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Bibi und Tina - Der Film
Bibi und Tina - Der Film
© DCM GmbH

Kritik: Bibi und Tina - Der Film (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Seit 1991 existiert parallel zu "Bibi Blocksberg" die "Bibi und Tina"-Reihe, in der die Freundschaft von Bibi und ihrer besten Freundin im Mittelpunkt steht. Die Reihe richtet sich dabei an eine etwas ältere Zielgruppe als "Bibi Blocksberg", nämlich an Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren. Exakt für diese Altersschicht bereitete Multi-Talent, Schauspieler und Filmemacher Detlev Buck ("Knalhart", "Hände weg von Mississippi") nun den ersten "Bibi und Tina"-Kinofilm zielgruppengerecht auf. Sein farbenfrohes Werk ist eine unterhaltsame, kurzweilige Mischung aus Musical, Teenie-Abenteuer und Krimi mit gut aufgelegten, sympathischen Darstellern. Die Art und Interpretation der Musikstücke ist jedoch Geschmackssache.

Regisseur Detlev Buck verordnet der angestaubten Hörspiel-Reihe "Bibi und Tina" eine filmische Verjüngungskur. "Bibi und Tina" funktioniert dabei als altersgerechter Jugendfilm mit seinen inhaltlichen Schwerpunkten und Bezügen rund um die Themen erste Liebe, Jungs und Probleme mit den Eltern außerordentlich gut. Die beiden Hauptfiguren dienen daher als ideale Identifikationsfiguren, bei denen sich im Alltag alles um Gefühle, Hobbies und Spaß dreht. Regisseur Buck fand für seinen Film zwei charismatische, strahlende Hauptdarstellerinnen, die sorgenfrei und unbeschwert durch die erstrahlende Natur reiten. Ihnen gegenüber steht Super-Bösewicht Hans Kakmann (der Name ist Programm), wunderbar böse und schleimig verkörpert von "Polizeiruf 110"-Ermittler Charly Hübner.

Zwar wirken die vielen Reitszenen, vor allem wenn die zwei Hauptfiguren auf ihren Pferden Amadeus und Sabrina Richtung Sonnenuntergag reiten, hier und da ein wenig verklärt-romantisch und aufgesetzt gefühlvoll, aber schön anzusehen sind die farbenprächtigen Bilder allemal. Die entscheidende Änderung zu den beiden bereits bestehenden "Bibi"-Verfilmungen: die eingängigen Melodien und gesanglichen Darbietungen der Charaktere, die sich zumeist in locker-leichtem Pop-Gewand präsentieren und aus dem Film mindestens zur Hälfte ein Musical machen. Die Musik, die hier mal gut ins Ohr geht, mal mit auf Modern getrimmtem Dancefloor-Sound nervt, ist indes reine Geschmackssache. Geschrieben wurden die poppigen Songs übrigens von Peter Plate, ehemaliges Mitglied der deutschen Pop-Band Rosenstolz.

Fazit: Detlev Buck bringt frischen Wind auf den angestaubten Martinshof und erfreut mit einer knallbunten Wundertüte aus Teenie-Romanze, Krimi und Pop-Musical - auch wenn die Musik und die eigenwilligen Song-Darbietungen gemischte Gefühle hervorrufen.




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