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Was gewesen wäre (2019)

Historisches Drama: Eine Frau wird während eines Urlaubs in Budapest mit einem unerwarteten Wiedersehen konfrontiert.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Die Berliner Herzchirurgin Astrid (Christiane Paul) führt seit circa zwei Monaten eine Beziehung mit ihrem Ex-Patienten Paul (Ronald Zehrfeld). Sie wuchs in der DDR auf und verbrachte als Jugendliche einige Zeit in Budapest. Das Paar begibt sich nun in die ungarische Hauptstadt, damit Astrid Paul die Orte ihrer Erinnerung zeigen kann.

Im Hotelrestaurant wird Astrid allerdings auf zwei Männer aufmerksam, die sie von damals kennt: Julius (Sebastian Hülk) und dessen Bruder Sascha (Barnaby Metschurat). Als Schülerin (verkörpert von Mercedes Müller) hatte sie sich in den jungen Julius (Leonard Kunz) verliebt – doch die Beziehung der beiden nahm ein rasches Ende.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Florian Koerner von Gustorf, der seit vielen Jahren unter anderem als Filmproduzent tätig ist, präsentiert mit "Was gewesen wäre" sein Regiedebüt. Das Werk basiert auf dem gleichnamigen Roman von Gregor Sander; der Schriftsteller lieferte selbst die Drehbuchfassung. Dabei blieb er dem unaufgeregten Tonfall seiner literarischen Vorlage treu. Die Inszenierung des Stoffes und die Interpretationen des Ensembles sind stimmig; auf subtile Art und Weise wird vermittelt, wie die Historie eines Landes den persönlichen Werdegang beeinflusst.

Bei der Geschichte einer Frau, die in der DDR aufwuchs und sich einst in Budapest unglücklich verliebte, konzentriert sich die Leinwandadaption, wie schon der zugrunde liegende Roman, auf das Alltägliche. Die auf zwei Zeitebenen stattfindende Erzählung ist nicht an spektakulären Zuspitzungen interessiert, sondern an zwischenmenschlichen Details. Was hier geschieht beziehungsweise im Verlauf von 30 Jahren geschehen ist, ist durchaus dramatisch. Doch dies kommt nicht in großen Taten und Gesten, wie man sie aus dem Kino zur Genüge kennt, zum Ausdruck – sondern in glaubwürdigen Szenen, die von vielsagenden Blicken und gekonnt geschriebenen Dialogen leben. Die Enttäuschungen und Kämpfe sowie die schwierigen Entscheidungen, die hinter der Protagonistin Astrid und deren Umfeld liegen, werden dadurch spür- und nachvollziehbar.

Christiane Paul ("Im Juli", "Die Welle"), Ronald Zehrfeld ("Barbara") und Sebastian Hülk ("Dark") beeindrucken mit ihren einfühlsamen Darbietungen – und auch die jungen Talente Mercedes Müller und Leonard Kunz zeigen in den Rückblenden gute Leistungen. Hinzu kommt die souveräne Kameraarbeit von Reinhold Vorschneider, der die Verletzungen und Ängste der Figuren mit genauem Blick einfängt.

Fazit: Eine gelungene, durchweg überzeugend gespielte Literaturverfilmung, die sich klug mit den Wunden der Vergangenheit und der Auseinandersetzung in der Gegenwart befasst.




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Land: Deutschland
Jahr: 2019
Genre: Drama
Länge: 90 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 21.11.2019
Regie: Florian Koerner von Gustorf
Darsteller: Christiane Paul als Astrid, Ronald Zehrfeld als Paul, Sebastian Hülk als Julius
Verleih: farbfilm verleih

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