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Wie gut ist deine Beziehung? (2018)

Die von Ralf Westhoff inszenierte Komödie handelt von einer glückliche Beziehung, in der sich ein Mann übertrieben krampfhaft darum bemüht, dass ihn seine Freundin nicht verlässt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.6 / 5

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Steve (Friedrich Mücke) ist seit fünf Jahren mit Carola (Julia Koschitz) zusammen. Die Beiden führen eine harmonische, liebevolle Beziehung und eigentlich könnte alles gut sein. Aber dann muss Steve mit ansehen, wie sein Freund Bob plötzlich und unerwartet von seiner Freundin verlassen wird. Diese hat sich in einen wesentlich älteren Mann, den Tantra-Lehrer Harald (Michael Wittenborn), verliebt. Allmählich überkommen nun auch Steve Zweifel: Ist Carola wirklich glücklich mit ihm? Tut er wirklich alles, um es ihr so angenehm wie möglich zu machen? Steve bemüht sich folglich stärker denn je um Carola, damit sie ihn nicht verlässt – und erst gar nicht auf den Gedanken kommt. Er legt sich körperlich, seelisch und sexuell ordentlich ins Zeug – und wird dabei ausgerechnet von Harald "beraten".

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Wie gut ist deine Beziehung? - Steve (Friedrich...hitz)Wie gut ist deine Beziehung? - Steve (Friedrich...hitz)Wie gut ist deine Beziehung? - Harald (Michael Wittenborn)Wie gut ist deine Beziehung? - Bob (Bastian Reiber)Wie gut ist deine Beziehung? - Carola (Julia Koschitz)Wie gut ist deine Beziehung? - Steve (Friedrich Mücke)


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Lange Zeit hat man nichts mehr vom Münchener Regisseur Ralf Westhoff gehört, der mit seinem Debütfilm "Shoppen" (2006) einen wunderbaren Ensemblefilm über das Phänomen Speed-Dating realisierte. Sein letztes Werk, die WG-Generationen-Komödie "Wir sind die Neuen", liegt bereits viereinhalb Jahre zurück. Mit "Wie gut ist deine Beziehung", seinem insgesamt vierten Spielfilm, kehrt er nun auf die Leinwand zurück. Mit Nebendarsteller Michael Wittenborn und Julia Koschitz drehte Westhoff bereits "Wir sind die Neuen".

Genüsslich nimmt Westhoff mit seiner dialogreichen Komödie die von Unsicherheiten und Paranoia geprägten Gefühlswelten heutiger Enddreißiger aufs Korn. In genau diesem Altern befinden sich Steve und Carola. Mit Ende 30 zählt man längst nicht mehr zu den Jüngsten, wer jetzt von seinem (langjährigen) Partner verlassen wird, muss sich auf eine möglicherweise beschwerliche Suche nach einer neuen Liebe begeben – gerade wenn die Beziehung kinderlos blieb. Denn Gleichaltrige sind in diesem Alter oft mit der Kindererziehung beschäftigt, die Zahl der Singles ist in der Altersgruppe der 35 bis 45-Jährigen folglich am niedrigsten. Steve sehnt sich in "Wie gut ist deine Beziehung?" daher auch nach Sicherheit und Beständigkeit – und steigert sich allmählich in den Wahn hinein, Carola könnte ihn verlassen.

Dazu verweist Westhoff ebenso auf den Druck und Stress im Beruf, die Angst vor Verdrängung durch talentierte Nachwuchskräfte und damit letztlich auch die Furcht, (beruflich und privat) auf der Strecke zu bleiben. Folglich unternimmt Steve, mit sympathischer Hemdsärmeligkeit von Mücke verkörpert, alles, um einer Trennung zuvorzukommen. "Ich will sie zurückgewinnen, bevor sie auf die Idee kommt mich zu verlassen", sagt er in einer Szene im Fitnessstudio zu seinem besten Freund. Im weiteren Verlauf kommt es zu allerlei Irrungen, Wirrungen und kuriosen Missverständnissen, vor allem weil Steve in jede Äußerung Carolas etwas Falsches hineininterpretiert. Schon bei der geringsten Vermutung, sie könne mit etwas unzufrieden sein, ergreift er Maßnahmen, um gegenzusteuern. Das führt zu vielen pointierten Momenten und pfiffigen Situationen, in denen Westhoff unterschwellig die komplizierte und von Missverständnissen geprägte Kommunikation zwischen Mann und Frau auslotet.

Zu all dem gesellen sich kauzige und drollige Nebenfiguren, die weit wehr sind als nur bloße Stichwortgeber oder loses Beiwerk. Von der (überzeugten) Dauer-Singlefrau Anette, die Carola mit plattitüdenhaften Flirt-Tipps versorgt, bis hin zum agilen Mitt-Sechziger und Lebemann Harald, der Steve schlichtweg für paranoid hält.

Fazit: Hintersinnige, heitere und mit verschrobenen Nebenfiguren ausgestattete Komödie über heutige Thirtysomethings, die zwischen Geld, Liebe, Familiengründung und Karriere ihr Glück suchen.




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Land: Deutschland
Jahr: 2018
Genre: Drama, Komödie, Romantik
Länge: 103 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 28.02.2019
Regie: Ralf Westhoff
Darsteller: Julia Koschitz als Carola, Friedrich Mücke als Steve, Michael Maertens als Egbert
Verleih: X Verleih

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