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Asterix im Land der Götter (2014)

Astérix: Le domaine des dieux

Französisch-belgischer Animationsfilm: Asterix will Cäsar daran hindern, Gallien in das Römische Imperium einzugliedern.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

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Schon seit langer Zeit versucht der römische Imperator Cäsar, das Dorf Gallien mit all seinen Bewohnern von der Landkarte zu verbannen. Doch bis heute ist ihm kein wirksames Mittel im Kampf gegen die wehrhaften Gallier eingefallen. Das soll sich jetzt ändern: der gemeine Feldherr lässt eine große Luxus-Siedlung um das Dorf herum bauen, mit dem Ziel, die Gallier auf lange Sicht damit mürbe zu machen und das Dorf in das römische Reich einzugliedern. In der Siedlung sollen wohlhabende, gut betuchte Römer eine neue Heimat finden. Schon bald sorgt die Über-Präsenz der Feinde aus Rom im Dorf für schlechte Stimmung. Hat Cäsar sein Ziel erreicht? Er hat jedoch seine Rechnung ohne die beiden berühmtesten Dorfbewohner gemacht, Asterix und Obelix, die entschieden etwas gegen die Siedlung um ihr Dorf haben.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Die Asterix-Comics sind längst internationales Kultur-Gut. Bis heute sind 35 Bände erschienen, die in weit über hundert Sprachen veröffentlicht und knapp 330 Millionen mal verkauft wurden. Filmisch sind es vor allem die acht Zeichentrickfilme, die den Geist der Comics atmen, was man von mindestens der Hälfte der bisher vier Realfilme sicher nicht behaupten kann. Mit "Asterix im Land der Götter" kommt nun der erste vollanimierte Asterix-Film auf die Leinwand, der in Sachen Humor und Charme fast die Qualität der besten Zeichentrickfilme ("Asterix, der Gallier", "Asterix erobert Rom") erreicht. Dem Regie-Duo Alexandre Astier und Louis Clichy sei Dank, die den Klamauk und die langweiligen Plots der direkten Vorgängerfilme weitestgehend vergessen machen.

Optisch und auf visueller Ebene kann der erste animierte "Asterix"-Film voll punkten. Der Film überzeugt mit einer weichen, harmonischen Bildsprache und muss sich hinsichtlich seiner CGI-Umsetzung nicht hinter Dreamworks- oder Pixar-Werken verstecken: die römisch-gallischen Landstriche, Natur und Details erreichen ebenso eine hohe Plastizität und Geschmeidigkeit wie die Figuren. Einziger Wehmutstropfen: die 3D-Effekte sind überflüssig und vermitteln keinerlei Tiefenschärfe und lediglich einen schematischen Raumaindruck. Das ist ärgerlich und sorgt dafür, dass man den Film mit lästigen, klobigen Brille auf der Nase deutlich weniger genießen kann.

Fans der legendären Comics wird es freuen, dass Astier und Clichy mit Freude und Hochgenuss die beliebten Gag-Klassiker der Comics und Trickfilme präsentieren. Das Verprügeln der verhassten Römer ist daher ebenso an der Tagesordnung wie das fröhliche Wildschwein-Jagen und die epischen Kloppereien der Dorfbewohner untereinander. Hier atmet der Film den Geist der unerreichten 60er- und 70er-Jahre-Asterix-Phase. Auf die Action-Komponente, die sich vor allem in Form von Prügeleien und Verfolgungsjagden ausdrückt, legt Regisseur Astier also großen Wert und macht den müden Realfilm-Vorläufer vergessen. Wer dann noch die immer wieder auftretenden inhaltlichen Leerläufe verschmerzen kann, erlebt ein solides, spaßiges Asterix-Abenteuer.

Fazit: Dank des hohen Action-Anteils und der vielen Gag-Klassiker macht dieser Film deutlich mehr Spaß als die enttäuschenden Realfilm-Vorgänger.




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Land: Frankreich, USA
Jahr: 2014
Genre: Komödie, Animation
Länge: 85 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 26.02.2015
Regie: Louis Clichy, Alexandre Astier
Darsteller: Roger Carel als Astérix (Stimme), Lorànt Deutsch als Anglaigus (Stimme), Laurent Lafitte als Duplicatha (Stimme)
Verleih: Universum Film

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5 erstaunliche Fakten über Asterix und seine Freunde:

- Methusalix lässt grüßen! Ob der wundersame Zaubertrank wohl auch Faltencreme enthält? Seit sage und schreibe 55 Jahren [...mehr] begeistern Asterix und Obelix in aufregenden Abenteuern ihre unzähligen Fans. Der damals erschienene erste Comic "Asterix der Gallier" hatte dabei eine Startauflage von gerade einmal 6000 Stück. Die globale Auflage heute liegt bei 350 Millionen Exemplaren. Das Gesamtgewicht aller gedruckten "Asterix"-Comics beläuft sich dabei auf geschätzte 13.000 Tonnen Papier.

- Kochen mit Miraculix Ein vierblättriges Kleeblatt, ein paar Misteln und ein Schluck Steinöl - Ob Haarverlängerung, verfärbte Zungen oder als Gegengift – Miraculix hat immer den richtigen Trank parat. Diesen hätten bestimmt auch die Kinobesucher gerne einmal probiert, denn Asterix lockte mit seinen Filmen weltweit bereits an die 100 Millionen Besucher ins Kino.

- Schwein gehabt! Wildschweine sind die Grundlage eines jeden vollwertigen Mahles. Geht man nach Obelix, so gibt es auch nur eine akzeptable Zubereitungsart, nämlich das Grillen am Spieß. Doch andere Länder, andere Sitten. Asterix wurde bereits in über 110 Sprachen und Dialekte übersetzt und so genossen die Helden auf ihrem Trip nach Britannien lecker gekochtes Wildschwein in Pfefferminzsauce.

- Die spinnen, die Deutschen! Die erste deutsche Asterix-Übersetzung erschien 1965 im Kauka-Verlag und hatte kaum noch etwas mit dem Original zu tun. Die Franzosen hatten, im Rückblick leichtsinnig, die Rechte für eine freie Bearbeitung abgetreten. Daraufhin wurden Asterix und Obelix kurzerhand zu den Germanen Siggi und Babarras umgetauft.

- Beim Jupiter! Das kann selbst der große Cäsar nicht fassen. Schon unzählige Male fielen er und seine gallischen Rivalen dem Plagiat zum Opfer. Dabei entstanden Schöpfungen wie "Asterix und das Atomkraftwerk” oder "Asterix in Bombenstimmung”. Keine Frage, dass man im Vergleich die Originale umso mehr zu schätzen weiß!

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Asterix im Land der Götter
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