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Ted 2
Ted 2
© Universal Pictures International Germany

Kritik: Ted 2 (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Ted" war einer der erfolgreichsten Filme des Kinojahres 2012, auch hierzulande erfreute die frech-vulgäre Komödie um den sprechenden Bären fast dreieinhalb Millionen Kinobesucher. Logisch, dass eine Fortsetzung da nicht lange auf sich warten lässt. Bei Teil zwei führte wieder "Family Guy"-Schöpfer Seth MacFarlane Regie, der dem Bären wie schon im Erstling auch wieder die Stimme leiht. Als weibliche Hauptdarstellerin fungiert diesmal nicht mehr Mila Kunis sondern Amanda Seyfried, die MacFarlane auch schon in seiner Western-Komödie "A million ways to die in the west" besetzte. Für einen kleinen Gastauftritt konnte der Filmemacher zudem den Iren Liam Neeson gewinnen.

Was den Reiz von "Ted" vor drei Jahren ausmachte, waren die dutzenden popkulturellen Bezüge und Referenzen sowie der zwar stets unterhalb der Gürtellinie platzierte, ungemein obszöne aber immer auch blendend unterhaltende Humor des Films. Von diesem enthält auch "Ted 2" wieder reichlich, wobei der vulgäre Witz diesmal doch tatsächlich das ein oder andere Mal übers Ziel hinausschießt. Aber klar: da man den ordinären Humor des Bären mittlerweile sehr gut kennt, müssen die Scherze noch lauter, derber und brachialer sein, um noch zu schocken oder zumindest um für Lacher zu sorgen. Freunde des gepflegten, hintersinnigen Humors und des guten Geschmacks, sollten daher erneut einen großen Bogen um den Film machen.

Wenn John versehentlich in den "Ergüssen" dutzender Samenspender baden geht, Ted davon sofort ein Video dreht und es umgehend bei Facebook postet, oder wenn der Plüschbär seine gnadenlos schiefen Sangeskünste vor einem US-Gericht präsentiert, dann ist nicht nur herrlich geschmacklos und derb - sondern auch wieder wahnsinnig unterhaltsam. Vorausgesetzt man hat ein Faible für den schamlos-schlüpfrigen Humor des Bären und auch von Regisseur MacFarlane. Manche Scherze werden zwar regelrecht gewaltsam mit der Brechstange serviert aber die Fans des ersten Teils werden sich daran nicht stören. Auch ist die Story um die Anerkennung des "Menschseins" eines Bären natürlich derart sinnentleert und logikfrei, dass man gar nicht erst über Dinge wie Plausibilität oder Wahrheitsgehalt nachdenken sollte. Denn das wäre fatal. So richtig gelingt es MacFarlane zudem erneut nicht, die durchaus nicht uncharmante Grundprämisse zu einer (zumindest einigermaßen plausiblen) Handlung auszubauen.

Fazit: Gewagte, wüste Brachial-Komödie voll derbem Humor und obszöner Gags unterhalb der Gürtellinie - nur für Freunde des ersten Teils.




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