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Good Boys - Poster
Good Boys - Poster
© Universal Pictures International

Deutsche Filmstarts: "Good Boys" ist nichts für kleine Jungs

Kumail Nanjiani und Dave Bautista als ungleiches Paar

Die Verleiher konnten es bei ihren Ansetzungen noch nicht wissen, aber es steht eine weitere Runde Kino vs. Supersommer an. Sechs größere Produktionen wollen in der neuen Kinowoche die Zuschauer in die dunklen, klimatisierten Säle locken. Amerikanische Komödien wie "Good Boys" und "Stuber" sind ebenso darunter wie Spannendes wie der Alligatoren-Horror "Crawl" und der australische SciFi "I Am Mother" oder das britische Bruce Springsteen-Musical "Blinded by the Light". Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man die Geldbörse besser geschlossen?

"Good Boys"
Komödie
USA
89 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Geht, müsst aber nicht!

Drei Sechstklässler (Brady Noon, Jacob Tremblay und Keith L. Williams) sind zu ihrer ersten "Kuss-Party" eingeladen. Als sie zur Vorbereitung zwei Nachbarinnen ausspionieren wollen und dabei die teure Drohne des Vaters verloren geht, beginnt für das Trio eine abenteuerliche Odyssee.

Bei Regiedebutant und Drehbuchautor Gene Stupnitsky schlagen zwei Seelen in der Künstlerbrust: Auf der einen Seite wälzt er sich mit Vorliebe im profanen Humor - und die Marketing-Abteilung von Universal Pictures hat daraus die Werbekampagne nach dem Motto "Nichts für kleine Kinder" gestrickt -, auf der anderen Seite unterbreitet er eine schlussendlich nachdenkenswerte Botschaft. Das und die sympathischen Jungdarsteller haben der US-Komödie gute Kritiken, aber nur gemischte Zuschauerreaktionen eingetragen.

Unser Kritiker Andreas Köhnemann kommt auch zu einem durchwachsenen Urteil: "Ein wüstes Abenteuer von Sechstklässlern mit unflätigen Sprüchen und derber Situationskomik, aber auch mit dem nötigen Herz und einer sympathischen Besetzung."

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"Stuber"
Komödie
USA
93 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

Ein Polizist (Dave Bautista) jagt den Mörder seines Partners. Da er selbst kein Auto fahren darf, nimmt der griesgrämige Polizist ein Taxi und macht den gutmütigen Fahrer (Kumail Nanjiani) zu seinem unfreiwilligen Gehilfen.

Dave Bautista und Kumail Nanjiani überzeugen als ein starkes Paar - trotz dieser US-Komödie des kanadischen Regisseurs Michael Dowse, muss man sagen. Er schafft es nicht, die unterschiedlichen Tonfälle überzeugend zu mischen und liefert letztlich einen allzu brutalen, nur mäßig unterhaltsamen Streifen ab. Die Kritiken für die 20th Century Fox-Produktion sind schlecht, die Zuschauerreaktionen gemischt.

Nicht gefallen hat das Ganze unserem Rezensenten Andreas Köhnemann: "Die Mischung aus Action- und Buddy-Komödie leidet unter einem schwachen Drehbuch, das weder einen spannenden Plot noch reizvolle Figuren zu bieten hat. Das erkennbare Potential der Besetzung wird nicht ausreichend genutzt."

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"Crawl"
Horror
USA
87 Minuten
FSK 16

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Eine Schwimmerin (Kaya Scodelario) will nach einem Hurricane und der Überschwemmung Floridas ihren Vater (Barry Pepper) in Sicherheit bringen und gerät ins Visier von gefräßigen Alligatoren.

Dem französischen Regisseur Alexandre Aja ("Horns") ist hier ein Action-reicher und Furcht erregender US-Horrorfilm gelungen, der besonders von der einsatzfreudigen Hauptdarstellerin Kaya Scodelario getragen wird. Ein Rückfall in alte Monsterfilmzeiten mit ausreichender Selbstreflexion, der Spaß macht. Die Kritiken für die Paramount Pictures-Produktion sind gut, die Zuschauerreaktionen gemischt.

Unsere Kollegin Bianka Piringer rät zum Kinobesuch: "Der grimmige Film spielt seine Zutaten wirkungsvoll aus, von der prinzipiellen Realitätsnähe am Schauplatz Florida über das großflächige Schüren unbewusster Ängste bis zu den sehr konkreten Attacken schnappender Bestien. Diese harte Kost macht ihrem Genre Ehre."

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"Gloria"
Drama
USA
102 Minuten
FSK 0

Unsere Empfehlung: Geht, müsst aber nicht!

Eine geschiedene Mitfünfzigerin (Julianne Moore) lernt in einem Tanzclub einen charmanten Mann (John Turturro) kennen. Die neue Beziehung stellt sie vor ungeahnte Herausforderungen.

Der chilenische Regisseur Sebastián Lelio ("Ungehorsam") legt mit diesem Drama die US-Neuverfilmung seines eigenen chilenischen Dramas "Gloria" vor, der 2013 auf der Berlinale gefeiert worden war. Ohne visuelle oder erzählerische Ausschmückungen ruht die Square One Entertainment-Produktion fast ausschließlich auf Julianne Moore in der Titelrolle der "Gloria Bell" - so der Originaltitel -, und die Schauspielerin zeigt sich in Höchstform. Die Kritiker sind durchweg begeistert, die Zuschauer lehnen das Remake ab.

Unser Kritiker Falk Straub kommt zu einem gemischten Urteil: "Der Film ist wie das Original ein differenziertes Drama mit einer starken, widerstandsfähigen Frau im Zentrum. So brillant Julianne Moore dieses Altern in Würde auch spielt, an die Lebenslust von Paulina García kommt sie nicht heran. Insgesamt fällt die Neuauflage weniger schwungvoll und deutlich nachdenklicher aus."

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"I Am Mother"
Science Fiction
Australien
113 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Ein Mädchen (Clara Rugaard) wird nach einer weltweiten Katastrophe und der Auslöschung allen Lebens von einem "weiblichen" Roboter aufgezogen wird. Eines Tages taucht in ihrem unterirdischen Versteck jedoch eine geheimnisvolle Frau (Hilary Swank) auf, die mit ihren Erzählungen das Weltbild des Mädchens ins Wanken bringt.

Regiedebutant Grant Sputore beeindruckt mit seinem australischen Science Fiction-Film, der spannend, gut gespielt, intelligent und ambitioniert ist und die meisten seiner beeindruckenden Ziele erreicht. Die Kritiken für die Concorde-Produktion sind gut, die Zuschauermeinungen gemischt.

Unser Rezensent Björn Schneider ist gebremst positiv: "Der Film mixt das Beste aus einigen der stärksten Sci-Fi-Thriller sowie Dystopien der letzten Jahre zu einem ansprechenden, aber vorhersehbaren Werk."

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"Blinded by the Light"
Komödie
Großbritannien
118 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Ein Jugendlicher (Viveik Kalra) pakistanischer Abstammung im England der achtziger Jahre hat sowohl mit den Wertvorstellungen seiner Familie als auch mit Rassismus zu kämpfen, findet aber Rückhalt in der Musik von Bruce Springsteen.

Diese britische Komödie hat die Wirkung einer lebensbejahenden Rockhymne. Regisseurin Gurinder Chadha ("Der Stern von Indien") schlägt bekannte Noten mit Selbstvertrauen und Gespür an und baut zu einem Finale auf, dass die Zuschauer nach einer Zugabe rufen lassen wird. Die Warner Brothers Pictures-Produktion hat durchweg gute Kritiken erhalten und ebensolchen Zuschauerzuspruch.

Unsere Kollegin Bianka Piringer rät ebenfalls zum Kinobesuch: "Die bewegende Verfilmung der Jugenderinnerungen von Sarfraz Manzoor gerät auch zur Hommage an die zeitlose Kraft der Lieder von Bruce Springsteen. Denn der jugendliche Filmheld Javed fühlt sich durch sie bestärkt, seinen Weg trotz rassistischer Anfeindungen und den Verboten des konservativen Vaters zu gehen."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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