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'71 (2014)

Britischer (Anti-)Kriegsfilm- einer der überraschenden Höhepunkte auf der diesjährigen 64. Berlinale: Im Belfast des Jahres 1971 geraten zwei unerfahrene britische Rekruten hinter feindliche Linien und laufen um ihr Leben...Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4.0 / 5

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1971. Junge und unerfahrene britische Rekruten werden nach Belfast gesandt. Die Stadt ist ein einziger Hexenkessel, die Lage nach offizieller Einschätzung "unübersichtlich". Die IRA kämpft gegen die Briten, irische Protestanten gegen irische Katholiken und innerhalb der IRA kämpfen die alten Befehlshaber gegen junge Wilde um die Macht. Einige IRA-Angehörige kollaborieren heimlich mit den Briten. Jeder verfolgt seine eigenen Interessen und kämpft für den eigenen Machtzuwachs. In dieser brenzligen Lage veranstalten die britischen Soldaten eine Straßendurchsuchung, bei der zwei junge Rekruten hinter die feindliche Linien geraten. Einer wird gleich von jungen IRA-Leuten erschossen. Der zweite rennt in dem Gewirr aus Gassen und Hinterhöfen um sein Leben. Hier kann er niemanden vertrauen und jedes Zusammentreffen mit einem Fremden könnte das letzte sein...

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'71

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

Der Nordirlandkonflikt wurde bereits so oft in den Medien behandelt, dass man nicht unbedingt damit rechnet, dass ein neuer Film dem Thema noch wesentliche neue Facetten abringen könnte. Doch '71 gelingt genau dies. Der Film ist wie ein Brennglas und macht die Komplexität des Konflikts anhand eines kleinen, aber sehr klar beobachteten Ausschnitts erfahrbar. Der Film wirkt zudem sehr realistisch. Dies liegt zum einen an den durchgehend überzeugenden Darstellern und zum anderen an der fast dokumentarischen Bildästhetik.

Wahre Höhepunkte der Inszenierung sind die Szenen, welche Gefahren- und Fluchtsituationen zeigen. Sie machen die Angst und die Panik der Protagonisten fast körperlich spürbar. Die blitzartig umherschwenkende Kamera spiegelt die eingeschränkte Erfassung der Umgebung unter einem extremen Adrenalinstoß. Ein dunkler, pumpender Beat macht das Herzrasen bei der Flucht durch das Straßenlabyrinth spürbar. Diese Mittel führen zu einer stärkeren Identifikation des Zuschauers mit den Protagonisten, als die meisten technischen Spielereien in 3D. Die vermittelte Botschaft ist düster: Hier hat jeder schmutzige Hände und am Ende gibt es nur Verlierer.

Fazit: Kriegsfilm, der mit geringen Mitteln Großes erreicht und durch seine Inszenierung die Angst und Panik der Protagonisten fast körperlich spürbar macht.




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Besetzung & Crew von "'71"

Land: Großbritannien
Weitere Titel: 71; '71 - Hinter feindlichen Linien
Jahr: 2014
Genre: Action, Drama
Länge: 100 Minuten
FSK: 16
Regie: Yann Demange
Darsteller: Jack O'Connell, Sean Harris, Paul Anderson, Sam Reid, Sam Hazeldine
Kamera: Tat Radcliffe
Verleih: Ascot

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