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My Little Pony: Der Film
My Little Pony: Der Film
© Tobis Film

Kritik: My Little Pony: Der Film (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Über Sinn und Unsinn von Spielzeugverfilmungen lässt sich trefflich streiten. Wirklich gelungen war bislang keine, was hauptsächlich an den schwachen Drehbüchern voll flacher Charaktere lag. Einträglich waren hingegen viele, man denke nur an Michael Bays "Transformers"-Reihe, die weltweit Milliarden US-Dollar einspielte. Das Drehbuch ist auch bei "My Little Pony" dünn. Noch dünner sind nur die Figuren. Doch fällt das hier nicht so sehr ins Gewicht. Denn der Film richtet sich an die ganz Kleinen.

Nun sollte man diese Zielgruppe freilich nicht unterschätzen. Dass die Hälfte der tierischen Reisegruppe während ihres Abenteuers nichts zu tun hat, fällt auch jungen Zuschauern auf. Dabei hätten die Drehbuchautoren angesichts knapp 100 Minuten Laufzeit mühelos die eine oder andere Aufgabe für alle Beteiligten finden oder die unbeteiligten Ponys einfach weglassen können. Hier drängt sich der Verdacht auf, dass alle dabei sein mussten, um das eine oder andere Pferdchen in der Spielwarenabteilung oder den einen oder anderen Sticker für das passend zum Film erscheinende Album mehr zu verkaufen.

Abseits dieses erzählerischen Leerlaufs bietet "My Little Pony" solide Unterhaltung mit kindgerechter Moral. Um ihr Abenteuer zu meistern, muss Twilight ihre eigene Einstellung überdenken und sich mit ihren Freundinnen zusammenraufen. Wie Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstvertrauen über Tierarten hinweg in "My Little Pony" sowieso großgeschrieben werden. Die Songs, die allgemeingültige Werte besingen, sind flott vorgetragen und sehenswert inszeniert. An die Konkurrenz der großen Häuser reicht aber weder die Animation noch die Musik heran.

Fazit: Die Kinoversion der beliebten Zeichentrickserie bietet solide Unterhaltung, ragt aus dem Meer an Animationsfilmen aber auch nicht heraus. Die leicht verständliche Handlung richtet sich an die ganz Kleinen und bringt ihnen Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt und den Glauben an sich selbst näher.





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