VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Das ist erst der Anfang
Das ist erst der Anfang
© Central Film © Wild Bunch

Kritik: Das ist erst der Anfang (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Mit "Das ist erst der Anfang" legt der 1945 geborene Ron Shelton seine erste Kino-Regiearbeit seit dem buddy movie "Hollywood Cops" (2003) vor. An den Witz seiner früheren Werke – etwa "Annies Männer" (1988) oder "Weiße Jungs bringen's nicht" (1992) – kann Shelton mit seiner aktuellen Schöpfung leider weder auf Drehbuch-Ebene noch inszenatorisch anknüpfen. Die Figuren bleiben zu oberflächlich, die Gags zu harmlos – und die Kombination von humorvollem Konkurrenzkampf unter Männern, Dreiecksbeziehung und Crime-Plot vermag dramaturgisch nicht so recht zu funktionieren.

Als Protagonist Duke, ein "Casanova mit Grundsätzen", der im Senioren-Resort "in allen Disziplinen die Nummer 1" ist (wie es im Film heißt), lässt Morgan Freeman in einigen Momenten durchaus Spielfreude erkennen – und die Idee, Freeman auf Tommy Lee Jones treffen zu lassen, welcher dem Residenz-Oberhaupt Duke als selbst ernannter "Weltbürger" Leo das Revier streitig zu machen droht, besitzt fraglos komödiantisches Potenzial. Dieses wird jedoch kaum genutzt. Der Rivalität zwischen Duke und Leo fehlt es an guten Dialogduellen sowie an Spannung. Die übrigen Comedy-Einlagen – darunter eine Prügelei unter Weihnachtsmännern sowie ein durch ausbrechende (Krippenspiel-)Tiere verursachtes Chaos in der Luxus-Anlage – können letztlich ebenso wenig überzeugen wie die Passagen, in denen die Krimi-Handlung vorangetrieben werden soll, etwa durch eine Schlange in der Golftasche, eine Bombenexplosion oder eine Entführung, die in ein Action-Finale mündet.

Zu den Stärken von "Das ist erst der Anfang" zählt indes Rene Russo ("Schnappt Shorty", "Nightcrawler") in der Rolle der Regionaldirektorin Suzie: Die deutlich zu selten im Kino zu erlebende Schauspielerin liefert eine sympathische Leistung. Noch unterhaltsamer sind wiederum die überdrehten Auftritte der als Bond-Girl neben Roger Moore sowie als "Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft" bekannten Jane Seymour als zornige Gattin eines inhaftierten Mafioso, die aus Rache den Tod des einstigen Anwalts Duke will.

Fazit: Trotz Star-Besetzung bleibt das neue Werk von Ron Shelton insgesamt eine eher müde Mischung aus Komödie und Krimi.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.