinen Zweifel daran, dass genau das der Fall ist: "Sie ist absolut brillant und sagt die abgefahrensten Sachen, wobei sich Aberwitziges mit Aufschlussreichem abwechselt. Sollten Sie jemals die Gelegenheit haben, mit Imogen Poots in ein Auto zu springen, sollten Sie sie auf jeden Fall wahrnehmen."

Michael Keaton ist der Monarch: Bei der Besetzung von Monarch, dessen Stimme eine ungemein wichtige Rolle spielt, suchten die Filmemacher nach einem ganz spezifischen Schauspieler. Den ehemaligen Rennfahrer und Veranstalter der riskanten Untergrundrennen The De Leon fanden die Filmmacher letztlich in keinem Geringeren als Michael Keaton. "Wir wollten einen Schauspieler finden, der die Exzentrizität rüberbringt, die man mit Old-School-Rennfahrern wie Richard Petty, Dale Earnhardt Jr. und Cale Yarborough verbindet... ungemein charismatische Typen, die gleichzeitig aber auch ausgesprochen bizarr waren", berichtet Scott Waugh. "Zum Glück hatte Michael Keaton große Lust, bei unserem Film mitzumachen und brachte sich mit ungewöhnlichen Ideen in seine Rolle ein, die wir uns niemals hätten träumen lassen."

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