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Rocketman
Rocketman
© Paramount Pictures Germany

Deutsche Filmstarts: Taron Egerton hebt und stürzt als "Rocketman" ab

Sebastian Schipper thematisiert Flüchtlingsdrama

Eine starke Kinowoche muss sich in Deutschland gegen die anschwellende Sommerhitze behaupten. Taron Egerton singt und spielt sich durch das Leben von Elton John, Laika Animation offerieren ein wieder liebevoll gestaltetes Stop Motion-Abenteuer, Sebastian Schipper reist der Flüchtlingskrise auf der Spur quer durch Europa, und Claire Denis legt einen Science Fiction-Film vor, der gleichermaßen zum Staunen wie zum am Kopf Kratzen Anlass gibt. Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man die Geldbörse besser stecken?

"Rocketman"
Musical
USA
121 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Der weltberühmte englische Sänger Elton John (Taron Egerton) droht sich durch Drogenexzesse selbst zu zerstören, bevor er durch eine Therapie wieder Halt findet.

Nach "Bohemian Rhapsody", den der englische Regisseur Dexter Fletcher zu Ende brachte, nachdem Bryan Singer gefeuert worden war, kommt hier die nächste Filmbiographie eines weltbekannten britischen Künstlers. Fletcher, der bereits mit Hauptdarsteller Taron Egerton als "Eddie the Eagle" eine gelungene Biographie eines englischen (Anti)Helden auf die Leinwände gebracht hat, ist ein furioses US-Musical gelungen, das die Höhen und Tiefen eines Künstlerlebens in fabelhaften Bildideen widerspiegelt und dabei zahlreiche Songs von Elton John kongenial einbaut. Die Paramount Pictures-Produktion hat sehr gute Kritiken erhalten und auch die Mundpropaganda ist hervorragend.

An der Spitze der Begeisterten steht unser Kritiker Andreas Köhnemann - er vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Er schreibt: "Eine phantasievoll gestaltete und zugleich äußerst empathische Mischung aus Biopic und Musical, in der Taron Egerton als Elton John zu glänzen vermag."

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"Godzilla 2: King of the Monsters"
Science Fiction
USA
122 Minuten
FSK 12

Gojira, die atomar befeuerte Riesenechse, geht in die zweite Runde im Kampf gegen andere monströs-mutierte Mega-Kreaturen.

Fünf Jahre nach der Wiederbelebung der Godzilla-Saga durch den soliden und sehr erfolgreichen "Godzilla" bringen Warner Brothers Pictures nun die Fortsetzung, die Michael Dougherty ("Krampus") geschrieben und inszeniert hat. Der US-Science Fiction-Film mit Vera Farmiga bietet spektakuläre Action-Szenen auf, aber Effekte auf dem neuesten Stand der Technik können eine gute Geschichte nicht vollwertig ersetzen. Die Kritiken sind gemischt, die ersten Zuschauerreaktionen freundlich.

Unser Rezensent Andreas Köhnemann fand es mittelprächtig: "Ein aufwendiger Kampf der Titanen, der tricktechnisch überzeugt und ein paar interessante Grundgedanken liefert, die aber kaum verfolgt werden."

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"Ma"
Horror
USA
99 Minuten
FSK 16

Eine einsame Frau (Octavia Spencer) erlaubt es den Jugendlichen aus ihrem Ort, in ihrem Keller Partys zu feiern. Erst nach und nach zeigt sich, dass sie dafür durchaus finstere Motive hat...

Der große Aktivposten dieses US-Horrorfilms ist Hauptdarstellerin Octavia Spencer, die aber nicht alle Schwächen der Universal Pictures-Produktion auffangen kann. Die Handlung ist schwerfällig und das Tempo der Inszenierung von Tate Taylor ("Girl on the Train") unrund. Die ersten Kritiken sind überwiegend positiv.

Unserem Kollege Andreas Köhnemann hat es gefallen: "Ein unverschämt unterhaltsamer Mix aus Spannung und bösem Witz mit einer facettenreich aufspielenden Octavia Spencer."

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"Mister Link - Ein fellig verrücktes Abenteuer"
Animation
USA
95 Minuten
FSK 6

Ein Monster-Forscher (gesprochen von Christoph Maria Herbst), der von seinen Kollegen nicht ernst genommen wird, begibt sich, um seinen Ruf zu stärken, gemeinsam mit einer Abenteurerin (gesprochen von Collien Ulmen-Fernandes) auf die Suche nach der sagenumwobenen Kreatur Mr. Link (gesprochen von Bastian Pastewka).

Die Laika-Studios können einem leid tun: So viel Herzblut, Liebe und Aufwand fließen in ihre Stop Motion-Animationen wie "The Boxtrolls" und "Kuba and the Two Strings", und das wird von den Kritikern auch stets gebührend honoriert. Nur beim Familienpublikum verfangen ihre Werke einfach nicht. So ist es auch diesem US-Animationsstreifen ergangen. "Missing Link" - so der Originaltitel - ist ein weiteres wunderschön animiertes Werk, ein Augenschmaus mit viel Humor, Herz und sogar etwas zum Nachdenken. Auf dem Heimatmarkt total gefloppt, wünscht man dem Film des englischen Regisseurs und Drehbuchautoren Chris Butler ("ParaNorman") hier zu Lande eine größere Zuschauerschaft.

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"Roads"
Drama
Deutschland
99 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Ein 18-jähriger Brite (Fionn Whitehead) begibt sich mit einem gleichaltrigen Kongolesen (Stéphane Bak) auf eine ereignisreiche Reise quer durch Europa, um dessen verschollenen Bruder zu suchen

Vier Jahre nach seinem Triumph mit "Victoria" hat sich Regisseur und Drehbuchautor Sebastian Schipper in diesem deutschen, hauptsächlich auf Englisch gedrehten Drama der Flüchtlingsbewegung in Europa im Gewand eines Road Movies angenommen. Als Geschichte einer sich entwickelnden Freundschaft funktioniert die Studiocanal-Produktion besser als der Fluchtkrisenpart. Visuell berauschend und mit einem tollen Soundtrack unterlegt, reißt der kraftvolle Streifen mit.

Unser Kritiker Björn Schneider hebt den Daumen: "Tiefgründiges, melancholisches Drama mit Road Movie-Anleihen, das die Flüchtlingskrise aus der unvoreingenommenen Sicht zweier junger Männer schildert."

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"High Life"
Science Fiction
Großbritannien
112 Minuten
FSK 16

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Auf einer Weltraummission reisen Sträflinge auf der Suche nach alternativen Energiequellen zu einem Schwarzen Loch.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Dieser britische Science Fiction-Film mit Robert Pattinson ist kein Action-Kracher, sondern eher ein Kammerspiel im Weltraum - visuell faszinierend, anspruchsvoll, verwirrend und schlussendlich lohnend. Die französische Regisseurin Claire Denis, die hier nach "Meine schöne innere Sonne" erneut mit Juliette Binoche zusammen gearbeitet hat, legt ein Werk vor, das man nicht alle Tage sieht. Und Kritiker - angetan - und Zuschauer - ablehnend - spaltet.

Unser Rezensent Björn Schneider ist begeistert - er vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Er schreibt: "Bizarrer, kammerspielartiger und herausragend gespielter Weltraum-Trip, der Fragen nach den Ursprüngen und dem Wesen des Menschseins aufwirft."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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