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Die Unsichtbaren - Wir wollen leben
Die Unsichtbaren - Wir wollen leben
© Tobis Film

Kritik: Die Unsichtbaren - Wir wollen leben (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Claus Räfle hat sich als Dokumentarfilmer längst einen Namen gemacht, immer wieder beschäftigt sich der Regisseur und Drehbuchautor in seinen Arbeiten mit Aspekten des Dritten Reichs. Auch in seinem neuen Film geben Räfle und seine Ko-Autorin Alejandra López Einblicke in die deutsche Vergangenheit: "Die Unsichtbaren – Wir wollen leben" erzählt von den Schicksalen junger Juden im Berlin Anfang der 1940er-Jahre und von ihrem Überlebenskampf.

Dabei verlässt sich der erfahrene Dokumentarfilmer Räfle allerdings nicht einfach auf bewährte Stärken, sondern wagt den Schritt zum Doku-Drama: Sorgsam ausgewählte Interviewszenen mit Zeitzeugen und historisches Archivmaterial verbinden sich hier nämlich mit Spielszenen. Diese können dank einer gelungenen Ausstattung sowie guter Darsteller überzeugen und bieten mehr als bloße Illustration der Interviews.

Im Wechselspiel von Dokumentation und Fiktion entsteht ein ebenso informatives wie packendes Stück Kino, das ein eher unbekanntes Kapitel deutscher Geschichte beleuchtet. Die dichte Atmosphäre, eine schlüssige Dramaturgie sowie die wertvollen Berichte der Zeitzeugen machen "Die Unsichtbaren – Wir wollen leben" dabei zu einem absolut sehenswerten Doku-Drama.

Fazit: Interviews, Archivmaterial und Spielszenen verbinden sich in "Die Unsichtbaren – Wir wollen leben" zu einem absolut sehenswerte Doku-Drama. Dabei ist dieses Wechselspiel von Dokumentation und Fiktion nicht bloß informativ, sondern dank der dichten Atmosphäre und einer schlüssigen Dramaturgie äußert packend.





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