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Stuber - 5 Sterne Undercover
Stuber - 5 Sterne Undercover
© 20th Century Fox

Kritik: Stuber - 5 Sterne Undercover (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Mit "Stuber – 5 Sterne Undercover" liefert der kanadische Regisseur Michael Dowse ("Goon", "The F-Word") einen Mix aus Action und Comedy mit einem Duo im Zentrum, das erwartbar gegensätzlich ist: Ein rabiater Cop und ein unbedarfter Zivilist jagen einen Drogendealer. Dem Drehbuch von Tripper Clancy mangelt es leider an dem nötigen klugen Witz, um dieser trivialen Geschichte Reiz zu verleihen.

Dass sich der Uber-Fahrer Stu in erster Linie deshalb auf den Rachefeldzug des Polizisten Vic einlässt, weil er dringend eine 5-Sterne-Bewertung von seinem Fahrgast braucht, ist schon mal eine kaum nachvollziehbare Plot-Prämisse. Dass der Protagonist immer wieder darauf hinweist, dass Gewalt keine Lösung ist, macht den extremen Einsatz von Gewalt in Kombination mit brachialem Humor nicht weniger fragwürdig. Und dass alle Bösen nach Schema F gestaltet sind, gibt dem Ganzen eine noch reaktionärere Note. Besonders schmerzhaft ist, wie der Martial-Arts-Virtuose Iko Uwais hier für einen gänzlich uninteressanten Part verschleudert wird.

Zuweilen bemühen sich das Skript und die Inszenierung, mit Klischees zu spielen – etwa in einer Sequenz, die in einer Strip-Bar mit männlichem Personal stattfindet. Doch auch in solchen Momenten wartet "Stuber" rasch wieder mit ziemlich misslungenen Gags auf. Die Hauptdarsteller Kumail Nanjiani ("The Big Sick") und Dave Bautista ("Guardians of the Galaxy") verfügen zwar über eine gewisse Chemie; ihre Figuren sind aber ebenfalls zu formelhaft angelegt, um dem Film zu einer Seele zu verhelfen. Das Werk möchte mit dem allzu gütigen Stu und dem allzu brutalen Vic womöglich etwas über Maskulinität erzählen – erreicht dabei allerdings kein nennenswertes Niveau.

Fazit: Die Mischung aus Action und Buddy-Komödie leidet unter einem schwachen Drehbuch, das weder einen spannenden Plot noch reizvolle Figuren zu bieten hat. Das erkennbare Potenzial des Casts wird nicht ausreichend genutzt.




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