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Dora und die goldene Stadt
Dora und die goldene Stadt
© Paramount Pictures Germany

Kritik: Dora und die goldene Stadt (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die vor allem auf die lateinamerikanische Bevölkerung der USA zugeschnittene TV-Serie "Dora" wurde im deutschen Fernsehen erstmals im Herbst 2005 ausgestrahlt. Bis heute bringt es "Dora" auf 196 Episoden (Folgenlänge: 22 Minuten) und acht Staffeln. Schon 2008 gab es Pläne, aus dem Serienstoff einen TV-Film zu machen. Das Format ist vor allem für seine pädagogischen Elemente und erzieherischen Tipps bekannt.

Bereits nach wenigen Minuten merkt man dem Film deutlich an, dass die Macher mit "Dora und die goldene Stadt" klar auf ein älteres Publikum abzielen. Kein Wunder: Seit dem Serienstart in den USA sind 19 Jahre vergangenen, die meisten Fans der ersten Stunden sind demnach im (späten) Teenageralter oder haben die 20 längst überschritten. Und so dauert es nicht lange bis aus der siebenjährigen Dora eine 16-jährige Heranwachsende wird, die sich in ihrem neuen, schulischen Umfeld erst noch orientieren muss.

Die 18-jährige Schauspielerin und Sängerin Isabel Moner macht ihre Sache als intelligente, unbekümmerte Dora gut. Moner spielt mit kindlicher Freude und hat sichtlich Spaß dabei, die sympathische Hauptfigur zum Leben zu erwecken. Dasselbe gilt für Michael Peña, der die meisten Lacher auf sich vereinen kann – auch wenn seine Screentime begrenzt ist. In Sachen Action, Animationen sowie Ausstattung kann der Film hingegen nicht wirklich überzeugen. Abgesehen von der ein oder anderen Verfolgungsjagd und der (immerhin kurzweilig geratenen) Suche nach dem mysteriösen Inka-Schatz, lässt "Dora und die…" Rasanz und Action weitestgehend vermissen.

Etwas mehr Mühe hätten sich die Ausstatter und Animationskünstler zudem bei der Gestaltung der Schauplätze und Szenerien, allen voran des peruanischen Dschungels (der eher wie ein harmloser Wald wirkt), geben können. Immerhin sind die Verweise auf die Serie gelungen, die dann doch – und trotz der neuen Zielgruppe – reichlich Nostalgie versprühen: Da gibt es eine im Stil der Serie aufbereitete Animationssequenz, ein Wiedersehen mit einigen beliebten Charakteren und "Gegenständen" (etwa dem Fuchs Swiper sowie dem – in der TV-Version sprechenden – Rucksack) und die direkt an die Zuschauer gerichteten Handlungsaufforderungen und Fragen der Hauptfigur.

Fazit: "Indiana Jones" trifft auf "Die versunkene Stadt Z" und "Das Dschungelbuch": Der Realfilm "Dora und die goldenen Stadt" überzeugt trotz visueller Schwächen als zumindest kurzweiliger, unbekümmerter Spaß mit gut aufgelegten Darstellern.




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