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Dora und die goldene Stadt - US-Poster
Dora und die goldene Stadt - US-Poster
© Paramount Pictures Germany

US-Filmstarts: "Dora" führt Debutanten-Quintett an

"Scary Stories" mit bester Vorpremiere

Nachdem drei Wochen lang jeweils nur ein Film in den nordamerikanischen Kinos an den Start ging, scheinen die Verleiher nach dem Motto "Alles muss raus" einiges nachholen zu wollen. Dass gleich fünf Debutanten um die Publikumsgunst ringen, ist genauso ungewöhnlich wie die wochenlange Verleiher-Askese.

Die besten Aussichten, "Hobbs & Shaw" schon nach einer Woche von der Spitze der Charts zu holen, hat "Dora and the Lost City of Gold", allein schon wegen der höchsten Kopienzahl unter den fünf Neulingen. Paramount Pictures bringen ihren 49 Millionen Dollar teuren Abenteuerfilm, der sich an das Familienpublikum richtet, in 3735 Kinos. Das liegt indes noch weit unter den 4344 Lichtspielhäusern, mit denen Noch-Tabellenführer "Hobbs & Shaw" "The Lion King" als meistgespielten Streifen ablöst.

"Dora and the Lost City of Gold" ist die Kinoadaption der Zeichentrickfernsehserie "Dora the Explorer", die seit 2000 in acht Staffeln auf dem Kinderkanal Nickelodeon ausgestrahlt wird. Regisseur James Bobin ("Alice Through the Looking Glass") hat nun eine Realfilmversion vorgelegt, in der Isabela Moner, die zuletzt in "Instant Family" ("Plötzlich Familie") zu sehen gewesen ist, das große, überwiegend hispanische Ensemble anführt. Die Kritiken sind gut, und Analysten rechnen mit einem Eröffnungswochenende von bis zu 33 Millionen Dollar.

Ganz anders gelagert ist "Scary Stories to Tell in the Dark", der sich allerdings ebenfalls weniger an ein erwachsenes denn ein jugendliches Publikum wendet. Der Horrorfilm basiert auf den gleichnamigen Gruselgeschichten für Kinder von Alvin Schwartz, die in drei Bänden von 1981 bis 1991 veröffentlicht wurden. 2013 sicherten sich CBS Films die Verfilmungsrechte an den Büchern und haben diese nun vom norwegischen Regisseur André Ovredal ("Trollhunter") für 28 Millionen Dollar verfilmen lassen. Der bekannteste Name auf dem Filmplakat ist der von Produzent Guillermo del Toro ("The Shape of Water"). Lionsgate Films bringen den Streifen in 3135 Spielorte. Bei sehr guten Kritiken konnte "Scary Stories to Tell in the Dark" in den Vorpremieren am Donnerstagabend bereits 2,3 Millionen Dollar einspielen. Branchenkenner rechnen nun mit bis zu 16 Millionen Dollar am Ende des Wochenendes.

Ein weiteres Werk für Hundeliebhaber wartet mit "The Art of Racing in the Rain" ("Enzo und die wundersame Welt der Menschen") in 2765 Filmtheatern. Das Drama basiert auf dem gleichnamigen Roman von Garth Stein aus dem Jahr 2008 und ist für 20 Millionen Dollar vom englischen Regisseur Simon Curtis ("Goodbye Christopher Robin") in Szene gesetzt worden. Erzählt wird von der Freundschaft des von Milo Ventimiglia verkörperten Formel1-Rennfahrers mit seinem Golden Retriever. Der Clou hier: Kevin Costner hat Enzo dem Hund seine Stimme geliehen. Die Kritiken für die 20th Century Fox-Produktion sind gemischt ausgefallen. Mehr als 9 Millionen zum Start scheinen nicht drin zu sein.

Wie viel "The Kitchen" gekostet hat, haben New Line Cinema nicht veröffentlicht. Wie viel es auch sei, die Zeichen stehen auf Flop - trotz der prominenten Besetzung mit Tiffany Haddish, Melissa McCarthy und Elizabeth Moss. Der Kriminalfilm über Ehefrauen, die im New York City der Siebziger das Geschäft ihrer Mafia-Gatten übernehmen, nachdem diese im Gefängnis gelandet sind, beruht auf der gleichnamigen Comic-Reihe, die 2014 erstmals erschien. Andrea Berloff, die auch das Drehbuch geschrieben hat, gibt hier ihr Regiedebut - und hat es offenbar vergeigt, schenkt man den miesen Kritiken Glauben. 2745 Kinos haben die Comic-Verfilmung auf ihre Spielpläne gesetzt. Dort muss man mit mauen Geschäften von bloß bis zu 11 Millionen Dollar rechnen.

Und schließlich kommt als fünfter neuer Film "Brian Banks" in lediglich 1240 Spielstätten. Das Drama erzählt die wahre Geschichte des aufstrebenden Football-Spielers Brian Banks, der 2002 wegen Vergewaltigung eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren erhielt, was seine Sportlerkarriere für alle Zeiten zu beenden schien. Komödienspezialist Tom Shadyac ("Bruce Allmighty") hat diese ernste Geschichte für 10 Millionen Dollar mit Aldis Hodge in der Titelrolle verfilmt. Die Bleecker Street-Produktion hat gemischte Kritiken erhalten, und mit den vorhergesagten 2 Millionen Dollar dürfte es nicht für die Top Ten reichen.


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