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Deutsche Filmstarts: Brie Larson startet als "Captain Marvel" durch

Alicia von Rittberg und Marc Benjamin "rate their date"

In den USA will es morgen niemand mit Neustarter "Captain Marvel" aufnehmen. Nicht so hierzulande. Heute kommen neben dem großen Marvel-Debutanten mit Brie Larson zahlreiche interessante Streifen, auch aus Deutschland, in die Lichtspielhäuser. Doris Dörrie zum Beispiel bringt ihre Fortsetzung zu "Kirschblüten - Hanami" heraus, Barry Jenkins lässt auf seinen Oscar-Film "Moonlight" den nicht minder sehenswerten "Beale Street" folgen, und Jonah Hill gibt sein Regiedebut mit "Mid90s". Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man die Geldbörse besser stecken?

"Captain Marvel"
Fantasy
USA
123 Minuten
FSK 12

Die Superheldin Captain Marvel (Brie Larson), deren menschliche DNA einst mit der DNA einer kriegerischen Alien-Rasse verschmolzen wurde, will zusammen mit dem Geheimagent Nick Fury (Samuel L. Jackson) das Geheimnis ihrer Herkunft entschlüsseln.

Der Charakter Carol Danvers tauchte bereits vor genau 50 Jahren in einem Marvel Comic auf. Als Captain Marvel war sie erstmals 2012 zu sehen. Walt Disney Studios überraschen beim 21. Marvel Cinematic Universe-Opus mal wieder mit der Wahl der Regisseure und Drehbuchautoren: Das New Yorker Paar Anna Boden und Ryan Fleck ("It's Kind of a Funny Story") haben für den US-Fantasy-Film ihr eigenes Skript verfilmt, ohne vorher auch nur annähernd einen Streifen dieser Art und Größe - das Budget betrug 152 Millionen Dollar - inszeniert zu haben. Doch das Wagnis bleibt auch hier ohne Qualitätsverlust: Voller Action, Humor und visuell aufregenden Bildern gelingt auch diese Einführung einer neuen MCU-Figur. Die Kritiken sind gut, die ersten Zuschauerreaktionen verhaltener.

Unser Kritiker Andreas Köhnemann hebt den Daumen: "Eine Comic-Verfilmung mit solider Story und Action, die von ihren Figuren und der humorvollen Interaktion zwischen ihnen über den Durchschnitt hinausgehoben wird."

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"Rate Your Date"
Komödie
Deutschland
110 Minuten
FSK 12

Vier Freunde (Nilam Farooq, Alicia von Rittberg, Marc Benjamin und Edin Hasanovic) entwickeln eine App, die ihnen im Berliner Liebesdschungel wieder den Durchblick verschaffen soll...

Regisseur und Drehbuchautor David Dietl ("König von Deutschland") hat diese deutsche Komödie gedreht, dessen erste gute Nachricht lautet: Sie ist nicht "Safari: Match Me If You Can". Die zweite Botschaft: Man kann sich diese locker-launig, wenn auch absolut vorhersehbar erzählte 20th Century Fox-Produktion, die vor Ort in Berlin gefilmt wurde, ansehen.

Unser Rezensent Andreas Köhnemann sah Schatten und Licht: "Eine passable RomCom, die wenig Originelles präsentiert und ihrem modernen Ansatz kaum Reizvolles entlocken kann, jedoch gut besetzt ist." __________________________________________________________

"Die Berufung"
Drama
USA
121 Minuten
FSK 0

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Die brillante US-Juristin Ruth Bader Ginsburg (Felicity Jones) kämpft nicht nur um ihr Fortkommen in einer männerdominierten Welt, sondern auch für die rechtliche Gleichstellung der Frauen insgesamt.

Das US-Drama erzählt die Lebensgeschichte der realen Juristin Ruth Bader Ginsburg, die in den Siebzigern eine große Rolle in der Frauenrechtsbewegung spielte und 1993 zur Richterin am Obersten Gerichtshof gewählt wurde. Mimi Leder's Inszenierung ihres Lebens ist nicht annähernd so bahnbrechend wie Ginsburg's Lebensleistungen, aber die Entertainment One ist gut gespielt und inspirierend. "On the Basis of Sex" - so der Originaltitel - hat gute Kritiken erhalten und ist von den US-Zuschauern mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden.

Unsere Rezensentin Bianka Piringer empfiehlt einen Kinobesuch: "Im Mittelpunkt der spannenden Geschichte überzeugen Felicity Jones und Armie Hammer als beseeltes Juristen-Ehepaar, das in puncto Gleichberechtigung seiner Zeit vorausgeht."

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"Kirschblüten & Dämonen"
Drama
Deutschland
116 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Ein Mann (Golo Euler) steht vor den Trümmern seines Lebens und kann sich erst mit Hilfe einer weisen Geisha (Aya Irizuki) - einer Freundin seines verstorbenen Vaters (Elmar Wepper) - den Geistern seiner Vergangenheit stellen.

Elf Jahre nach ihrem erfolgreichen "Kirschblüten - Hanami" bringt Regisseurin und Drehbuchautorin Doris Dörrie die Fortsetzung auf die Leinwand, die mit dem Original nicht mithalten kann, aber ihm auch keine Schande macht. Das deutsche Drama ist ein stimmungsvoller, meditativer und märchenhafter Mix aus japanischem Geisterglauben und bayerischem Brauchtum, der sich in keine Schublade stecken lässt. Die Kritiken sind positiv.

Unserem Kollegen Björn Schneider hat es mit Einschränkungen auch gefallen: "Zwischen Japan und dem Allgäu: Spirituell-surreale, gefühlvoll erzählte Suche nach der eigenen Identität mit Schwächen bei der Figurenzeichnung."

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"Beale Street"
Drama
USA
119 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Die Liebe eines afro-amerikanischen Paares (KiKi Layne und Stephen James) wird in den siebziger Jahren auf eine schwere Probe gestellt, als man den Mann einer Vergewaltigung bezichtigt.

Dritter Film, zweiter Treffer. Nach seinem Oscar-gekrönten "Moonlight" von 2016 präsentiert Regisseur und Drehbuchautor Barry Jenkins sein nächstes sehenswertes US-Drama, für das Nebendarstellerin Regina King den Oscar erhalten hat. Die DCM-Produktion basiert auf dem Roman "If Beale Street Could Talk" - so auch der Originaltitel des Films - von James Baldwin aus dem Jahr 1974. Dem Buch wird Jenkins mit seiner wunderschön photographierten Adaption mehr als gerecht. Die Kritiken sind ausnahmslos gut, die Zuschauer sind verhaltener begeistert.

Begeistert ist unser Kritiker Björn Schneider und vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Er schreibt: "Kraftvoller, lebensbejahender Mix aus Rassismus-, Familien- und Liebes-Drama."

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"The Sisters Brothers"
Western
Frankreich
121 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Zwei ungleiche, kampferprobte Brüder (Joaquin Phoenix und John C. Reilly) ziehen als Kopfgeldjäger durch den Wilden Westen. Als sie einen Goldwäscher aufspüren und töten sollen, verläuft der weite Weg letztlich anders als gedacht.

Für sein englischsprachiges Debut hat sich der französische Regisseur und Drehbuchautor Jacques Audiard ("Der Geschmack von Rost und Knochen") den Roman "The Sisters Brothers" des kanadischen Autoren Patrick deWitt aus dem Jahr 2011 vorgenommen. Sein französischer Western bewegt sich in eingefahrenen Genre-Gleisen, um dann ab und zu unerwartete Kurven zu nehmen. Die unterhaltsame Wild Bunch-Produktion profitiert von ihren gut harmonierenden Hauptdarstellern. "Les Frères Sisters" - so der Originaltitel - hat gute Kritiken erhalten; die Zuschauermeinungen sind gemischter.

Unser Rezensent Andreas Köhnemann hebt den Daumen: "Ein Western mit erstaunlich vielschichtigem Personal und gelungenen Dialogen. Das Schauspiel-Quartett ist ebenso beeindruckend wie die zahlreichen Beobachtungen am Rande."

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"White Boy Rick"
Drama
USA
111 Minuten
FSK 12

Im Detroit der Achtziger wird ein 14-jähriger Teenager (Richie Merritt) aus ärmlichen Verhältnissen zu einem Informanten des FBI. Dabei erliegt er dem Glamour des Drogenmilieus und verstrickt sich selbst in Drogengeschäfte und andere kriminelle Machenschaften.

Das US-Drama basiert auf den wahren Begebenheiten um den damals jüngsten FBI-Informanten aller Zeiten. Der französische Regisseur Yann Demarge ist nach seinem gelungenen Debut mit dem britischen Thriller "'71" von 2014 über den Atlantik gereist, um ein schlussendlich unbefriedigendes Drehbuch zu verfilmen, das auch die solide und namhafte Besetzung - insbesondere der in Hochform befindliche Matthew McConaughey - nicht ganz retten kann. Die Kritiken für die Columbia Pictures-Produktion sind gemischt, die Zuschauermeinungen eher negativ.

Unserer Kollegin Bianka Piringer hat es gefallen: "Der kernige Film verzichtet auf anklagende Töne und pauschale Urteile, um lieber mit Realitätsnähe und Einfühlungsvermögen zu überzeugen."

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"Mid90s"
Drama
USA
85 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Ein 13-jähriger Junge (Sunny Suljic) wächst in Los Angeles mit seiner alleinerziehenden Mutter (Katherine Waterston) und seinem prügelnden Bruder (Lucas Hedges) auf. Als er sich einer Clique von Skatern anschließt, erlebt er Abenteuer, Konflikte und Freundschaft.

Ein kleines, feines Regiedebut von Jonah Hill, der auch das Drehbuch verfasst hat. Mit klarem, aber zugleich auch nostalgischem Blick erzählt der Schauspieler mit dieser MFA+-Produktion eine Geschichte des Aufwachsens, die Lust auf Mehr macht. Die Kritiken für das US-Drama sind gut, die Zuschauerreaktionen positiv.

Unser Kritiker Andreas Köhnemann ist ebenfalls angetan: "Eine rundum glaubwürdige Coming-of-Age-Erzählung – gekonnt inszeniert und mit interessanten, gut gespielten Figuren ausgestattet."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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