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Die Jones - Spione von nebenan
Die Jones - Spione von nebenan
© 20th Century Fox

Die Jones - Spione von nebenan (2016)

Keeping Up with the Joneses

Ein gelangweiltes Vorstadt-Ehepaar erlebt dank der neuen Nachbarn ein außergewöhnliches, alles andere als langweiliges (Spionage-)Abenteuer.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Jeff (Zach Galifianakis) und Karen Gaffney (Isla Fisher) führen ein glückliches, aber auch ein wenig eintöniges Leben in einer US-Vorstadt. Schon lange sind sie verheiratet, und die Routine ist beständiger Teil ihres unaufgeregten Zusammenlebens. Das ändert sich, als sie mit Tim (Jon Hamm) und Natalie Jones (Gal Gadot) zwei neue Nachbarn bekommen. Ein Paar, das alles andere als durchschnittlich erscheint: Die Zwei sind nicht nur unverschämt charismatisch und sexy, sondern auch noch extrem erfolgreich – bei allem, was sie tun. Kann so viel Perfektion real sein? Das fragen sich Jeff und Karen und beginnen, Nachforschungen anzustellen. Bald stellt sich heraus, dass die neuen Nachbarn mitnichten gängige, harmlose 08/15-Vorstadtbewohner sind. Tim und Natalie sind in Wahrheit Spione für die Regierung. Es dauert nicht lange, und Jeff und Karen finden sich mitten in einem heiklen Spionagefall wider.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse2 / 5

Regisseur Greg Mottola hat in seiner Karriere als Filmschaffender bereits einige Werke inszeniert, die sich nicht als die ganz großen Kassenhits erwiesen, von der Kritik aber viel Lob erfuhren. So zum Beispiel die Tragikomödie "Adventureland" (2009) mit Jesse Eisenberg oder die Sci-Fi-Parodie "Paul" mit Simon Pegg. Mit "Die Jones" könnte sich das ändern: Der Film erhielt in den USA vernichtende Kritiken, ist in Sachen Handlung, Anspruch und Besetzung aber auf ein Massenpublikum zugeschnitten. Gedreht wurde der Film bereits ab April 2015 mit einem Budget von rund 40 Millionen Dollar. Tim-Darsteller Jon Hamm kennt man in erster Linie durch die erfolgreiche TV-Serie "Mad Men", Gal Gardot wird als nächstes im Superhelden-Blockbuster "Wonder Woman" zu sehen sein.

"Die Jones" bietet hinsichtlich Story, Action und seiner humorvollen Elemente leider nur wenig Neues. Vielmehr nutzt der Film Versatzstücke und Zutaten ähnlich gelagerter Filme ("Mr. und Mrs. Smith", "Get Smart") und variiert sie lediglich geringfügig. Das funktioniert durchaus ab und an, und einige Schmunzler kann man sich tatsächlich nicht verkneifen. Vor allem in jenen Szenen, in denen das prüde Ehepaar Gaffney den beiden glamourösen, adretten Agenten hinterher schnüffelt – und damit selbst Spionage-Methoden anwendet. Hier sind Fremdschäm-Momente garantiert, beispielsweise wenn Karen Natalie in der Umkleide bei der "Dessous-Probe" überrascht. Oder wenn Jeff und Karen einige ominöse Gadgets, Agenten-Spielzeuge und geheime Waffenpläne entdecken. Etwa den obligatorischen Kugelschreiber, der sich als Schusswaffe entpuppt.

Das war es dann aber auch leider schon größtenteils mit den wirklich witzigen, spaßigen Augenblicken im Film. Leider "verscherzt" er sich vor allem mit seinem aufdringlichen Anarcho-Humor viel zu oft selbst. Ein Humor der rupppigen und derben Sorte. In "Die Jones" ist nichts mehr zu sehen von jenem intelligenten Witz und der filmgewordenen Schwermut, für den das ehemalige Indie-Wunderkind Mottola einst so gefeiert wurde.

Zwar agieren die Darsteller allesamt mit viel Spaß an der Sache und reichlich Engagement, dennoch können auch sie die schlicht belanglose, wenig mitreißende Story nicht retten, die alles in allem ohne Höhepunkte bleibt. Highlights stellen sich auch dann nicht ein, wenn Mottola mehr Action einbaut und die gelackten Edel-Agenten ihren Nachbarn ein ums andere Mal zur Hilfe eilen. Ebenso wenig am Schluss, der ebenso überraschungsarm daherkommt. Natürlich gibt es an diesen Stellen dann die obligatorischen, einfallslosen Schießereien und (Motorrad-) Verfolgungsjagden. Allerdings hat man jene schon dutzendfach in anderen Agentenfilm-Parodien und Spionagefilmen gesehen. Nur leidenschaftlicher und packender inszeniert.

Fazit: Überflüssige, da spannungsarme und wenig überraschende Agentenfilm- und James-Bond-Parodie, die außer ein paar wenigen guten Gags und soliden Darstellerleistungen nichts Sehenswertes bietet.




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Land: USA
Jahr: 2016
Genre: Komödie
Länge: 101 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 23.03.2017
Regie: Greg Mottola
Darsteller: Gal Gadot, Isla Fisher, Zach Galifianakis
Verleih: 20th Century Fox

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