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Täterätää - Die Kirche bleibt im Dorf 2 (2014)

Fortsetzung der schwäbischen Komödie über die verfeindeten Bewohner von Ober- und Unterrieslingen, die sich eine Kirche teilen müssen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

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Um ihre Kirche zu retten, haben die Bewohner von Ober- und Unterrieslingen schon einmal für kurze Zeit ihre traditionelle Feindschaft vergessen. Jetzt müssen sie wieder zusammenrücken, denn das alte Gotteshaus ist völlig marode und kracht mitten in der Messe zusammen. Pfarrer Schäuble (Ulrich Gebauer) droht mit Selbstmord, denn er hat das von der Gemeinde angesparte Geld für einen Neubau versoffen. Der Pfarrer wird bei den Häberles im Gasthof einquartiert, damit man ihn besser im Auge behalten kann. Dabei sind Maria (Natalia Wörner), ihre Schwester Christine (Karoline Eichhorn) und Vater Gottfried (Christian Pätzold) sowieso schon gestresst: Die jüngste Häberle-Schwester Klara (Julia Nachtmann) ist hochschwanger und mit einem Kind am Arm aus Unterrieslingen heimgekehrt. Sie wollte nicht mehr mit ihrem Mann Peter Rossbauer (Hans Löw) auf dem Hof seiner Mutter Elisabeth (Franziska Küpferle) leben, die Haare auf den Zähnen hat.

Christine hat eine Idee, wie das Geld für eine neue Kirche aufgetrieben werden könnte. In Hamburg wird in vier Wochen ein Wettbewerb der Musikkapellen veranstaltet und dem Sieger winkt ein hohes Preisgeld. Jetzt müssten sich nur noch die Unterrieslinger Rockband und die Oberrieslinger Blaskapelle zusammentun und gemeinsam proben. Aber schon geht der Streit wieder los: Wer darf dirigieren, und wer ist die beste Sängerin?

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Auf die schwäbische Dialekt-Komödie "Die Kirche bleibt im Dorf" aus dem Jahr 2012 folgt nach einer gleichnamigen, im Regionalfernsehen ausgestrahlten TV-Serie nun auch eine Kino-Fortsetzung. Regisseurin und Drehbuchautorin Ulrike Grote lässt dafür die Hitzköpfe aus Ober- und Unterrieslingen erneut aufeinanderprallen. Die beiden verfeindeten Dörfer sollen diesmal gemeinsam Musik machen und zum Wettbewerb nach Hamburg fahren – wo die Leute so völlig unverständlich reden. Schon wieder geht es um die Kirche: Pfarrer Schäuble steht ohne Gotteshaus da und verlangt, dass man ihm eine neue Wirkungsstätte gibt, sonst wird er womöglich noch versetzt. Wer an dem mundartlichen Dialogwitz des ersten Films Gefallen fand, wird sich über das Wiedersehen mit den wortstarken, markanten Charakteren freuen.

Im Gasthof der Häberles geht es drunter und drüber: Die buddhistische Tante Ruth (Sabine Hahn) will von Maria ständig mit Getränken versorgt werden, Christine sehnt sich nach der großen weiten Welt, Klara hat Liebeskummer und der Pfarrer muss im Zimmer eingesperrt werden, damit er sich nichts antut. Wenn diese so starken und dabei verschiedenen Charaktere Schwäbisch schwätzen, nimmt die Komödie wie von selbst Fahrt auf. Schräger Eigensinn und eine sehr direkte Sprache sind die wesentlichen Eigenschaften, die ihre Protagonisten mitbringen. Die treffende Ausdrucksweise in der Mundart wirkt erneut sehr lustig, allerdings fällt auch auf, dass sich manche Figuren dabei recht trashig geben. Flüche und derbe Sprüche sind sogar dem Pfarrer nicht fremd und Elisabeth Rossbauer spielt die bissige Kontrahentin von Gottfried Häberle so kompromisslos, dass es fast schon schmerzt.

Um die Kirche zu retten, müssen die Schwaben diesmal in die weite Welt hinaus: In Hamburg entdecken sie, dass ihr Quartier im Rotlichtviertel liegt und über eine entsprechende Ausstattung verfügt. Der Abend wird lang – an der Bar, im Hafen, auf den Zimmern. Trotz interessanter Verwicklungen zieht sich dieser Handlungsteil allzu sehr dahin, bevor es dann wieder recht zügig ins Finale geht. Weil weder die Schwaben, noch der hanseatische Hotelrezeptionist Hochdeutsch sprechen, wie es im Duden steht, gibt es auch einen lustigen Culture-Clash der Dialekte. Obwohl die schrullige Komödie einige Längen hat und den besagten Hang zu verbalen Grobheiten, überzeugt das Ensemble prägnanter Figuren im Großen und Ganzen auch dieses Mal.

Fazit: Die Fortsetzung der schwäbischen Heimatkomödie "Die Kirche bleibt im Dorf" unterhält mit deftigem Dialogwitz und markanten Charakteren, aber ihr uriger Charme wirkt aufgrund einiger Längen und Übertreibungen auch durchwachsen.




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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2014
Genre: Komödie
Länge: 95 Minuten
Kinostart: 25.06.2015
Regie: Ulrike Grote
Darsteller: Natalia Wörner, Karoline Eichhorn, Julia Nachtmann
Verleih: Camino

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Die Kirche bleibt im Dorf war 2012 in aller Munde und mit über 500 000 Zuschauern ein schwäbischer Bloggbaschter allererster Güte. Nun folgt endlich der zweite Teil des sehnlichst erwarteten [...mehr] Kinospaßes, der von allem mehr bietet: Mehr Komik, mehr Musik und mehr Dialekt.

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