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Sweethearts (2019)

Zweite Regiearbeit von Karoline Herfurth: Ein von einer alleinerziehende Mutter durchgezogener Raubzug endet in einem Chaos und schweißt dennoch zwei unterschiedliche Frauen ganz eng zusammen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.8 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 10 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Die Zwei könnten unterschiedlicher nicht sein: die hypernervöse, zu Panikattacken neigende Franny (Karoline Herfurth) ist beruflich wie privat völlig orientierungslos. Mel (Hannah Herzsprung) hingegen, eine alleinerziehende Mutter, ist tough und weiß was sie will. Und das ist vor allem eines: Durch einen Diamantenraub ihren ärmlichen Verhältnissen entkommen und für sich und ihre Tochter ein sorgenfreies Leben. Doch der Coup läuft nicht so wie geplant und am Ende landet Franny als Geisel bei Mel. Doch sie wird nicht die einzige bleiben. Auch der attraktive Polizist Harry (Frederick Lau) wird von Mel als Geisel genommen – und verdreht Franny ganz schön den Kopf. Doch es droht Unheil, denn das "Trio Infernale" wird von der gewieften SEK-Leiterin Ingrid von Kaiten (Anneke Kim Sarnau) verfolgt. Im Laufe der Zeit entsteht zwischen Franny und ihrer Entführerin Mel eine echte Freundschaft.

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Sweethearts - DrehstartSweetheartsSweetheartsSweetheartsSweetheartsSweethearts


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Mit "SMS für dich" gab Karoline Herfurth vor knapp drei Jahren ihre Premiere als Langfilm-Regisseurin. Zuvor hatte sie bereits einen Kurzfilm realisiert. Die aus Ost-Berlin stammende Herfurth feierte Anfang der 00er-Jahre in leichten Teenie-Komödien wie "Crazy" und "Mädchen, Mädchen" erste Erfolge. Ihr zur Seite steht Hannah Herzsprung, die vor allem mit TV-Serien wie "Aus heiterem Himmel", "SOKO Leipzig" oder "18 – Allein unter Mädchen" bekannt wurde. Ihren Durchbruch als Filmschauspielerin schaffte sie 2008 im "Baader-Meinhof-Komplex".

Bereits mit ihrer Liebeskomödie "SMS für dich" bewies Herfurth ihr Talent fürs Inszenieren, ein gutes Timing und die richtige Mischung aus Melancholie und Heiterkeit. Auch in "Sweethearts" zeigt die 34-Jährige, was als Regisseurin in ihr steckt. Dass sie nicht nur leichte Komödien sondern auch Action und Krimi kann, beweist sie in den durchaus ansehnlich realisierten, ebenso turbulenten wie spannungsgeladenen Schießereien und Verfolgungsjagden. Und in einigen Szenen fliegen sogar mächtig die Fäuste.

Zudem verfügt Herfurth über ein verlässliches Gespür für eine gelungene Besetzung. Sie entschied sich für (Haupt- und Neben-)Darsteller, die nicht nur wunderbar zu ihren jeweiligen, leicht verschrobenen Figuren passen – sondern diese Rollen auch noch mit Herzblut und Leidenschaft ausfüllen. Von Herzsprung als markige, sich aufopferungsvoll für ihre Tochter einsetzende Mutter über Frederick Lau als desillusionierter Cop bis hin zu Anneke Kim Sarnau als knallhart-rigorose und ihren Kollegen schikanierende SEK-Leiterin.

Nicht ganz so viel Sorgfalt legte Herfurth jedoch bei der Zeichnung des von ihr verkörperten Charakters an den Tag. Ihre Franny ist heillos überzeichnet und raubt einem mit ihren ständigen Panikattacken, der Hypersensibilität und dem enervierendem Gekreische wahrlich den letzten Nerv. Das wäre nicht weiter tragisch, würde dies nur ein- oder zweimal vorkommen. Leider zieht sich dieses Verhalten jedoch als Running-Gag durch den kompletten Film – und tritt in einem Stripclub ebenso zu Tage wie im Auto, Kofferraum oder einer stillgelegten Industrieanlage. Hinzu kommen ein leider immer wieder ins Klamaukige und Alberne abdriftender Humor sowie ein schlichtweg unglaubwürdiger, von zu vielen Zufällen gespickter Plot.

Fazit: Rasante Action-Szenen, eine konsequente Regie und spielfreudige Darsteller stehen einer wenig glaubhaften Geschichte und einer überzeichneten Hauptfigur gegenüber.




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Land: Deutschland
Jahr: 2019
Genre: Komödie
FSK: 12
Kinostart: 14.02.2019
Regie: Karoline Herfurth
Darsteller: Karoline Herfurth als Franny, Hannah Herzsprung, Frederick Lau
Verleih: Warner Bros.

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