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Pacific Rim: Uprising - IMAX Poster
Pacific Rim: Uprising - IMAX Poster
© Universal Pictures International

Kritik: Pacific Rim: Uprising (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Star-Regisseur Guillermo del Toro gelang 2013 mit dem ersten Teil ein – im wahrsten Sinne – kommerziell ungemein erfolgreicher Monster-Hit. Bei der Fortsetzung wurde er auf dem Regie-Stuhl von Steven S. DeKnight ersetzt, der bisher ausschließlich fürs TV arbeitete. DeKnight inszenierte unter anderem einzelne Episoden solch erfolgreicher Serien wie "Daredevil", "Angel" oder auch "Smallville". DeKnight und sein Team drehten zu Beginn des Jahres 2017 unter anderem in China sowie in Australien (Brisbane, Sydney). Das Budget belief sich auf rund 150 Millionen US-Dollar.

"Pacific Rim: Uprising" wird all diejenigen zufrieden stellen, die Spaß an der bombastischen Materialschlacht und der bahnbrechenden visuellen Umsetzung des ersten Teils hatten. Genau das bekommen Fans auch hier geboten. Allerdings: In Del Toros Erstling spielten die (zwischen-) menschliche Komponente sowie das Verhältnis der Jaeger-Piloten untereinander noch eine wesentlich größere Rolle. Dieser Aspekt fällt bei "Uprising" leider nahezu vollständig weg. Einmal abgesehen von den anfänglichen Kabbeleien zwischen den beiden so unterschiedlichen Charakteren Pentecost und dem selbstverliebten Lambert, der zuvor beim Militär war. Letztlich vertragen sie sich zugunsten der Weltenrettung aber natürlich doch. Ein halbherziger und letztlich nicht ausreichender Versuch, menschliche Emotionen in den Film glaubwürdig einfließen zu lassen.

Gerade weil es sich bei "Pacific Rim" um ein Testosteron-geschwängertes, vor allem auf atemberaubende Special-Effects setzendes Franchise handelt, lautet das Credo für Regisseur DeKnight: Höher, schneller, weiter, brutaler. Und diesen gestiegenen Anteil an Gewalt und Aggressionen richten die Jaeger-Roboter irgendwann auch gegen sich selbst. In einer der spektakulärsten Action-Sequenzen des Films wenden zwei der meterhohen Stahlkolosse ihre Fähigkeiten und hochentwickelten (Kampf-) Techniken gegeneinander an – in einem rasant gefilmten, beeindruckenden Fight in atmosphärischer Eislandschaft.

Darüber hinaus bietet der Film im Vergleich zum Vorgänger allerdings nicht viel Neues. Story und Dramaturgie verlaufen in den altbekannten Bahnen. Bis auf die Tatsache, dass die (optisch immer mehr an Godzilla angelehnten) Alien-Monster einfach viel zu spät ins Feld geschickt werden, was dem Szenario eine unnötige, anstrengende Langatmigkeit verleiht – bis es dann endlich, endlich losgeht und auf der Leinwand beinahe im Sekundentakt wummert, wütet und dröhnt.

Fazit: Im Vergleich zum bahnbrechenden Vorgänger ein eher laues, überraschungsarmes Sequel, dem die nötige (zwischen-) menschliche Komponente fehlt und die emotionale Note abgeht. Die bombastischen Fights und überwältigenden Schauwerte hieven das bildgewaltige Effekte-Gewitter aber über den Durchschnitt.




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