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Der Kaufhaus Cop 2
Der Kaufhaus Cop 2
© Sony Pictures

Kritik: Der Kaufhaus Cop 2 (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

In "Der Kaufhaus Cop" aus dem Jahr 2009 wurde dem beliebten Komödiendarsteller Kevin James eine slapstickreiche Hauptrolle auf den Leib geschrieben. Paul Blart war zu dick und mit seiner tückischen Neigung zur Unterzuckerung auch zu unzuverlässig für seinen Traumberuf des Polizisten. So drehte er schließlich als Wachmann auf einem Segway im Einkaufszentrum seine Runden. Doch auch dort kam der Tag, an dem er der Welt zeigen konnte, welch ein tollkühner Actionheld in ihm steckte. Sechs Jahre später erhält Paul nun eine weitere Gelegenheit, sich auf diesem Gebiet zu beweisen und das Image aller vermeintlich sträflich unterschätzten Wachdienstleute auf Hochglanz zu polieren.

Kevin James ist auch diesmal Co-Autor des Drehbuchs, aber auf dem Regiestuhl hat Andy Fickman seinen Kollegen Steve Carr abgelöst. Während der erste Film noch über einen originellen Slapstick-Charme verfügte, wirkt der Aufguss im Sequel schon weniger lustig. Physische Comedy wird erneut großgeschrieben, und Paul darf sich, mit zahlreichen Gadgets von der Sicherheitsmesse bewaffnet, im Nobelhotel richtig austoben. Gedreht wurde am Originalschauplatz in einem Luxusresort in Las Vegas. Aber die Fettnäpfchen, in die Paul auf der Suche nach der optimalen Pose tritt, sind oft schrecklich plump und zur puren Karikatur überhöht. Hinzu kommt, dass Kevin James die emotionale Glaubwürdigkeit seiner Figur nicht ausreichend herausarbeiten kann und stattdessen hektisch herumkaspert. Auch der Charakter der ebenfalls fülligen Tochter Maya wird nicht optimal entwickelt, denn sie muss allzu sehr den leidgeprüften, aber souverän-toleranten Comedy-Sidekick mimen, dessen Lustigkeit sich vor allem im Schneiden indignierter Grimassen erschöpft.

Enttäuschend ist außerdem die Figur des Bösewichts Sofel (Neal McDonough), der viel zu dusselig agiert, um ernst genommen werden zu können. Die Hotel-Geschäftsführerin Divina (Daniella Alonso) hingegen beschert der Geschichte eine gelungene Nebenhandlung, in der Witz und Romantik eine wirklich originelle Kombination eingehen. Kevin James selbst macht im Hawaiihemd und den kurzen Hosen natürlich wieder eine gute Comedyfigur und verblüfft erneut mit agiler Körperbeherrschung. Diese kommt vor allem im actionreichen Finale gut zur Geltung, allerdings sind die Momente, in denen das komödiantische Timing wirklich funktioniert, insgesamt allzu dünn gesät.

Fazit: In der Fortsetzung der Slapstick-Komödie von 2009 spielt Kevin James erneut den übergewichtigen, tollpatschigen Wachmann, der bei einem actionreichen Einsatz seine Heldennatur beweist. Doch der Aufguss wirkt plump, zündende neue Ideen sind selten und die emotionale Glaubwürdigkeit der Figuren kommt zu kurz.




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