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Monsieur Claude und seine Töchter (2014)

Qu'est-ce qu'on a fait au Bon Dieu?

Französische Komödie von Philippe de Chauveron mit Christian Clavier und Chantal Lauby.
Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 5 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Der Originaltitel des Films lautet "Qu'est-ce qu'on a fait au Bon Dieu?" – frei übersetzt ‚Was haben wir Gott nur getan?" – und genau diese Frage stellen sich Monsieur Claude (Christian Clavier) und seine Frau Marie (Chantal Lauby) angesichts der Männervorlieben ihrer Töchter: Eine (Frédérique Bel) heiratet einen Muslim (Medi Sadoun), die zweite (Julia Piaton) einen Juden (Ary Abttian) und die dritte (Émilie Caen) einen Chinesen (Frédéric Chau) – und dabei wollten Claude und Marie doch einfach nur gute katholische Ehemänner für ihre Mädchen. Nun aber wird jedes Familienfest zu einem mittelschweren Desaster, in dem verschiedene kulturelle Vorstellungen und Gebräuche aufeinander prallen...

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"Monsieur Claude und seine Töchter" greift auf das bewährte Muster des Verstoßes gegen politische Korrektheit und den Zusammenstoß verschiedener Kulturen zurück, daher sind in diesem Film statt nuancierter Charaktere vor allem Stereotype zu finden – der Chinese ist immer freundlich, der Araber aufbrausend, der Jude will Geschäfte machen – und diese werden nur selten durchbrochen. Auch die titelgebenden Töchter spielen kaum eine Rolle, sie bzw. ihre Männerwahl sind lediglich der Anlass für die Turbulenzen.

Indem ein Muster aber vervierfacht wird, wird der Film nicht auch viermal lustiger, vielmehr stellt sich schon bald eine Ermüdung ein – zumal die Handlung in vorhersehbaren Bahnen verläuft. Darüber hinaus ist fraglich, wie viele Vorurteile noch lustig sind – und ob mit einem Lachen die Probleme tatsächlich besser werden. Zumal dieser Film dem Thema nichts Neues hinzuzufügen hat: der muslimische Schwiegersohn Rachid ist Anwalt, seine Klienten sind Jugendliche aus einem banlieue, die sich natürlich alle dumm und respektlos verhalten, der jüdische David scheitert mit einer Geschäftsidee nach der anderen, der Chinese Chao ist immer freundlich, Claude hält verzweifelter an seinen konservativen Überzeugungen fest, je mehr er sich bedroht fühlt, und Maries Annäherung an die ivorische Kultur findet im Rahmen eines Zumba-Kurses statt. Daher enthält "Monsieur Claude und seine Töchter" eine Reihe bereits bekannter Gags, teilweise leicht variiert – vom desinteressierten katholischen Priester, der während der Beichte auf seinem iPad lieber shoppt bis hin zum wenig schmucken Traumschwiegersohn der Eltern.

Aber immerhin legt Regisseur Philippe de Chauveron von Anfang an ein hohes Tempo vor, bei dem sich Gag an Gag reiht, und hält es bis zum Schluss auch durch. Dazu tragen insbesondere die Übertreibungen bei – so tischt Marie an Weihnachten drei Puten auf, um die Tradition eines jeden Schwiegersohns zu respektieren, oder überschlagen sich die Schwiegersöhne im Singen der französischen Nationalhymne. Außerdem hat Philippe de Chauveron mit Christian Clavier eine gute Besetzung für den Gaullisten Charles gefunden, der mit Pascal Nzonzi ein herrliches Schwiegervater-Team bildet. Mit ihnen prallen die Vorurteile von Weißen und Schwarzen grundlegend aufeinander. Dass kommt den Reaktionen der Zuschauer zufolge an – nur nicht bei jedem.

Fazit: "Monsieur Claude und seine Tochter" ist eine französische Komödie nach bewährten Culture-Clash-Muster, die ihrem Thema nichts Neues hinzuzufügen hat.




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Land: Frankreich
Jahr: 2014
Genre: Komödie
Länge: 97 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 24.07.2014
Regie: Philippe de Chauveron
Darsteller: Christian Clavier als Claude Verneuil, Chantal Lauby als Marie Verneuil, Ary Abittan als David Benichou
Verleih: Neue Visionen

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Der Film wurde im Rahmen der Preisverleihung des 25. Internationalen Filmfestivals Emden-Norderney mit dem Hauptpreis des Festivals, dem Bernhard-Wicki-Preis, ausgezeichnet. Der Bernhard-Wicki-Preis [...mehr] wird vom Publikum vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert.

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