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Ma - Sie sieht alles (2019)

Ma

Thriller: Eine vermeintlich freundliche Tierarzthelferin entpuppt sich als Gefahr für eine Gruppe von jungen Leuten.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.3 / 5

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Maggie (Diana Silvers) zieht mit ihrer alleinerziehenden Mutter Erica (Juliette Lewis) zurück in die Kleinstadt, in der Erica einst zur Highschool ging. In der Schule lernt Maggie die selbstbewusste Haley (McKaley Miller) und deren Clique um Andy (Corey Fogelmanis), Chaz (Gianni Paolo) und Darrell (Dante Brown) kennen. Als die Jugendlichen die Tierarzthelferin Sue Ann (Octavia Spencer) darum bitten, ihnen alkoholische Getränke zu besorgen, zeigt sich die Frau hilfsbereit – verrät jedoch der Polizei, dass sich die Gruppe heimlich zum Feiern und Trinken trifft.

Bei nächster Gelegenheit bietet Sue Ann dem Quintett an, ihren Keller als Partyraum zu nutzen. Maggie und die anderen lassen sich darauf ein, merken aber bald, dass Sue Ann sich seltsam verhält. Als sie auf Distanz gehen, wird Sue Ann immer aufdringlicher.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Mit "Ma" legen der Regisseur Tate Taylor ("The Help", "Girl on the Train") und der Drehbuchautor Scotty Landes einen Genre-Cocktail aus Coming-of-Age-Film, Thriller, Horror und Drama vor, der durch seine undurchsichtige Titelfigur, seinen zuweilen recht fiesen Humor und seine überzeugende Besetzung sehr gut zu unterhalten vermag.

Das Werk beginnt als konventionelle, jedoch angenehm frisch erzählte und sympathisch gespielte Geschichte über eine Schülerin, die sich in eine neue Umgebung einfinden muss. Das Verhältnis von Maggie zu ihrer alleinerziehenden Mutter Erica wird glaubwürdig geschildert; die Newcomerin Diana Silvers und die stets großartige Juliette Lewis ("Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa", "Natural Born Killers") harmonieren perfekt miteinander. Auch die Art und Weise, wie das Kennenlernen zwischen Maggie und der Teen-Clique um die extrovertierte Haley vonstattengeht, wird fern von Highschoolfilm-Klischees geschildert; überdies profitiert die Inszenierung von den unverbrauchten Gesichtern der jungen Cast-Mitglieder. In Nebenrollen wartet "Ma" indes mit einigen prominenten Namen auf – etwa mit der Oscar-Gewinnerin Allison Janney ("I, Tonya").

Die Hauptattraktion des Films ist aber zweifelsohne die furios agierende Octavia Spencer ("Hidden Figures"). Die tiermedizinische Fachangestellte Sue Ann wird als harmlos-nette Person eingeführt – ehe sich immer mehr Irritationen ergeben. Wenn Sue Ann die Teenager in den sozialen Netzwerken zu verfolgen beginnt, wenn sie in eigenartigen Blicken, Gesten oder Sprüchen zunächst nur kurz, dann immer häufiger aus der Rolle der hilfsbereiten älteren Freundin fällt, lassen sich allmählich die psychischen Abgründe erkennen. Die Rückblenden, die in Sue Anns Schulzeit führen, sind etwas zu plakativ geraten und gegen Ende verliert die Figurenzeichnung zugunsten eines spektakulären Finales an Schärfe; dennoch ragt "Ma" über den vorhersehbaren Genre-Durchschnitt weit heraus.

Fazit: Ein unverschämt unterhaltsamer Mix aus Spannung und bösem Witz mit einer facettenreich aufspielenden Octavia Spencer.




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Land: USA
Jahr: 2019
Genre: Thriller, Horror
Länge: 99 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 30.05.2019
Regie: Tate Taylor
Darsteller: Octavia Spencer als Sue Ann, Kyanna Simone als Young Sue Ann, Diana Silvers als Maggie
Verleih: Universal Pictures International

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