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Kubo and the Two Strings
Kubo and the Two Strings
© Focus Features

Kritik: Kubo - Der tapfere Samurai (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Neben den großen Animationsschmieden von Disney, 20th Century Fox und Dreamworks zu bestehen, ist wahrlich keine leichte Aufgabe. Das Trickfilmstudio Leika kann sich nun immerhin schon seit mehr als einem Jahrzehnt auf dem Markt behaupten und hat sich mit seinen bisherigen Filmen einen einzigartigen Ruf erarbeitet: Egal ob "Coraline" (2009), "ParaNorman" (2012) oder "Die Boxtrolls" (2014), die Werke aus dem Laika-Studio betören durch aufwendige Stop-Motion-Animationen sowie liebevolle Handarbeit.

Auch mit "Kubo – Der tapfere Samurai" bleibt sich das Studio treu und betritt doch neue Pfade. Neben der bewährten Tricktechnik verlässt sich der Abenteuerfilm erneut auf eine für einen Kinderfilm erstaunlich düstere Stimmung sowie eine recht komplexe Handlung und tritt damit erfolgreich in die Stapfen von Henry Selicks melancholischem Gruselmärchen "Coraline". "Kubo" ist dabei aber vielmehr als bloß der weitere Aufguss eines Erfolgsrezepts, sondern findet stilsicher seinen eigenen Weg.

Regiedebütant Travis Knight, der zuvor schon als Animator für Laika gearbeitet hat, erweckt in detailverliebten Bildern das alte Japan zum Leben und verleiht der Geschichte eine mitreißende Energie. Die klassische Coming-of-Age-Story um den jungen Titelhelden wird dabei nachdenklich und mit eher leisem Humor erzählt – und bietet damit eine willkommene Abwechslung zu den knallbunten und mitunter sehr albernen Trickfilmen der Konkurrenz, wie etwa den "Trolls" aus dem Hause Dreamworks.

Der vierte Spielfilm von Laika ist damit sicherlich einer der bisherigen Höhepunkte der Animationsschmiede und verbindet alle Stärken des Studios zu einer faszinierenden Mischung. Technische Perfektion, ein stimmiger Plot sowie die großartige Atmosphäre machen "Kubo – Der tapfere Samurai" zu einem rundum gelungenen Kinoabenteuer, das sein junges Publikum ernst nimmt und weit mehr im Sinn hat, als lediglich den nächsten Gag zu zünden.

Fazit: "Kubo – Der tapfere Samurai" verbindet alle Stärken der bisherigen Werke des Animationsstudios Laika zu einem faszinierenden Stop-Motion-Abenteuer. Eine stimmige Coming-of-Age-Story, die melancholische Atmosphäre sowie tolle Tricktechnik vereinen sich unter der Regie von Debütant Travis Knight zu einem erstaunlich komplexen Kinderfilm, dessen Energie mitreißt.




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