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Das grenzt an Liebe
Das grenzt an Liebe
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Kritik: Das grenzt an Liebe (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Die Geschichte vom alten Griesgram, der sein Herz erst noch entdecken muss, ist natürlich klassischer Stoff fürs Kino und auch der Regisseur Rob Reiner ("Harry und Sally", 1989) und sein Drehbuchautor Mark Andrus ("Besser geht's nicht", 1997) wissen wohl, dass sie bei ihrer neuesten Komödie nicht mit Originalität punkten können. Stattdessen setzen sie ganz auf bewährte und fast schon altmodische Tugenden sowie eine prominente Besetzung. So ist es nicht verwunderlich, dass vor allem die beiden Hauptdarsteller Michael Douglas und Diane Keaton zu den großen Pluspunkten dieser romantischen Komödie zählen: Douglas verkörpert mit spürbarer Lust den nur auf den ersten Blick ganz schön bösartigen Oren Little, während Keaton in ihrer Paraderolle als neurotische Singlefrau glänzt.

Ansonsten bietet "Das grenzt an Liebe" nicht mehr als solide Unterhaltung, die weder beim Soundtrack noch bei der Kameraarbeit oder der Story mit Innovationen oder Überraschungen aufwarten kann. Besonders zu Beginn, als Douglas sich noch bissige Schlagabtausche mit seinen Mitmenschen liefert und einen spannenden Kontrast zur allzu idyllischen und sentimentalen Hollywood-Fantasie rund um das Appartementhaus darstellt, weiß die romantische Komödie dennoch zu überzeugen. Doch mit voranschreitender Laufzeit und einer immer zahmer werdenden Hauptfigur verliert sich Reiners Film immer mehr in rührseligen Klischees. Völlig deplatziert in dieser banalen und oft weltfremden Story wirkt zudem die Hintergrundgeschichte um Sarahs heroinsüchtige Eltern, die hier auf zynisch anmutende Weise zu einem bloßen plot device verkommt.

Fazit: Rob Reiners "Das grenzt an Liebe" ist eine durchschnittliche Hollywoodkomödie, die vor allem mit den prominenten Hauptdarstellern punkten kann. Rührselige Klischees trüben das Vergnügen jedoch beträchtlich.





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