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Magic Mike XXL (2015)

Fortsetzung der Stripper-Action: Drei Jahre nach seinem Rückzug aus dem Strip-Geschäft, wagt Channing Tatum mit seinen Kameraden ein Comeback auf der Bühne.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Drei Jahre ist es her, dass Magic Mike (Channing Tatum) das Strippen aufgegeben und sich seinen Traum als selbstständiger Möbel-Designer erfüllt hat. Wären da nur nicht die ständigen finanziellen Probleme, mit denen er zu kämpfen hat. Und so bedarf es keiner allzu langen Überredungskunst, als seine ehemaligen Stripper-Kollegen ihn zu einem allerletzten Auftritt verleiten wollen. In Myrtle Beach in South Carolina soll der große Auftritt stattfinden. Und so dauert es nicht lange, bis sich Mike mit Tobias (Gabriel Iglesias), Richie (Joe Manganello), Ken (Matt Bomer), Tarzan (Kevin Nash) und Tito (Adam Rodriguez) auf den Weg dorthin macht. Die Fahrt entpuppt sich als wilder, ereignisreicher Road-Trip, in dessen Verlauf die Profi-Tänzer u.a. in Jacksonville und Savannah Halt machen. Dort treffen sie auf alte Bekannte und neue Freunde.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

2012 war es, als Regisseur Steven Soderbergh ("Out of Sight", "Traffic") mit dem Stripper-Drama "Magic Mike" einen der kommerziellen Überraschungserfolge des Jahres landete. Bei nur fünf Millionen Dollar Produktionskosten, spielte der Film fast 170 Millionen Dollar ein. Soderbergh verzichtete beim zweiten Teil aber auf die Regie, wirkte als Cutter und Kameramann dennoch wesentlich an der Entstehung des Films mit. Es war die Mischung aus blendend unterhaltenden, stark choreografierten Tanz- und Strip-Einlagen sowie dramatischen Tönen, die das Werk damals so erfolgreich machte. Hinzu kam die exquisite Starbesetzung, wobei vor allem Matthew McConaughey als Chef-Stripper im Gedächtnis blieb.

Von alledem bietet "Magic Mike XXL" mindestens dasselbe Maß wie das Original, nur verzichtet Regisseur Gregory Jacobs diesmal auf die nachdenklichen Drama-Elemente. "Magic Mike XXL" ist ein locker-leichter, mit äußerst attraktiven Menschen und gestählten Körpern ausstaffierter, sommerlicher Tanz- und Musikfilm. Er möchte den Zuschauer nicht überfordern, sondern ihn stattdessen ohne besondere Tiefe und Anspruch unterhalten. Auf dieser Ebene funktioniert der Film einwandfrei. Die erotischen, betörenden Strip-Moves und aufwendig dargebotenen Tanzszenen sind ein Fest fürs (weibliche) Auge und stehen jenen des ersten Teils in nichts nach. Hinzu kommen hier - öfter als im Erstling - immer wieder auch spontan und überraschend in Alltagsszenen eingebaute Strip-Einlagen, die für Überraschung und Abwechslung sorgen.

Dass "Magic Mike XXL" aber auch als halber Musikfilm durchgeht, macht die außerordentlich wichtige Stellung der musikalischen Untermalung sowie die zentrale Bedeutung einzelner Titel im Film deutlich. Der Soundtrack besteht u.a. aus noch längst nicht angestaubten Klassikern der jüngeren Black Music- und Boygroup-Geschichte, etwa von den Backstreet Boys, R. Kelly oder Ginuwine. Bekannte Künstler und Namen, deren melodische, druckvolle Songs perfekt zur hitzigen, ein wenig reißerischen Body-Attitüde des Films passen. Mit großen Namen wurden auch die Nebenrollen besetzt, von Andie MacDowell über Amber Heard bis hin zu Jada Pinkett Smith.

Wobei hier gesagt werden muss: ihre zumeist doch entbehrlichen Figuren sind nicht mehr als Stichwortgeber und kommen zu keiner Zeit an die interessante, vielschichtige Figur des Dallas (McConaughey) im ersten Teil heran. Auch wenn bei "Magic Mike XXL" wieder alles glitzert, glänzt und edel ausgestattet ist, so ist der Film doch auch nichts weiter als ein mitunter arg oberflächliches, alles andere als tiefschürfendes Werk ohne die so wichtige Sozialkritik des Soderbergh-Films. Aber solche Filme braucht man im Sommer mitunter.

Fazit: Oberflächlich-naiver und kritikloser, dafür glänzend unterhaltender Sommer-Gute-Laune-Film mit herausragenden Tanz-Einlagen, spektakulären Moves und gestählten Körpern.




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Land: USA
Jahr: 2015
Genre: Drama, Komödie, Musik
Länge: 115 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 23.07.2015
Regie: Gregory Jacobs
Darsteller: Channing Tatum als Magic Mike, Matt Bomer als Ken, Joe Manganiello als Big Dick Richie
Verleih: Warner Bros.

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