oder

Miss Bala (2018)

Thriller: Eine Frau gerät in die Machenschaften einer mexikanischen Gang – und wird zur Teilnahme an einer Miss-Wahl gedrängt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Gloria (Gina Rodriguez) stammt aus Mexiko, lebt inzwischen aber in den USA und ist als Maskenbildnerin in Los Angeles tätig. Als ihre langjährige Freundin Suzu (Cristina Rodlo) in Glorias einstiger Heimat an einem Schönheitswettbewerb teilnehmen will, kehrt Gloria nach Tijuana zurück. Dort werden die beiden gekidnappt und voneinander getrennt.

Lino (Ismael Cruz Córdova), der Boss der Entführer-Bande, will Gloria dazu zwingen, Geld und Drogen nach L.A. zu schmuggeln. Und auch von der US-Drogenfahndung, zu der sie Kontakt aufnehmen kann, wird Gloria bald unter Druck gesetzt. Sie soll an Suzus Stelle an der Miss-Wahl teilnehmen, um die Verantwortlichen hinter den kriminellen Tätigkeiten im Land überführen zu können.

Bildergalerie zum Film

Miss BalaMiss Bala - Gloria (GINA RODRIGUEZ)Miss Bala - Lino (ISMAEL CRUZ CORDOVA) und Gloria...GUEZ)Miss Bala - Gloria (GINA RODRIGUEZ)Miss Bala - Dave (ANTHONY MACKIE) und Gloria (GINA...GUEZ)Miss Bala - Gloria (GINA RODRIGUEZ)


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse2 / 5

Die Filmografie der 1955 geborenen US-Regisseurin Catherine Hardwicke ist erstaunlich abwechslungsreich: Auf die kantigen Coming-of-Age-Werke "Dreizehn" (2003) und "Dogtown Boys" (2005) folgte später Hochglanz-Kitsch wie "Twilight" (2008) und "Red Riding Hood" (2011). Mit "Miss Bala" liefert sie auf Basis eines Drehbuchs von Gareth Dunnet-Alcocer ein Remake des gleichnamigen mexikanischen Films von Gerardo Naranjo aus dem Jahre 2011. Erzählt wird – inspiriert von realen Ereignissen – von einer unbescholtenen jungen Frau, die nach einer Entführung sowohl mit Gangstern als auch mit der US-Drogenvollzugsbehörde zusammenarbeiten und hierfür bei einem Schönheitswettbewerb als Kandidatin auftreten muss.

Dem schieren Aberwitz der Geschichte begegnete Naranjos Version mit Härte und Realismus; Hardwickes Herangehensweise wirkt mainstreamiger und dadurch leider weniger intensiv. Der Film feiert den Exzess, statt sich den Abgründen zu widmen. Von der beinahe dokumentarischen Anmutung des Originals ist nichts geblieben; im Zentrum stehen spektakuläre Bilder und Action-Sequenzen, die eine feministische, selbstermächtigende Botschaft vermitteln wollen, in ihrer Stilisierung aber kaum zu überzeugen vermögen. Die Kameraführung von Patrick Murguia ist solide; dennoch bleiben die Aufnahmen nicht lange in Erinnerung. Die Musik ist allzu aufdringlich.

Hauptdarstellerin Gina Rodriguez ("Jane the Virgin", "Deepwater Horizon") zeigt als Protagonistin, die mehr und mehr über sich selbst hinauswächst, zweifelsohne Einsatz, kann gegen die unglaubwürdig geschriebene Rolle indes nicht ankommen. Und auch ihre Co-Stars – darunter Ismael Cruz Córdova ("The Undoing") und Anthony Mackie ("The Return of the First Avenger") – sind dem schwachen Skript und der seelenlosen Optik unterworfen.

Fazit: Eine weitgehend oberflächlich in Szene gesetzte Neufassung einer spannungsreichen Geschichte, die sich zu sehr auf Schauwerte verlässt und von seinem engagierten Ensemble nicht gerettet werden kann.




TrailerAlle anzeigen

Zum Video: Miss Bala

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2018
Genre: Action, Drama
Kinostart: Unbekannt
Regie: Catherine Hardwicke
Darsteller: Gina Rodriguez, Anthony Mackie, Matt Lauria
Verleih: Sony Pictures

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen

Glass - The Beast (James McAvoy)
News
Kinocharts USA (1. - 3.2.): "Glass" schafft Hattrick im SuperBowl-Modus
Kein einziger Film mit zweistelliger Millionenzahl




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.