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Rate your Date
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© 20th Century Fox

Kritik: Rate Your Date (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Mit "Rate Your Date" kommt nach "Safari – Match Me If You Can" eine weitere deutsche Komödie ins Kino, die sich dem Thema Online-Dating widmet. Der Regisseur David Dietl ("König von Deutschland", "Berlin Bouncer") schrieb das Skript zusammen mit Kati Eyssen und greift dabei auf zahlreiche Großstadt- und RomCom-Klischees zurück. Die wenig glaubwürdig geschilderte Entstehung eines kleinen Start-Up-Unternehmens wird mit den Liebeswirren der vier Hauptfiguren verbunden – und Berlin dient als hip-realitätsferne Kulisse mit Party-Locations am Seeufer, schicken Wohnungen und einem Luxus-Hausboot.

Die als "soziologisches Experiment" verkaufte Idee, eine Dating-App auf den Markt zu bringen, bei der sich Leute in Schubladen wie #Tröster, #Crazybitch oder #Nestbauer einteilen können, wirkt von Anfang an recht krude. Wenn die zentralen Figuren ihre Schöpfung später noch um die Funktion erweitern, dass sich alle Personen, die die App nutzen, auch eigene Kategorien ausdenken können, werden zwar auch die Schattenseiten und Mobbing-Möglichkeiten der entwickelten App behandelt – dennoch bleibt der Film insgesamt sehr oberflächlich. Wirklich Interessantes hat "Rate Your Date" über unsere heutige Zeit und über das virtuelle Kennenlernen von Menschen nicht zu erzählen. Als Liebeskomödie bietet der Film wiederum solide Unterhaltung, indem er die Annäherung einer bindungsscheuen Drifterin und einem unsicheren Nerd sowie das Geplänkel zwischen einer bodenständigen Single-Mom und einem verwöhnten Schnösel einfängt. All das ist weitgehend vorhersehbar, kann aber mit einigen witzigen Dialogen aufwarten.

Das Schauspiel-Quartett zeigt sich engagiert: Alicia von Rittberg ("Charité") verkörpert die orientierungslose Teresa mit dem nötigen Charme – und auch Marc Benjamin ("Vielmachglas") macht aus seiner stereotypen Rolle des gehemmten Informatikers Anton das Beste. Während Edin Hasanovic ("You Are Wanted") als Antons Kumpel und Möchtegern-Womanizer Paul hin und wieder ins Chargieren gerät, liefert Nilam Farooq ("Heilstätten") als alleinerziehende Mutter Patricia die sympathischste Leistung. Die Comedy-Veteraninnen Anke Engelke und Esther Schweins absolvieren überdies amüsante Gastauftritte.

Fazit: Eine passable RomCom, die wenig Originelles präsentiert und ihrem modernen Ansatz kaum Reizvolles entlocken kann, jedoch gut besetzt ist.




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