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Battle of the Sexes (2016)

US-Sportfilm nach wahren Ereignissen: Im Jahr 1973 kommt es zu einem legendären Tennismatch zwischen Billie Jean King, einer der damals weltbesten Tennisspielerinnen, und dem 55-jährigen Ex-Tennisprofi Bobby Riggs...Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Die Amerikanerin Billie Jean King (Emma Stone) gilt 1973 als die weltbeste Tennisspielerin. Trotzdem bekommt die 29-Jährige von der amerikanischen Tennisvereinigung USLTA doch nur ein Bruchteil des Preisgelds angeboten, das männliche Stars verdienen. Sie ist darüber so empört, dass sie die Women's Tennis Association WTA gründet. Ihre lesbische Beziehung zu der Friseurin Marilyn (Andrea Riseborough) hält die verheiratete Sportlerin jedoch geheim, denn sie wäre zur damaligen Zeit noch zu skandalös.

Da fordert der ehemalige Tennischampion Bobby Riggs (Steve Carell) diese Kämpferin für die finanzielle Gleichberechtigung der Geschlechter im Sport zu einem Match heraus. Der 55-Jährige wettet leidenschaftlich und wittert in dem Tennisduell Frau gegen Mann ein einträgliches Geschäft. Dafür stilisiert er sich zum lupenreinen Chauvinisten, der beweisen will, dass Frauen nicht auf den Sportplatz, sondern in die Küche gehören. Weil Billie Jean kein Interesse hat, spielt Bobby gegen die Australierin Margaret Court (Jessica McNamee), die gerade erst gegen Billie Jean gewonnen hat. Bobby besiegt die Tennisspielerin und nun hat Billie Jean keine Wahl: Um diesen Imageschaden für die Frauenemanzipation zu korrigieren, tritt sie gegen Riggs an.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Das Tennismatch, das sich Billie Jean King und Bobby Riggs 1973 im Houstoner Stadion Astrodome lieferten, wurde weltweit von 90 Millionen Fernsehzuschauern gesehen. Der legendäre Schaukampf war vom Ex-Champion Riggs angestrebt worden, der die Frauenbewegung als Möglichkeit entdeckt hatte, sich selbst wieder ins Gespräch zu bringen und Geschäfte zu machen. Er positionierte sich zu diesem Zweck provozierend als Chauvinist und behauptete, auch noch mit seinen 55 Jahren die weltbesten Tennisspielerinnen besiegen zu können. Billie Jean King beschloss, ihn in die Schranken zu weisen, gerade weil er vielen Männern aus der Seele sprach. An dieses Kräftemessen der Geschlechter, das so hohe Wellen schlug, erinnert der sehr spannende und gut gespielte Spielfilm des Regieduos Jonathan Dayton und Valerie Faris ("Little Miss Sunshine").

Natürlich steuert der ganze Film auf das grandiose, sehr überzeugend gefilmte Match zu, aber die Geschichte handelt nicht nur vom Sport. Vielmehr malt sie ein treffendes und komplexes Bild jener bewegten Ära, in der das Streben der Frauen nach Gleichberechtigung noch auf gewaltige ideologische Hürden stieß. Der Film legt viel Wert auf eine stimmige und differenzierte Charakterzeichnung. Billie Jean kämpft nicht nur gegen Chauvinisten, sondern hadert auch mit sich selbst, als sie entdeckt, dass sie sich zu Frauen hingezogen fühlt. Die zarte, vor den Augen der Öffentlichkeit verborgene Romanze, die sie mit Marilyn erlebt, bildet einen schönen Kontrast zur kämpferischen Haltung, die sie sonst an den Tag legt.

Emma Stone ist als dunkelhaarige Billie Jean zunächst kaum wiederzuerkennen. Aber sie spielt großartig und reißt die Zuschauer mit der Energie und dem Optimismus, die sie ihrer so authentischen Figur verleiht, förmlich mit. Diese Hauptdarstellerin personifiziert die Aufbruchstimmung der Ära perfekt. Lewis Carell ist als Faxenmacher Riggs quasi in seinem Element, aber er gibt ihn keineswegs der Lächerlichkeit preis. Überhaupt geht die Geschichte auch mit den männlichen Charakteren sehr sorgfältig um. Billie Jeans Ehemann Larry (Austin Stowell) erfährt gar eine filmische Ehrung als liebevoller Unterstützer seiner Frau, der seine persönliche Kränkung in den Hintergrund stellt.

Fazit: Die Regisseure Jonathan Dayton und Valerie Faris erzählen in ihrem humorvollen, aber auch sehr authentisch wirkenden Spielfilm, wie es zu dem legendären Tennismatch zwischen Billie Jean King und Bobby Riggs im Jahr 1973 kam. Mit differenzierten Charakterzeichnungen erwecken sie eine bewegte Ära wieder zum Leben, in der Frauen auch im Sport um Gleichberechtigung und größere Anerkennung kämpften. Emma Stone spielt die Feministin Billie Jean King mit einer lebendigen Wahrhaftigkeit, die diesen gelungenen Film beflügelt und zum Ereignis werden lässt.




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Land: USA
Jahr: 2016
Genre: Komödie, Biopic, Sport
Länge: 124 Minuten
Kinostart: 23.11.2017
Regie: Jonathan Dayton, Valerie Faris
Darsteller: Emma Stone als Billie Jean King, Steve Carell als Bobby Riggs, Andrea Riseborough als Marilyn Barnett
Verleih: 20th Century Fox

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