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Club der roten Bänder - Wie alles begann
Club der roten Bänder - Wie alles begann
© Universum Film

Deutsche Filmstarts: Rote Bänder wandern auf die Leinwand

Christoph Waltz tauft Cyborg "Alita"

Diese Woche starten zwei deutsche Produktionen in den deutschen Lichtspielhäusern: Der Kinoableger der Fernsehserie "Der Club der roten Bänder" und die Komödie "Sweethearts", die zweite Regiearbeit von Karoline Herfurth. Der Österreicher Christoph Waltz taucht in dem SciFi-Kracher "Alita: Battle Angel" auf, während die Berlinale-Juryvorsitzende Juliette Binoche in "Die Blüte des Einklangs" nach Japan reist. Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man die Geldbörse besser stecken?

"Der Club der Roten Bänder - Wie alles begann"
Drama
Deutschland
112 Minuten
FSK 6

Sechs Jugendliche (Luise Befort, Tim Oliver Schultz, Damian Hardung, Ivo Kortlang, Timur Bartels und Nick Julius Schick), die an unterschiedlichen Krankheiten leiden, freunden sich in einem Krankenhaus an.

Eine Gratwanderung des deutschen Kinos. Lassen sich genügend Fans der Fernsehserie, die von 2015 bis 2017 in drei Staffeln auf Vox lief und eine Adaption der katalanischen Serie "Polseres vermelles" ist, mobilisieren, um sich auch eine Kinokarte zu kaufen? Und lassen sich auf der anderen Seite Kinogänger, welche die Vorlage noch nicht kennen, interessieren? Im schlimmsten Fall wird sich das deutsche Drama der Münchener Universum Film, das in und um Köln gedreht worden ist, zwischen beide Stühle setzen.

Die gute Nachricht für die mit der TV-Serie Vertrauten: Vor und hinter der Kamera stehen die bekannten und bewährten Künstler. Regisseur Felix Binder hat zehn der 30 Folgen inszeniert und gibt nun hier sein Kinodebut; die Drehbuchautoren Arne Nolting und Jan Martin Scharf hatten bereits die Skripts für die Serie verfasst.

Unser Kritiker Falk Straub ist skeptisch: "Nach drei erfolgreichen Serienstaffeln hätte es den Kinofilm nicht gebraucht. Der Film ist an vielen Stellen zu unausgewogen und deutlich zu lang. Regisseur Felix Binder gelingt es nur in Ansätzen, das Erfolgsrezept aus Galgenhumor und Herz aufs Kino zu übertragen. Den Fans dürfte das Wiedersehen mit ihren Serienlieblingen dennoch zusagen."

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"Alita: Battle Angle"
Science Fiction
USA
122 Minuten
FSK 12

In der Zukunft setzt ein Wissenschaftler (Christoph Waltz) eine Cyborg-Frau (Rosa Salazar) zusammen, die ihre außergewöhnliche Kampfkunstbegabung entdeckt.

Der prominesteste Name auf dem Plakat der 20th Century Fox-Produktion ist womöglich der des Drehbuchautoren: Der Kanadier James Cameron ("Avatar") hat die Manga-Comic-Reihe "Gunnm" von Yukito Kishiro, die von 1990 bis 1995 veröffentlicht wurde, adaptiert und Roberto Rodriguez ("Sin City") das Regiestühlchen überlassen. Die Runde geht klar an den Regisseur: Die unterhaltsame Umsetzung mit atemberaubenden Spezialeffekten nimmt die ruckelnde Handlung quasi in Schlepptau. Die Kritiken für den US-Science Fiction-Film sind gemischt, die ersten Zuschauerreaktionen positiv.

Unserem Rezensenten Christopher Diekhaus hat es weniger gefallen: "Opulentes Zukunftsspektakel, dessen Drehbuch zu viel Stückwerk bietet, um sich nachhaltig ins Gedächtnis des Zuschauers einzubrennen."

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"Sweethearts"
Komödie
Deutschland
106 Minuten
FSK 12

Eine allein erziehende Mutter (Hannah Herzsprung) nimmt bei einem Raubzug eine hypernervöse Frau (Karoline Herfurth) und einen Polizisten (Frederick Lau) als Geisel.

Die zweite Regiearbeit von Hauptdarstellerin Karoline Herfurth nach "SMS für dich" vor drei Jahren, den sie wieder in Berlin gedreht hat. Die deutsche Komödie ist ihr trotz teilweise nerviger Klamaukigkeit dank des Tempos und genügend Charme unterhaltsam geraten. Die Kritiken für die Warner Brothers Pictures-Produktion sind gemischt ausgefallen.

Unser Kollege Björn Schneider sah Licht und Schatten: "Rasante Action-Szenen, eine konsequente Regie und spielfreudige Darsteller stehen einer wenig glaubhaften Geschichte und einer überzeichneten Hauptfigur gegenüber."

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"Happy Deathday 2U"
Horror
USA
100 Minuten
FSK 12

Eine Studentin (Jessica Rothe) durchlebt am Abend ihres Geburtstages wieder eine Zeitschleife, in der sie diesmal nicht nur um ihr Leben, sondern auch um das ihrer Freunde fürchten muss.

Nach dem Erfolg von "Happy Death Day", der vor zwei Jahren bei Kosten von 5 Millionen Dollar weltweit 125 Millionen Dollar einspielte, bringen Universal Pictures nun eine Fortsetzung auf die Leinwände, die wieder von Christopher Landon in Szene gesetzt worden ist, der diesmal auch das Drehbuch geschrieben hat. Der frische Ansatz des Originals - "Halloween" trifft "Groundhog Day" - ist diesmal natürlich so nicht mehr erlebbar, aber die Fortsetzung ist witziger und bindet Science Fiction-Elemente ein. Kritiken und erste Zuschauerreaktionen sind gemischt.

Unserem Rezensenten Andreas Köhnemann hat es leidlich gefallen: "Eine amüsante Mischung aus College-Komödie und bewusst albernem Science-Fiction-Abenteuer, die vom Charisma der Hauptdarstellerin Jessica Rothe profitiert."

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"Die Blüte des Einklangs"
Drama
Japan
110 Minuten
FSK 0

Eine französische Journalistin (Juliette Binoche) reist auf der Suche nach einer Heilpflanze nach Japan und wird dort am Ort ihrer ersten Liebe mit Erinnerungen und Visionen konfrontiert.

Dank der packenden Präsenz der französischen Hauptdarstellerin Juliette Binoche ist diesem japanischen Drama der Regisseurin und Drehbuchautorin Naomi Kawase ("Radiance") eine internationale Aufmerksamkeit sicher, welche die Produktion via der Berliner Neue Visionen auch in die deutschen Programmkinos gebracht hat. Das einschläfernde Tempo und der halbmystische Mumpitz über Lebenszyklen und vorhergesagte Träume wird manchen Zuschauer befremden. Die Kritiker sind gespalten.

Unser Kritiker Andreas Köhnemann steht im Pro-Lager: "Ein komplexes Drama über den Wunsch nach (Schmerz-)Freiheit, mit großartigen Naturaufnahmen und interessanten, gut gespielten Figuren."

Hier geht es zum kompletten Kinoprogramm


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