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Divergent - Die Bestimmung
Divergent - Die Bestimmung
© Concorde

Kritik: Divergent - Die Bestimmung (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Divergent" ist die Verfilmung des ersten Teils der Jugendbuch-Trilogie von Veronica Roth, in der es - ähnlich wie in der "Tribute von Panem"-Reihe - um den Überlebenskampf einer weiblichen Hauptdarstellerin in einer dystopischen Gesellschaft und bedrohlichen Zukunft geht. Roth war zum Zeitpunkt des Erscheinens des gleichnamigen ersten Teils der Reihe gerade einmal 22 Jahre alt und hatte gerade erst ihr Studium (Kreatives Schreiben) abgeschlossen. Die Regie dieser unterhaltenden Mixtur aus Science-Fiction, Action und Romanze übernahm Neil Burger ("Der Illusionist", "Ohne Limit"). Burger gelingt eine über weite Strecken gelungene, da extrem unterhaltsame Bestseller-Verfilmung mit unverbrauchten Jung-Darstellern und starken Computer-Effekten. Die größte Überraschung ist da schon, dass die Figur von Oscar-Preisträgerin Kate Winslet leider völlig blass und austauschbar bleibt.

Ähnlich wie die "Tribute"-Filme um Katniss Everdeen stellt auch "Divergent" eine mutige, entschlossene junge Frau in den erzählerischen Mittelpunkt, die ihre eigene Identität erkennen will, gegen die Gleichschaltung durch die Obrigkeit rebelliert und die Fesseln der vereinheitlichten Gesellschaft ablegen will. Dabei muss sich Hauptdarstellerin Shailene Woodley bei der Verkörperung der resoluten, sensiblen Tris Prior zu keinem Zeitpunkt vor Katniss-Darstellerin Jennifer Lawrence verstecken. Woodley kann als echte Entdeckung angesehen werden, die ihrer Hauptfigur Ausdruck und echtes Format verleiht. Auch Co-Star Theo James ("Underworld: Awakening") macht in seiner Rolle des Ausbilders und späteren Liebhabers von Tris seine Sache durchweg überzeugend.

Größte Überraschung: Schauspiel-Schwergewicht und Oscar-Preisträgerin Kate Winselt bleibt als Tris-Gegenspielerin Jeanine leider recht blass und lässt jeglichen Charme sowie die nötige Raffinesse und Arglist vermissen - kein Vergleich zu Donald Sutherlands großartig-fieser Darstellung des Präsidenten Snow in den "Tribute"-Filmen. Optisch kann es "Divergent" dagegen wieder durchaus mit seinem großen Vorbild aufnehmen. Glaubwürdig, aber dennoch architektonisch beeindruckend, kreiert Regisseur Burger seine dystopische CGI-Architektur und die düsteren Animations-Welten einer futuristischen, von Krieg und Terror zerstörten US-Metropole. Bestechend umgesetzte Animationen bestimmen auch die drogen-geschwängerten Traumsequenzen, die die Jugendlichen in den unterschiedlichen Tests und Trainingseinheiten durchlaufen.

Fazit: Optisch überzeugende, bedrohliche Zukunfts-Parabel einer gleichgeschalteten Gesellschaft. Hauptdarstellerin Shailene Woodley überzeugt mit einer ausdrucksstarken, charismatischen Darstellung, die Oscar-Preisträgerin Kate Winslet in der Rolle der Bösen aber leider vermissen lässt.




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