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Asterix im Land der Götter
Asterix im Land der Götter
© Universum Film

Kritik: Asterix im Land der Götter (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die Asterix-Comics sind längst internationales Kultur-Gut. Bis heute sind 35 Bände erschienen, die in weit über hundert Sprachen veröffentlicht und knapp 330 Millionen mal verkauft wurden. Filmisch sind es vor allem die acht Zeichentrickfilme, die den Geist der Comics atmen, was man von mindestens der Hälfte der bisher vier Realfilme sicher nicht behaupten kann. Mit "Asterix im Land der Götter" kommt nun der erste vollanimierte Asterix-Film auf die Leinwand, der in Sachen Humor und Charme fast die Qualität der besten Zeichentrickfilme ("Asterix, der Gallier", "Asterix erobert Rom") erreicht. Dem Regie-Duo Alexandre Astier und Louis Clichy sei Dank, die den Klamauk und die langweiligen Plots der direkten Vorgängerfilme weitestgehend vergessen machen.

Optisch und auf visueller Ebene kann der erste animierte "Asterix"-Film voll punkten. Der Film überzeugt mit einer weichen, harmonischen Bildsprache und muss sich hinsichtlich seiner CGI-Umsetzung nicht hinter Dreamworks- oder Pixar-Werken verstecken: die römisch-gallischen Landstriche, Natur und Details erreichen ebenso eine hohe Plastizität und Geschmeidigkeit wie die Figuren. Einziger Wehmutstropfen: die 3D-Effekte sind überflüssig und vermitteln keinerlei Tiefenschärfe und lediglich einen schematischen Raumaindruck. Das ist ärgerlich und sorgt dafür, dass man den Film mit lästigen, klobigen Brille auf der Nase deutlich weniger genießen kann.

Fans der legendären Comics wird es freuen, dass Astier und Clichy mit Freude und Hochgenuss die beliebten Gag-Klassiker der Comics und Trickfilme präsentieren. Das Verprügeln der verhassten Römer ist daher ebenso an der Tagesordnung wie das fröhliche Wildschwein-Jagen und die epischen Kloppereien der Dorfbewohner untereinander. Hier atmet der Film den Geist der unerreichten 60er- und 70er-Jahre-Asterix-Phase. Auf die Action-Komponente, die sich vor allem in Form von Prügeleien und Verfolgungsjagden ausdrückt, legt Regisseur Astier also großen Wert und macht den müden Realfilm-Vorläufer vergessen. Wer dann noch die immer wieder auftretenden inhaltlichen Leerläufe verschmerzen kann, erlebt ein solides, spaßiges Asterix-Abenteuer.

Fazit: Dank des hohen Action-Anteils und der vielen Gag-Klassiker macht dieser Film deutlich mehr Spaß als die enttäuschenden Realfilm-Vorgänger.





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