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Das Versprechen eines Lebens
Das Versprechen eines Lebens
© Universal Pictures International Germany

Kritik: Das Versprechen eines Lebens (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Filme von Schauspielern, die sich als Regisseur versuchen, haben nicht unbedingt den besten Ruf, doch Russel Crowe ist mit seinem Spielfilmdebüt nun immerhin ein ganz ordentliches Drama gelungen. Die Leistung des Australiers, der mit "Das Versprechen eines Lebens" ein Drehbuch von Andrew Knight und Andrew Anastasios inszeniert, ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, welch komplexen Stoff sich Crowe hier gleich für sein erstes Werk vorgenommen hat.

Die Handlung erstreckt sich nämlich über Jahre und Ländergrenzen hinweg, erzählt von politischen und persönlichen Katastrophen, bietet intime Momenten ebenso wie historische Schlachten und verlangt einem Regisseur somit einiges ab. Crowe, der auch in der Hauptrolle zu sehen ist, gelingt dabei ein meist packender Historienfilm, der vor allem mit seinem emotionalen Kern, der Suche nach dem verlorenen Sohn, punkten kann. Fernab von hohlem Pathos und allzu großen Gesten besticht "Das Versprechen eines Lebens" bei der Inszenierung dieser Suche mit einer guten Besetzung, einer starken Kameraarbeit sowie einer glaubwürdigen pazifistischen Haltung.

Dennoch ist Crowes Regiedebüt kein Meisterwerk, allzu überladen wirkt da einiges und der Regisseur selbst so manches Mal ein wenig überfordert. Schwach ist außerdem die romantische Nebenhandlung, die die von Männern geprägte Haupterzählung ziemlich lustlos und unmotiviert um ein paar heterosexuelle Liebesszenen ergänzt und die Annäherung zwischen den Türken und Australiern recht platt in ein erotisches Techtelmechtel übersetzt.

Fazit: Mit seinem Regiedebüt ist Russel Crowe ein erstaunlich unpathetischer und meist packender Historienfilm gelungen. Dennoch hat das Drama einige Schwächen, vor allem die Nebenhandlungen wirken zugleich überladen und flach.





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