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Mein Ende. Dein Anfang. (2019)

Relativity

Drama: Eine junge Frau muss den plötzlichen Tod ihres Freundes verarbeiten – und trifft auf einen rätselhaften Fremden.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.8 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 77 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Als die Supermarktangestellte Nora (Saskia Rosendahl) und der Physikdoktorand Aron (Julius Feldmeier) sich an einem Regentag begegnen, sind beide sofort fasziniert voneinander. Es kommt zu einer Wiederbegegnung – und bald führen die beiden eine Beziehung und denken übers Zusammenziehen nach. Doch als sie in einen Banküberfall geraten, wird Aron durch einen Schuss getötet. Nora wird von dem überraschenden Verlust völlig aus der Bahn geworfen.

Nach einem nächtlichen Clubbesuch, mit dem sie sich von ihrem Schmerz abzulenken versucht, verbringt sie Zeit mit dem verschlossenen Natan (Edin Hasanovic). Dieser steckt in einer Krise mit seiner Freundin Luise (Michelle Barthel) und sorgt sich um seine kleine Tochter, die schwer krank ist. Da er seinen Job als Kaufhausnachtwächter verloren hat, kann er sich die Therapie des Kindes nicht mehr leisten.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Mit "Mein Ende. Dein Anfang." legt die Regisseurin und Drehbuchautorin Mariko Minoguchi ein äußerst fulminant erzähltes Langfilmdebüt vor. Sie schildert die Geschehnisse nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern clever verschachtelt. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Ende und Anfang – alles wird hier zusammengedacht. Dies lässt an die Skripts von Guillermo Arrigo, etwa zu "21 Gramm" (2003) und zu "Babel" (2006), denken – und entwickelt eine vergleichbare Intensität.

Der Film stellt Fragen, die durchaus auch in zahlreichen anderen Werken schon behandelt wurden – zum Beispiel ob Dinge nur aus Zufall passieren oder doch alles miteinander in Verbindung steht. Die Art und Weise, wie sich Minoguchi diesen philosophischen Themen widmet, hat indes etwas sehr Eigenes, sehr Frisches. "Mein Ende. Dein Anfang." ist nicht nur eine tief berührende Geschichte über Verlust und Trauer sowie über den Umgang mit Schmerz und mit Verzweiflung, sondern zugleich ein wunderschöner Liebesfilm mit eindrücklichen Momenten – etwa wenn das Paar Nora und Aron zum Münchener-Freiheit-Hit "Ohne Dich" eine ganz spezielle Tanz-Performance liefert oder wenn Nora versucht, dem sensiblen Aron etwas von seiner Angst zu nehmen, die ihn völlig lähmt. Standardsituationen des Genres wie die erste Begegnung erhalten in Minoguchis Inszenierung einen außergewöhnlichen Zauber.

Ganz hervorragend ist zudem das Spiel der Hauptdarstellerin Saskia Rosendahl ("Lore", "Werk ohne Autor"), die sich jedem Gefühl furchtlos hingibt. An ihrer Seite leisten Edin Hasanovic ("Schuld sind immer die Anderen"), Julius Feldmeier ("Tore tanzt") und ein toller Nebencast (darunter Jeanette Hain, Hanns Zischler und Michelle Barthel) stimmige Arbeit.

Fazit: Ein hingebungsvoll gespielter, feinfühlig und klug geschriebener Film mit eindrücklichen Bildern. Saskia Rosendahl ist schlichtweg großartig!




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Land: Deutschland
Jahr: 2019
Genre: Drama
Länge: 111 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 28.11.2019
Regie: Mariko Minoguchi
Darsteller: Saskia Rosendahl als Nora, Michelle Barthel, Edin Hasanovic
Verleih: 24 Bilder

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